Internationales VAP-Forum Güterwagen in Zürich: Transport von Gefahrgütern zurück auf die Strasse

Über 120 Vertreter der verladenden Wirtschaft, der Politik und der Behörden aus ganz Europa liessen sich am 13. Mai 2014 in Zürich von hochkarätigen Referenten aus sechs europäischen Ländern über aktuelle Fragen des Güterverkehrs auf der Schiene informieren. Auch der Güterverkehr auf der Schiene ist heute international. Dabei sind Gefahrguttransporte auf der Schiene grundsätzlich notwendig und sicher. Doch sei seit dem Unglück von Viareggio eine Verlagerung des Transportes von Gefahrgütern von der Schiene zurück auf die Strasse in vollem Gange, lautete einer der Kernbotschaften an der internationalen Tagung des VAP Verband der verladenden Wirtschaft. Der Einzelwagenverkehr sei flexibel und engmaschig und somit die richtige Antwort auf die Anforderungen des italienischen Marktes, der durch viele Transportkunden mit relativ kleinen Mengen gekennzeichnet ist. Allerdings werde mit Sorge betrachtet, dass die privaten Eisenbahnverkehrsunternehmungen (EVU) nicht nur gegen Dumpingpreise und staatliche Unterstützung des LKW ankämpfen müssten, sondern auch über 350 private Anschlussgleise und Terminals in den letzten 3 Jahren geschlossen worden seien. Darüber hinaus habe der italienische Infrastrukturbetreiber (RFI) im Jahr 2013 entschieden, Rangierservices nicht mehr anzubieten. Die privaten EVUs antworteten auf diese Schlechterstellung des Schienengüterverkehrs mit innovativen Lösungen, vor allem mit der Etablierung von eigenen „Railports“ und der verbesserten Transportinformationen für den Kunden.

VAP Verband der verladenden Wirtschaft
Über 120 Vertreter der verladenden Wirtschaft, der Politik und der Behörden aus ganz Europa liessen sich am 13. Mai 2014 in Zürich von hochkarätigen Referenten aus sechs europäischen Ländern über aktuelle Fragen des Güterverkehrs auf der Schiene informieren. Auch der Güterverkehr auf der Schiene ist heute international. Dabei sind Gefahrguttransporte auf der Schiene grundsätzlich notwendig und sicher. Doch sei seit dem Unglück von Viareggio eine Verlagerung des Transportes von Gefahrgütern von der Schiene zurück auf die Strasse in vollem Gange, lautete einer der Kernbotschaften an der internationalen Tagung des VAP Verband der verladenden Wirtschaft. Der Einzelwagenverkehr sei flexibel und engmaschig und somit die richtige Antwort auf die Anforderungen des italienischen Marktes, der durch viele Transportkunden mit relativ kleinen Mengen gekennzeichnet ist. Allerdings werde mit Sorge betrachtet, dass die privaten Eisenbahnverkehrsunternehmungen (EVU) nicht nur gegen Dumpingpreise und staatliche Unterstützung des LKW ankämpfen müssten, sondern auch über 350 private Anschlussgleise und Terminals in den letzten 3 Jahren geschlossen worden seien. Darüber hinaus habe der italienische Infrastrukturbetreiber (RFI) im Jahr 2013 entschieden, Rangierservices nicht mehr anzubieten. Die privaten EVUs antworteten auf diese Schlechterstellung des Schienengüterverkehrs mit innovativen Lösungen, vor allem mit der Etablierung von eigenen „Railports“ und der verbesserten Transportinformationen für den Kunden.
Weitere Kernbotschaften an der internationalen Tagung betrafen die Zukunft des Europäischen Einzelwagenverkehrs (EWLV). Hier gebe es die Xrail-Allianz bestehen aus 7 „ex-Staatsbahn-EVUs“, die zur Zeit 450 Verbindungen in 10 europaweiten Netzwerken bediene. 2014 erfolge die Erweiterung nach Norditalien. Im Rahmen einer „Kapazitätsmanagement-Initiative“, soll ein nachhaltiges Modell für den EWLV entwickelt und somit die heutige Abwärtsspirale durch das Angebot eines deutlich attraktiveren Produktes gestoppt werden. Im zweiten Teil der internationalen Tagung wurden verschiedene Initiativen hinsichtlich „Innovationen“ vorgestellt – ihnen gemeinsam ist, die Entwicklung zukünftiger Güterwagen besser an den Marktbedürfnissen auszurichten. Nach der Vorstellung der europäischen Vorhaben „Shift2Rail“, „ViWas“ und „TIS 5L“ wurde im Abschlussreferat die Frage diskutiert, ob und inwieweit „Europa“ aus den Erfahrungen des selbstverwalteten US-amerikanischen Sektors profitieren könne. So sollte z.B. eine verbesserte Zusammenarbeit der verschiedenen Verbände und Interessengruppierungen auf europäischer und nationaler Ebene in Erwägung gezogen werden.

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