ZVV-Geschäftsjahr 2013: 612 Millionen Fahrgäste

Die Fahrgastzahlen im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) steigen weiter. 2013 beförderten die Verkehrsunternehmen insgesamt 612 Millionen Fahrgäste. Das sind 7 Millionen mehr als im Vorjahr. Das finanzielle Ergebnis für das Geschäftsjahr 2013 fällt ebenfalls positiv aus: Der Ertrag konnte gesteigert, das Defizit reduziert werden. Auffallend ist die Entwicklung im Ticketverkauf: Immer mehr Fahrgäste lösen Tickets in Selbstbedienung, insbesondere über mobile Geräte wie Smartphones.

erstellt am 01. Juli 2014 @ 10:13 Uhr
Zürcher Verkehrsverbund
ZVV 2013Die Fahrgastzahlen im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) steigen weiter. 2013 beförderten die Verkehrsunternehmen insgesamt 612 Millionen Fahrgäste. Das sind 7 Millionen mehr als im Vorjahr. Das finanzielle Ergebnis für das Geschäftsjahr 2013 fällt ebenfalls positiv aus: Der Ertrag konnte gesteigert, das Defizit reduziert werden. Auffallend ist die Entwicklung im Ticketverkauf: Immer mehr Fahrgäste lösen Tickets in Selbstbedienung, insbesondere über mobile Geräte wie Smartphones.

Die Rechnung 2013 des ZVV schliesst besser ab als erwartet. Der Ertrag stieg um 4 Prozent auf 611,7 Millionen Franken. Ursachen hierfür waren die steigende Nachfrage sowie eine Tarifanpassung, die zusammen zu einem höheren Verkaufserlös führten. Gleichzeitig kam der Aufwand tiefer zu liegen als geplant. Deshalb reduzierte sich das Defizit 2013 gegenüber dem Vorjahr um 14 Millionen Franken und liegt mit 351,4 Millionen Franken unter dem budgetierten Wert. Als Folge davon stieg der Kostendeckungsgrad im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozentpunkte auf 63,5 Prozent.

Fahrgastzahlen: tagsüber steigend, nachts stabil
Im letzten Jahr transportierten die öffentlichen Verkehrsmittel im ZVV 612 Millionen Fahrgäste. Das sind 1,2 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Regionalbuslinien im ZVV legten dabei am stärksten zu: Sie verbuchten im Jahr 2013 einen Zuwachs von 3,3 Prozent. Die Zürcher S-Bahn benutzten im letzten Jahr rund 175 Millionen Personen. Das sind 2,5 Millionen mehr als 2012. Die Fahrgastzahlen auf dem ZVV-Nachtnetz blieben stabil: Im Durchschnitt wurden 14 350 Personen pro Nacht befördert. Nachtschwärmer profitieren seit letztem Dezember von der neuen Nacht-S-Bahn-Linie  SN6  ins Furttal.

Ticketverkauf: Immer mehr Selbstbedienung
Die Fahrgäste kauften 2013 drei Viertel aller ZVV-Tickets über einen Selbstbedienungskanal (Automat, Webseite oder Smartphone). Der Anteil des selbstbedienten Verkaufs am Ticketumsatz beträgt bereits mehr als die Hälfte. Eine hohe Zuwachsrate von 35 Prozent wurde insbesondere bei den mobilen Tickets verzeichnet, die per Smartphone oder Tablet gekauft werden können. Die Bedeutung dieser Kanäle wird in den nächsten Jahren noch steigen. Der ZVV investiert deshalb in die elektronischen Vertriebskanäle.

Nachtzuschlag-Geschäftsjahr 2013

Der Einheitsnachtzuschlag der Metropolitanregion Zürich wird rege genutzt. Im Geschäftsjahr 2013 wurden gut 1,8 Millionen Nachtzuschläge verkauft. Der Ertrag liegt bei rund 9,2 Millionen Franken.

Der Einheits-Nachtzuschlag für ZVV, A-Welle, Flextax, OSTWIND, Tarifverbund Zug, Tarifverbund Schwyz, Z-Pass sowie die Nachtzüge Zürich – Luzern und Schaffhausen – Singen verzeichnete im Geschäftsjahr 2013 wiederum mehr Fahrgäste als im Vorjahr. Gesamthaft wurden gut 1,8 Millionen Nachtzuschläge verkauft. Der Verkehrsertrag stieg auf rund 9,2 Millionen Franken an. Der Einheits-Nachtzuschlag kostet 5 Franken und berechtigt zusammen mit einem gültigen Ticket zur Benützung des Nachtnetz-Angebots.

Die Ertragszahlen 2013 lassen sich nicht mit jenen des Vorjahres vergleichen: Zum ersten Mal flossen dieses Jahr die «ZKB Nachtschwärmer»-Erträge in die Rechnung des Einheits-Nachtzuschlages ein. Seit Dezember 2012 ist der Nachtschwärmer der Zürcher Kantonalbank auf dem gesamten Nachtnetz-Angebot gültig. Davor konnte er nur im ZVV-Gebiet eingesetzt werden. Dementsprechend ist sowohl der Absatz als auch der Umsatz im Jahr 2013 bedeutend höher als im Vorjahr. Der Nachtschwärmer ist ein Gratis-Nachtzuschlag, den die Zürcher Kantonalbank den Inhaberinnen und Inhabern ihrer Jugendkontopakete offeriert. Das Nachtnetz wird seit Beginn von der Zürcher Kantonalbank unterstützt.

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