SBB Cargo taufte die 30. Hybridlok Eem 923 030 „Chestenberg“ in Lupfig

SBB Cargo hat am 27. Februar 2014 die 30. Hybridlok des Typs Eem 923 getauft. Somit sind alle 30 bestellten Hybridlokomotiven pünktlich an SBB Cargo ausgeliefert und erfolgreich in den Betrieb eingeführt worden. Die neue Lok ermöglicht einen ökonomischeren und ökologischeren Wagenladungsverkehr. Als modernste Lokomotive auf dem Markt kommt sie sowohl auf den Strecken wie auch im Rangierbetrieb zum Einsatz.

erstellt am 27. Februar 2014 @ 16:03 Uhr
SBB CFF FFS Cargo / Sandro Hartmeier / PROSE
SBB Cargo taufte 30. Hybridlok Eem 923 030 Chestenberg LupfigSBB Cargo hat am 27. Februar 2014 die 30. Hybridlok des Typs Eem 923 getauft. Somit sind alle 30 bestellten Hybridlokomotiven pünktlich an SBB Cargo ausgeliefert und erfolgreich in den Betrieb eingeführt worden. Die neue Lok ermöglicht einen ökonomischeren und ökologischeren Wagenladungsverkehr. Als modernste Lokomotive auf dem Markt kommt sie sowohl auf den Strecken wie auch im Rangierbetrieb zum Einsatz.

«Das Team Lupfig hat alle 30 Fahrzeuge jeweils 3 Wochen im operativen Betrieb getestet. Umso mehr darf es sich nun darauf freuen, ihre eigene Hybridlok in Betrieb zu nehmen», sagte Nicolas Perrin, CEO SBB Cargo in Lupfig. Zusammen mit Richard Plüss, dem Gemeindeammann von Lupfig, taufte er die Hybridlok Eem 923 030 auf den Namen «Chestenberg». Somit sind alle 30 bestellten Fahrzeuge der Stadler Winterthur AG bis Ende 2013 erfolgreich an SBB Cargo ausgeliefert worden. Das gesamte Auftragsvolumen betrug 88 Millionen Franken, inklusive Ersatzteilpaket.

Mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit
Mit der neuen Hybridlok lassen sich die Bedürfnisse der Kunden optimal bedienen. Denn die Eem 923 verbindet Effizienz und Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit. Dank der Neubeschaffung kann SBB Cargo die Fahrzeugvielfalt weiter reduzieren, was einen ökonomischeren Betrieb und Unterhalt der gesamten Flotte ermöglicht.

Die neue Hybridlok wird auch den ökologischen Ansprüchen von SBB Cargo gerecht: Dank der hohen Leistung von 1500 Kilowatt eignet sie sich sowohl für den Strecken- als auch für den Rangierbetrieb. Damit gewinnt SBB Cargo in der Produktion an Flexibilität. Die Lokführer können rasch zwischen Elektro- und Diesel-Hilfsantrieb umschalten. Das spart Zeit und Kosten, da keine aufwändigen Lokwechsel mehr notwendig sind, um die nicht elektrifizierten Anschlussgleise der letzten Meile zu befahren. Auch die Betriebs- und Unterhaltskosten der Hybridlok liegen merklich unter jenen der alten Rangierflotte. Gleichzeitig erwartet SBB Cargo eine deutlich höhere Fahrzeugverfügbarkeit.

Die Hybridlok Eem 923 wird voraussichtlich zu über 90 Prozent elektrisch verkehren. Nur auf den Anschlussgleisen ohne Fahrleitung kommt der Diesel-Hilfsmotor zum Zug. Dadurch kann SBB Cargo im Vergleich zu heute eine jährliche CO2-Reduktion von mehr als 4000 Tonnen bewirken. SBB Cargo hat sich bewusst für ein zukunftsweisendes Fahrzeug entschieden, das nachhaltige ökonomische und ökologische Vorteile verbindet.

Namensgebung: Regionale Hausberge als Symbol für Nachhaltigkeit
Nicht nur mit der Hybridlok selber, auch bei der Namensgebung beschreitet SBB Cargo neue Wege: Da die Loks an regionalen Standorten im Einsatz sind, erhalten sie die Namen örtlicher Hausberge. Sie symbolisieren die nachhaltige, regionale und ökologische Verankerung. Den Namen wählt das jeweilige Cargo-Produktionsteam vor Ort aus. In Lupfig entschied sich das Team unter der Leitung von Jens Seifert für den «Chestenberg».
Fahrdrahtanhubmessungen für die STADLER Rangierlokomotive Eem 923

Im Auftrag von Stadler Winterthur AG führte die akkreditierte Prüfstelle der PROSE AG Fahrdrahtanhubmessungen an der Rangierlokomotive Eem 923 in Selzach SO, Schweiz, durch.

Um für die Rangierlokomotiven in Vierfachtraktion bei einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h die technische Netzzugangsbewilligung für das Netz der SBB Infrastruktur zu erhalten, wurden Fahrdrahtanhubmessungen erforderlich. Mit dem Ziel den Anhub zu minimieren, erfolgten zuerst Messungen zur aerodynamischen Optimierung des mit Windleitblechen ausgerüsteten Stromabnehmers. Danach folgten die Validierungsfahrten für die Netzzugangsbewilligung.

Für die Messungen wurden die Fahrzeuge gleichgerichtet in die Vierfachtraktion eingereiht. Es erfolgen Fahrten in zwei Konfigurationen, ungewendete – und gewendete Komposition. Dadurch wurde sichergestellt, dass der Anhub im Knie- und Spiessgang gemessen wird.

Dank der optimalen Zusammenarbeit mit dem Kunden und der guten Vorbereitung konnten alle Messfahrten innerhalb von zwei Tagen durchgeführt werden.

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Autor: Redaktion

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