Gotthard-Kantone bekräftigen gemeinsamen Einsatz für NEAT-Zufahrten

Die Gotthard-Kantone wollen sich nach dem Ja zur FABI-Vorlage gemeinsam für die Beseitigung von Engpässen bei den Zufahrten zu den Basistunnels am Gotthard und Ceneri stark machen. Dies bekräftigten Regierungsvertreter der 13 Kantone an der Generalversammlung des Gotthard-Komitees in Bellinzona. Die Planung und Projektierung von Schlüsselprojekten zur Sicherung von ausreichenden Zufahrtskapazitäten im Norden und Süden nach Eröffnung des Gotthard-Basistunnels sei nun konsequent an die Hand zu nehmen.

Gotthard-Komitee / code24.eu
Interreg-Projekt Code 24 73865_01Die Gotthard-Kantone wollen sich nach dem Ja zur FABI-Vorlage gemeinsam für die Beseitigung von Engpässen bei den Zufahrten zu den Basistunnels am Gotthard und Ceneri stark machen. Dies bekräftigten Regierungsvertreter der 13 Kantone an der Generalversammlung des Gotthard-Komitees in Bellinzona. Die Planung und Projektierung von Schlüsselprojekten zur Sicherung von ausreichenden Zufahrtskapazitäten im Norden und Süden nach Eröffnung des Gotthard-Basistunnels sei nun konsequent an die Hand zu nehmen.

Drei Jahre nach Unterzeichnung der „Erklärung von Bellinzona“ zogen die Gotthard-Kantone gleichenorts Bilanz über den Stand ihrer damals an die nationale Politik erhobenen Forderung nach einer Behebung sich abzeichnender Bahn-Engpässe. Ausdrücklich begrüsst wurden die Zustimmung zum Vier-Meter-Korridor und das Ja zur FABI-Vorlage. FABI ermöglicht mit dem Bahninfrastrukturfonds den Anstoss der Planung und Projektierung von Massnahmen zur Stärkung der Gotthard-Achse. Diese sind unverzichtbar, wenn die wichtige Verlagerung des Transitgüterverkehrs nicht zu einer Verdrängung des ebenso wichtigen Personenfern- und Regionalverkehrs führen soll. Die zuständigen Bundesstellen sind nun aufgefordert, die Planung und Projektierung der in späteren Ausbauschritten vorgesehenen Infrastrukturen zur Beseitigung von Kapazitätsengpässen im Einzugsgebiet der Gotthard-Achse zügig voranzutreiben. Es handelt sich dabei namentlich um die Projekte Zimmerbergtunnel II, Brüttenertunnel, neue Juraquerung, Neubaustrecke Axen, Tief-bzw. Durchgangsbahnhof Luzern und Kapazitätsausbau Aarau-Zürich.

Interreg-Projekt Code 24 stützt Handlungsbedarf
Das kürzlich abgeschlossene Interreg-Projekt Code 24 unter Beteiligung der ETH Zürich gibt einen Überblick über den Sachstand der Raum- und Eisenbahnentwicklung längs des 1200 Kilometer langen Korridors zwischen den Seehäfen Rotterdam und Genua. Wie Prof. Bernd Scholl vom Institut für Landschafts- und Raumentwicklung an der ETH in seinem Referat betonte, seien die möglichen Engpässe nördlich und südlich der Basistunnels am Gotthard und Ceneri mittels einer integrierten Planung anzugehen. Dies unter Einbezug von SBB, Bund, Kantonen und Regionen.

Claudio Zali neuer Vizepräsident des Gotthard-Komitees
Der Tessiner Staatsrat und Baudirektor Claudio Zali wurde zum neuen Vizepräsidenten des Gotthard-Komitees gewählt. Er löst Marco Borradori ab, der neu als Stadtpräsident die Stadt Lugano im Komitee repräsentiert. Im Anschluss an die Generalversammlung nahmen die Anwesenden unter Führung der Alp Transit Gotthard AG einen Augenschein bei den Brückenbauten in der Magadino Ebene und beim Ceneri-Basistunnel.

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Autor: Redaktion

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