SBB Fahrplan 2014: Einführung neue S-Bahn St. Gallen – Ausbau in den Regionen und im internationalen Verkehr – Übersicht Fahrplanänderungen bei Privatbahnen, Verkehrsbetrieben und Verbünden

In der Ostschweiz wurde mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 das Angebot des öffentlichen Verkehrs für die Kundinnen und Kunden weiter ausgebaut: Mit der Einführung der neuen S-Bahn St. Gallen wurde auf den wichtigsten Linien der Halbstundentakt eingeführt. Die Fahrzeit des RE Rheintal-Express von St. Gallen nach Chur verkürzt sich seither um 12 Minuten. Auf der Linie Zürich – Chur wurde der RegioExpress eingeführt. In der Westschweiz optimierte die SBB das Angebot auf den Linien Biel – Sonceboz – Moutier und nach La Chaux-de-Fonds. Im internationalen Verkehr verbesserte die SBB das Angebot nach Österreich, auf der Nord-Süd-Achse und verstärkte die Verbindung nach München. Der Fahrplan im Nord-Süd-Verkehr wird auf Mitte 2014 stabilisiert und die Verbindungen besser in den Bahnknoten Milano eingebunden. Mitte Juni 2014 folgt die Eröffnung der Durchmesserlinie in Zürich. Parallel zu den besseren Fahrplanverbindungen erhöht die SBB mit dem Einsatz von neuem Rollmaterial den Komfort laufend.

erstellt am 04. Dezember 2013 @ 15:12 Uhr
SBB CFF FFS / Sandro Hartmeier / Peter Walter
SBB Fahrplan 2014 Folie 1 68517_01In der Ostschweiz wurde mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 das Angebot des öffentlichen Verkehrs für die Kundinnen und Kunden weiter ausgebaut: Mit der Einführung der neuen S-Bahn St. Gallen wurde auf den wichtigsten Linien der Halbstundentakt eingeführt. Die Fahrzeit des  RE Rheintal-Express  von St. Gallen nach Chur verkürzt sich seither um 12 Minuten. Auf der Linie Zürich – Chur wurde der  RegioExpress  eingeführt. In der Westschweiz optimierte die SBB das Angebot auf den Linien Biel – Sonceboz – Moutier und nach La Chaux-de-Fonds. Im internationalen Verkehr verbesserte die SBB das Angebot nach Österreich, auf der Nord-Süd-Achse und verstärkte die Verbindung nach München. Der Fahrplan im Nord-Süd-Verkehr wird auf Mitte 2014 stabilisiert und die Verbindungen besser in den Bahnknoten Milano eingebunden. Mitte Juni 2014 folgt die Eröffnung der Durchmesserlinie in Zürich. Parallel zu den besseren Fahrplanverbindungen erhöht die SBB mit dem Einsatz von neuem Rollmaterial den Komfort laufend.

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SBB Fahrplan 2014 Folie 1 68517_02Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 wurde die neue S-Bahn St. Gallen in Betrieb genommen, die offizielle Einweihung mit Bundesrätin Doris Leuthard und SBB CEO Andreas Meyer fand am 9. Dezember 2013 in St. Gallen statt. Das Streckennetz der St. Galler S-Bahn umfasst neu 23 Linien der SBB, Thurbo, SOB SÜDOSTBAHN, AB Appenzeller Bahnen und Frauenfeld-Wil-Bahn FWB. Die Kundinnen und Kunden profitieren von mehr Zugverbindungen. Auf den wichtigsten Linien im S-Bahngebiet verkehren die Züge mindestens im Halbstundentakt. Der Rheintal-Express (REX), der seit dem 9. Juni 2013 mit neuen Zügen des Typs Regio-Dosto zwischen Chur und St. Gallen verkehrt, wurde bis nach Wil (SG) verlängert. Dank dem Ausbau der Strecke verkürzte sich die Fahrzeit zwischen den beiden Kantonshauptstädten St. Gallen und Chur um bis zu 12 Minuten, da die Züge neu mit bis zu 160 km/h verkehren können. Seit Dezember 2013 bietet der  RE  REX zudem bessere Anschlüsse in Sargans nach Zürich HB und in Landquart und Chur auf das Streckennetz der Rhätischen Bahn (RhB).
Die Bahnhöfe in St. Gallen St. Fiden, Rheineck und Maienfeld werden hingegen durch den REX nicht mehr bedient. Im Gegenzug profitieren diese Orte von mehr S-Bahn-Zügen. Der REX verkehrt seit der Einführung der Regio-Dosto-Züge im Juni 2013 ohne systematische Zugbegleitung. Dank eines speziell konzipierten Sicherheitskonzepts mit Begleitung durch die Transportpolizei und weiterem Sicherheitspersonal auf Teilabschnitten konnte der hohe Sicherheitsstandard gewahrt werden. Das zuerst geplante Verpflegungsangebot kann aufgrund zu hoher Kosten für die Besteller nicht umgesetzt werden. Ein Einbau von Automaten wie beim Voralpen-Express kommt nicht in Frage, da die Regio-Dosto-Züge des REX auch auf anderen Strecken und bei der S-Bahn Zürich eingesetzt werden.
Mit dem  RegioExpress  von Zürich nach Chur
SBB Fahrplan 2014 Folie 1 68517_03Zwischen Zürich und Chur bietet die SBB den Reisenden seit Dezember 2013 neue  RegioExpress -Verbindungen mit Regio-Doppelstockzügen an. Diese ersetzen die bisherigen  InterRegio -Züge. Dank dieser Änderung halten die Züge neu in Siebnen–Wangen und in Walenstadt, der Halt in Bad Ragaz wurde aufgehoben. Zwischen Zürich und Bad Ragaz bestehen nach wie vor attraktive Verbindungen mit Umsteigen in Sargans, teilweise mit einer kürzeren Fahrzeit. Grund ist die Einführung des Halbstundentakts im Regionalverkehr (S12) von Chur nach Sargans mit raschen Anschlüssen an den  IC  nach Zürich. Ab Basel und aus Deutschland werden die Verbindungen in den Kanton Graubünden weiterhin durch die  InterCity -Züge Basel – Chur und die tägliche  EuroCity -Verbindung Hamburg – Chur sichergestellt.
SBB KISS Dosto-RV RABe 511 02X RE Bahnhof Sargans
Mit der Inbetriebnahme der ersten Etappe der Durchmesserlinie wird das Angebot für die Reisenden ab 15. Juni 2014 ebenfalls weiter ausgebaut. Realisiert werden ein S-Bahn-Halbstundentakt auf der Strecke Zürich – Zug sowie schnellere Verbindungen zwischen Zürich und Ziegelbrücke. Der GlarnerSprinter wird ab Mitte 2014 neu als S25 in die Zürcher S-Bahn integriert und verkehrt stündlich zwischen Zürich HB und Linthal. Ebenfalls ab diesem Zeitpunkt verkehren die S-Bahnlinien  S2  S8  und  S14  durch die Durchmesserlinie und halten im neuen unterirdischen Bahnhof «Löwenstrasse». Die Züge verkehren von dort aus durch den neuen Weinbergtunnel bis nach Zürich Oerlikon. Die Fahrzeit zwischen Zürich Enge und Zürich Oerlikon verkürzt sich dadurch um fünf Minuten. Auf der Linie  S8  zwischen Zürich und Winterthur erreichen die Reisenden ihr Ziel ab Mitte Juni 2014 rund vier Minuten schneller. Auch die Linie Zürich – Chur wird weiter ausgebaut: Ab dem 15. Juni 2014 verkehren zusätzliche  InterCity -Züge zwischen Zürich und Chur.
Schrittweise Optimierungen im internationalen Verkehr
Auf den sogenannten «kleinen Fahrplanwechsel» Mitte Juni 2014 entkoppelt die SBB am Gotthard den nationalen vom internationalen Verkehr. Die internationalen  EuroCity -Verbindungen ab Zürich werden zeitlich um eine halbe Stunde versetzt auf eine bessere Trasse. Diese zu finden war nicht einfach, es galt Trassenkonflikte bei der Stadtbahn Zug und der S-Bahn Milano zu lösen. Alle zwei Stunden, wenn jeweils die internationalen Züge verkehren, ergibt sich dadurch ein Halbstundentakt zwischen Zürich und Lugano. Die  EuroCity -Züge erreichen den Bahnknoten Milano Centrale künftig zur Minute xx.35 statt wie bisher xx.50, wodurch die Reisenden in Mailand die wichtigen Anschlüsse an das italienische Hochgeschwindigkeitsnetz (FRECCIA-ROSSA, -ARGENTO und -BIANCA) ab der Minute xx.00 erreichen. Um den Verkehr zu stabilisieren und die Verspätungen zu minimieren, wird die Fahrzeit um rund 20 Minuten verlängert. Dank den angepassten Umsteigezeiten in Mailand wird die Gesamtsituation für die Reisenden auf der Nord-Süd-Strecke verbessert.
Im internationalen Verkehr zwischen der Schweiz und Österreich bieten ÖBB und SBB seit dem Fahrplanwechsel neu einen durchgehenden 2-Stunden-Takt an: Das bisherige Angebot aus sechs bestehenden Railjet- und zwei  EuroNight -Zügen pro Tag und Richtung wiurde durch den zusätzlichen  EuroCity  „Transalpin“ Zürich HB – Graz komplettiert. Dieser Zug – geführt mit ÖBB-Wagen und einem SBB EC Apm [Ursprünglich hiess es immer mit SBB EC Apm Pano, im Februar 2014 gab es dann auch einzelne Einsätze.] bietet neben einer weiteren Direktverbindung nach Graz zusätzlich tagsüber die Möglichkeit des Veloselbstverlads nach Österreich. In Innsbruck besteht Anschluss an einen Railjet nach Wien.

Neu vervollständigt die SBB GmbH den Halbstundentakt zwischen Schaffhausen und Erzingen mit Halt an allen Stationen. Dieses Angebot wird in den Hauptverkehrszeiten von Montag bis Freitag zum Viertelstundentakt verdichtet. Zusätzlich profitieren die Fahrgäste von besseren Anschlussverbindungen im Bahnhof Schaffhausen sowie auf die Busse im Klettgau.
Foto von André Knoerr, Genève [© flickr, Fototak]
2013-12-19, DB/THURBO, Erzingen (Baden) (D)

Auf der Strecke Zürich – St. Gallen – München wird an den meisten Wochenenden im Jahr neu ein zusätzliches Zugpaar verkehren. Zusätzlich zum  EuroCity -Angebot auf der Schiene bieten DB und SBB neu mit dem DB IC-Bus Zürich – München (- Nürnberg) ein ergänzendes Angebot auf der Strasse an. Dank der IC-Busse kann künftig mindestens einmal alle zwei Stunden eine Abfahrt von Zürich nach München bzw. von München nach Zürich angeboten werden. Im Gegensatz zu den Zügen werden die Busse die Strecke Zürich – München ohne Halt befahren und sind damit mit einer Fahrzeit von 3 ¾ Stunden schneller als die Züge. Das Angebot wurde in das Preis- und Informationssystem von DB und SBB integriert und ist bis zum Ausbau der Strecke Lindau – München befristet. Ein Ticket für den IC-Bus ist ab CHF. 25.00 erhältlich und es werden auch alle für die Strecke gültigen Bahntickets anerkannt. Die Busse haben den Betrieb einige Tage nach dem Fahrplanwechsel aufgenommmen, der Start erfolgte am 19. Dezember 2013 [Fahrplan Zürich – München (-Nürnberg) / (Nürnberg -) München – Zürich]. An Samstagen im Winter wird der City Night Line Amsterdam/Hamburg – Zürich neu nach Chur statt nach Brig verlängert.
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Der TGV Lyria ab Bern nach Paris verkehrt seit dem Fahrplanwechsel über Basel. Aufgrund der Aufhebung der direkten Linie Neuchâtel – Pontarlier hat die SBB zusammen mit der SNCF, dem Kanton Neuchâtel und der Region Franche-Comté ein Angebot ab der Kantonshauptstadt nach Frasne mit Anschlussmöglichkeiten auf die TGV Lyria-Verbindungen ab Lausanne nach Paris entwickelt. Mit täglich drei  RegioExpress -Zügen haben die Kundinnen und Kunden aus dem Raum Neuchâtel somit ein attraktives Angebot mit einem direkten Billett und einer Sitzplatzreservation in die französische Metropole zur Verfügung.
Seit dem 29. Dezember 2013 kommen auf einigen Verbindungen zwischen Genf und Paris die neuen TGV Euroduplex-Züge zum Einsatz.
Verbesserungen im Tessin
Auch im Regionalverkehr im Tessin wurden Anpassungen am Fahrplan der S-Bahnlinie  S10  und  S20  vorgenommen. So wurde die neue Haltestelle Mendrisio San Martino in Betrieb genommen. Die Reisenden können weiterhin alle 30 Minuten in weniger als einer Stunde vom Lago Maggiore zum Lago di Lugano und umgekehrt reisen. Neu kommen in der Hauptverkehrszeit auf allen wichtigen Tessiner S-Bahn-Linien neue Domino-Züge zum Einsatz, die das veraltete Rollmaterial ersetzen.
Neue Kunden nach Einführung des Horaire Romandie
In der Westschweiz optimierte die SBB das Angebot von Biel nach Sonceboz-Sombeval – Moutier und nach La Chaux-de-Fonds mit der Einführung eines Flügelkonzepts. Die Kunden aus dem «Vallée de Tavannes» profitieren von mehr Direktverbindungen von und nach Biel. Auf dieser Strecke kommen künftig 13 Gelenktriebwagen des Typs GTW 2/8 von StadlerRail zum Einsatz, welche die SBB von der BLS übernommen hat. Die Züge wurden 2003/2004 vom damaligen Regionalverkehr Mittelland angeschafft und stiessen durch die Fusion 2006 zur BLS-Flotte. Die Fahrzeuge werden schrittweise ins SBB-Design umlackiert. Auf den Fahrplanwechsel wurden zwischen Biel und Solothurn zudem die Haltestellen Biel/Bienne Bözingenfeld/Champs-de-Boujean und Solothurn Allmend in Betrieb genommen.
Der im Dezember 2012 eingeführte Horaire Romandie ist ein voller Erfolg. Insbesondere der Halbstundentakt zwischen Genf und Lausanne wird von den Kundinnen und Kunden der Romandie als wertvoller Angebotsausbau geschätzt. Reisende profitieren seither von mehr Sitzplätzen in den neuen Doppelstockzügen. Die Strecke am Genfersee wird von immer mehr Kundinnen und Kunden genutzt, täglich sind hier rund 50‘000 Reisenden unterwegs, das entspricht einem Nachfragewachstum von mehr als 5 Prozent. Auf den Zügen Genf Flughafen – Brig kommen seit dem Fahrplanwechsel weitere 27 moderne Wagen zum Einsatz. Damit sind auf dieser Strecke 95 Prozent der  IR -Züge klimatisiert.
Kundinnen und Kunden profitieren zudem neu von der Aufhebung des Nachtzuschlags für die SBB-Züge des Regionalverkehrs in der Agglomeration Lausanne.
Weiterer Ausbau des City-Tickets und einheitlichere Gebühren
Für 42 Ortschaften in der Schweiz wurde der Ortsverkehr bereits vor dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 mit dem Angebot „City-Ticket“ in den Direkten Verkehr integriert. Die öV-Branche hat beschlossen, das Angebot „City-Ticket“ weiter auszubauen und zu optimieren. Das bereits bestehende Angebot mit über 40 Städten mit einer City-Ticket-Option wurde per Fahrplanwechsel um über 30 weitere Städte ausgebaut. Damit trägt die Branche den Bedürfnissen der Fahrgäste sowie dem Personenbeförderungsgesetz Rechnung. Die Umsetzung erfolgte gleichzeitig mit dem Fahrplanwechsel.
Kundenfreundlich, einfach und berechenbar
Die SBB hat gemeinsam mit den Partnern des öffentlichen Verkehrs – den 248 konzessionierten Transportunternehmen – im laufenden Jahr die Regeln und Tarife auf mögliche Kundenfallen geprüft und rasch Anpassungen vorgenommen. So wurde beispielsweise die Zahl der „Via-Möglichkeiten“ stark verringert und das Perronbillett eingeführt, das es erlaubt, auch kurz vor Abfahrt noch einen Fahrausweis zu lösen. Im Rahmen dieser Bemühungen hat die SBB gemeinsam mit der öV-Branche entschieden, dass persönliche Abonnemente grundsätzlich auch nachträglich vorgezeigt werden können, so beispielsweise auch das Gleis 7. Dieser Service kostet weiterhin 5 Franken.
SBB Cargo: Keine Einsätze mit Ae 6/6 (610) geplant
Am 13. Dezember 2013 standen noch 7 Ae 6/6 bei SBB Cargo im Einsatz. Nach dem Ende der Zuckerrübenverkehre 2013 am selben Tag wurden in der Nacht auf Samstag (14.12.2013) fast alle bis dahin noch eingesetzten Loks in Däniken RB remisiert. SBB Cargo hat im Fahrplan 2014 für die Ae 6/6-Lokomotiven keine Leistungen mehr verplant und verkündete auch offiziell das Einsatzende der Maschinen.
Fotos der am 24.12.2013 in Däniken RB abgestellten Ae 6/6 11430, 610 420, 11455, 11470, 11440, 11465, 11513, 610 496, 11501 und 11517 von André Knoerr, Genève [© flickr, Fototak]
2013-12-24, CFF, Däniken
2013-12-24, CFF, Däniken
2013-12-24, CFF, Däniken
2013-12-24, CFF, Däniken, Ae 610 496
2013-12-24, CFF, Däniken, Ae 6/6 11501

Trotzdem gab es ab dem 16. Dezember 2013 noch ganz vereinzelte Einsätze mit Ae 6/6-Lokomotiven bei SBB Cargo:

Weiter standen 11501, 11517 und 610 496 im Einsatz, wobei letztere wegen einem Defekt wieder abgestellt werden musste.

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