Weltpremiere im Bahncatering: SBB und Starbucks lancieren erstes Coffee House auf Schienen

Die SBB und Starbucks stellten am 14. November 2013 gemeinsam den weltweit ersten Starbucks auf Schienen vor. Im Rahmen eines Pilotprojekts der SBB können Kundinnen und Kunden seit 21. November 2013 ihre Reise in einem doppelstöckigen Coffee House geniessen. Die SBB investiert laufend in Innovationen im Bahncatering, um das Bahnfahren noch attraktiver zu gestalten.

erstellt am 14. November 2013 @ 13:13 Uhr
SBB CFF FFS / Starbucks / Sandro Hartmeier
Weltpremiere Bahncatering SBB Starbucks Coffee House IC2000Die SBB und Starbucks stellten am 14. November 2013 gemeinsam den weltweit ersten Starbucks auf Schienen vor. Im Rahmen eines Pilotprojekts der SBB können Kundinnen und Kunden seit 21. November 2013 ihre Reise in einem doppelstöckigen Coffee House geniessen. Die SBB investiert laufend in Innovationen im Bahncatering, um das Bahnfahren noch attraktiver zu gestalten.

Der umgebaute SBB IC2000-Speisewagen WRB 50 85 88-94 005 verkehrt seit 21. November 2013 zwei Mal täglich auf der Strecke Genève/Fribourg-St. Gallen und zurück. Es ist der weltweit erste Zug mit einem Starbucks-Café. Im Untergeschoss bietet das Take-Away eine rasche Verpflegung, im oberen Stock erwartet die Besucher ein bedientes Café. Den Fahrgästen steht das bekannte Starbucks-Sortiment wie in den sonstigen Filialen mit verschiedenen Heiss- und Kaltgetränken zur Auswahl sowie die typische Patisserie und ein speziell kreiertes Verpflegungsangebot mit Sandwiches und warmen Gerichten von elvetino. Gäste des Take-Away erhalten die Produkte in Wegwerfgeschirr, sonst kommt richtiges Geschirr zum Einsatz.

Das Design wurde partnerschaftlich von SBB und Starbucks entwickelt, um das Starbucks-Erlebnis in einen Doppelstockzug zu bringen. «Die grösste Herausforderung dabei war, die Sicherheitsstandards der SBB mit den charakteristischen Design Elementen von Starbucks zu vereinen und so eine authentische Atmosphäre zu gestalten. Die so entstandene Inneneinrichtung mit viel echtem Holz und Leder wirkt hochwertig und durchaus gelungen. Interessanterweise sind die drehbaren Stühle an den 2er-Sitzplätzen nicht am Boden befestigt und frei im Raum bewegbar. Weiter läuft in den Starbucks-Wagen leise Hintergrundmusik. Ich freue mich, dass wir diese gemeistert haben» meint Liz Muller, Creative Director Starbucks Global Design. Wenn die Wagen nicht mit Personal besetzt, aber für Reisende geöffnet sind, können die Theken verschlossen werden.

Investition in Innovationen
Weltpremiere Bahncatering SBB Starbucks Coffee House IC2000
Um das Bahnfahren noch attraktiver zu machen, investiert die SBB laufend in die Restauration auf ihren Fernverkehrszügen. Das Cateringkonzept umfasst unter anderem die bereits erfolgte Renovation von 18 einstöckigen Speisewagen, die Zusammenarbeit mit der Schweizer Kochnationalmannschaft, die Einführung eines 1.-Klasse-Stewards auf den  EuroCity -Linien, das Take-Away-Angebot auf den  IC -,  EC – und  ICN -Zügen sowie das Pilotprojekt mit Starbucks.

Neben der Restauration der SBB-Züge wird das SBB-Tochterunternehmen elvetino, welches eng in das Projekt eingebunden ist, neu auch für den Betrieb der Starbucks-Wagen zuständig sein. Neben dem Restaurantwagen wird im Zug auch eine Starbucks-Minibar zirkulieren, welche für die Kaffeemaschine über Akkus der neuesten Generation verfügt. An der Minibar werden auch alkoholische Getränke erhältlich sein, im Café hingegen gab es – wie bei Starbucks üblich – in einer ersten Phase keinen Alkohol. Ab 5. Februar 2014 wurde dann auch im Café eine erweiterte Getränkeauswahl inklusive Alkohol eingeführt. Für den Betrieb der zwei Wagen wurden 28 Personen ausgebildet. Die meisten sind dafür neu angestellt worden, nur einige wenige waren zuvor schon bei elvetino beschäftigt.

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Das Ziel der Partnerschaft mit Starbucks ist, das bestehende Verpflegungsangebot zu ergänzen und damit die Attraktivität vom Bahnfahren zu steigern.

Jeannine Pilloud, Leiterin von SBB Personenverkehr, freut sich über die gelungene Realisierung des Projekts: «Die grosse Auswahl der Getränke bietet für jeden etwas, ob Kaffeeliebhaber oder nicht. Auch die hohen Qualitätsstandards von Starbucks und die Beliebtheit in der Schweiz sprachen für eine Zusammenarbeit. Starbucks an Bord der SBB soll zu einem Ort werden, an dem sich unsere Fahrgäste wohl fühlen und entspannen können – wie zuhause».

Und weiter:

«Das Projekt mit Starbucks erlaubt es uns, ein viel breiteres Publikum anzusprechen. Im Starbucks-Speisewagen sind auch jüngere Kundinnen und Kunden anzutreffen», freut sich Jeannine Pilloud. «Es geht nicht darum, all unsere Speisewagen umzurüsten. Vielmehr wollen wir unser Angebot zukünftig noch konsequenter auf die unterschiedlichen Bedürfnissen unserer Fahrgäste ausrichten. Dazu müssen wir innovativ sein und den Mut haben, neue Ideen direkt am Markt zu testen. Nur so können wir im harten Wettbewerb bestehen», so Pilloud.

Unterwegs zuhause
Weltpremiere Bahncatering SBB Starbucks Coffee House IC2000
Die Schweiz und Starbucks verbindet eine besondere Beziehung: So wurde in Zürich (2001, Central) der erste Starbucks in Kontinentaleuropa eröffnet, weltweit beziehen alle Filialen den Kaffee über Lausanne und die Kaffeemaschinen sind vom Zentralschweizer Hersteller «Thermoplan». Damit ist die Schweiz auch das erste Land, in dem Starbucks mit einem entsprechenden Angebot für die Bahnreisenden präsent ist – eine Weltpremiere.

Am 9. Mai 2014 folgte mit dem WRB 50 85 88-94 003 noch ein zweiter Wagen. Das Pilotprojekt dauert noch bis Anfang 2015, mit der anschliessenden Auswertung entscheidet die SBB, ob und wie das Angebot weitergeführt wird.

Erste Bilanz positiv
Als Betreiberin verzeichnete die elvetino AG bisher eine gute Auslastung des Starbucks-Wagens, die Umsätze sind steigend. Was viele Kundinnen und Kunden oftmals überrascht: Der Starbucks auf Schienen ist auch ein Restaurant, in dem warme Speisen wie Chili con Carne, Penne al Pesto oder eine Tom-Ka-Gai-Suppe konsumiert werden können. Im Februar ergänzte die SBB auf Kundenwunsch das Angebot mit alkoholischen Getränken, seither können die Fahrgäste auch im Starbucks-Wagen einen Tessiner Merlot, einen Waadtländer Féchy oder ein Ittinger Bier geniessen. Auch Espresso und Café Crème werden nun in Porzellantassen serviert, anfänglich wurden Pappbecher verwendet. Weitere Anpassungen werden in der Testphase des Konzepts laufend geprüft.

Öffentliche Besichtigung des Wagens
Am 15. November 2013, von 14 und 16 Uhr, konnte der Wagen im Hauptbahnhof Zürich besichtigt werden. Weitere Besichtigungen gab es auch in Bern (18.11.2013, 14 – 16 Uhr) und Genf (19.11.2013, 14 – 16 Uhr).

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Autor: Redaktion

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