SBB DTZ der S7 in Stäfa mit Bauzug kollidiert

Am Mittwochabend (21.8.2013), gegen 22:50 Uhr, ereignete sich kurz nach der langsamen Abfahrt des SBB DTZ RABe 514 024 der S7 88791 Stäfa – Rapperswil von Gleis 3 im Bahnhof Stäfa eine seitliche Streifkollision mit einer rangierenden Komposition des SBB Baudienstes mit Rollmaterial der Firma Vanoli. Es waren keine Verletzten zu verzeichnen. Alle Reisenden konnten den Zug verlassen. An den beiden Zügen entstand erheblicher Sachschaden. Die Strecke war bis am Donnerstagmorgen um 05.30 Uhr unterbrochen.

erstellt am 22. August 2013 @ 08:30 Uhr
Von: Sandro Hartmeier / SBB CFF FFS / Kapo ZH
SBB DTZ RABe 514 024 nach Kollision SBB Baudienst Wagen Firma Vanoli Staefa 64200_01Am Mittwochabend (21.8.2013), gegen 22:50 Uhr, ereignete sich kurz nach der langsamen Abfahrt des SBB DTZ RABe 514 024 der  S7  88791 Stäfa – Rapperswil von Gleis 3 im Bahnhof Stäfa eine seitliche Streifkollision mit einer rangierenden Komposition des SBB Baudienstes mit Rollmaterial der Firma Vanoli. Es waren keine Verletzten zu verzeichnen. Alle Reisenden konnten den Zug verlassen. An den beiden Zügen entstand erheblicher Sachschaden. Die Strecke war bis am Donnerstagmorgen um 05.30 Uhr unterbrochen.

Bei der Weiche 18 im Bahnhof Stäfa [siehe Karte] kam es am 21. August 2013 zu einer Flankenfahrt zwischen der ausfahrenden S-Bahn Richtung Rapperswil und dem für Aushubarbeiten im Einsatz stehenden Bauzug, dabei entgleiste das führende Drehgestell des SBB DTZ, es kam auf dem Trassee zu Stillstand. Als Folge davon war die Strecke Uetikon – Stäfa – Uerikon von Mittwochabend um 22.40 Uhr bis am Donnerstagmorgen gegen 05.30 Uhr total unterbrochen. Wobei die Strecke Uetikon – Stäfa wegen Bauarbeiten ohnehin unterbrochen war. Aufgrund der Bauarbeiten verkehrte die  S7  in Stäfa ab Gleis 3 und nicht wie üblich ab Gleis 4. Auf der Weichenverbindung mit der Weiche 18 hätte die S-Bahn wieder auf das reguläre Streckengleis (Linksverkehr) fahren sollen.

Es waren keine Verletzten zu verzeichnen. Die rund 100 Passagiere konnten den Zug in Stäfa verlassen und weiterreisen. Während des Unterbruchs wurde die  S7  auf der Strecke zwischen Uetikon und Uerikon durch Busse ersetzt. Es wurden die zwischen Uetikon und Stäfa wegen Bauarbeiten schon verkehrenden Bahnersatzbusse bis Uerikon verlängert. Die genaue Unfallursache wurde durch die SUST abgeklärt. An beiden Zugskompositionen entstand erheblicher Sachschaden, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte.

Update Ursachen die zum Unfall führten
SBB DTZ RABe 514 024 Kollision SBB Baudienst Wagen Vanoli Staefa 64200_02Die Flankenfahrt ist darauf zurückzuführen, dass zunächst die Zustimmung des Fahrdienstleiters für die Rangierbewegung von Gleis 4 nach Gleis 54 über Weiche 18 erteilt und kurz darauf die Ausfahrt für den Zug 88791 über dieselbe Weiche gestellt wurde [SUST Schlussbericht].

Die folgenden Faktoren haben Voraussetzungen für den Unfall geschaffen oder deren Entstehung begünstigt:

  • Die Weiche 18 wurde für die Rangierfahrt ab Gleis 4 nicht mit dem „Weicheneinzelverschluss“ gesichert.
  • Die Gespräche, die der Fahrdienstleiter kurz nach der Zustimmung für den Fahrweg der Rangierbewegung mit dem Buschauffeur und dem Bahnmitarbeiter führte, haben den Fahrdienstleiter belastet und kurzzeitig abgelenkt.

Ab 05.30 Uhr verlief der Betrieb der  S7  auf der Strecke zwischen Winterthur und Rapperswil wieder ohne Einschränkungen. Die SBB entschuldigte sich bei allen betroffenen Kundinnen und Kunden für die Verspätungen und Unannehmlichkeiten als Folge dieses Ereignisses in Stäfa.

Nebst der Kantonspolizei Zürich standen die Transportpolizei, die Gemeindepolizei Stäfa, ein Sachverständiger der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (SUST) sowie Spezialisten der SBB im Einsatz.

Karte
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