Jubiläumsfeierlichkeiten 125 Jahre Bahnlinie St.Gallen – Gais

Am Sonntag, 28. September 2014 feierten die Appenzeller Bahnen das 125-jährige Bestehen der Bahnlinie St.Gallen – Gais. In Gais und im AB Bahnhof in St.Gallen standen zahlreiche Attraktionen bereit. Zwischen St.Gallen und Gais verkehrte der Nostalgiezug „Föfi“.

erstellt am 02. Oktober 2014 @ 08:36 Uhr
Appenzeller Bahnen
125 Jahre Bahnlinie St.Gallen GaisAm Sonntag, 28. September 2014 feierten die Appenzeller Bahnen das 125-jährige Bestehen der Bahnlinie St.Gallen – Gais. In Gais und im AB Bahnhof in St.Gallen standen zahlreiche Attraktionen bereit. Zwischen St.Gallen und Gais verkehrte der Nostalgiezug „Föfi“.

Seit 125 Jahren verbinden die Appenzeller Bahnen die Stadt St.Gallen mit dem Appenzellerland. Am 1. Oktober 1889 wurde die Strecke St.Gallen – Gais durch die damalige Appenzeller-Strassenbahn-Gesellschaft feierlich eröffnet. Im Jahre 1904 wurde die Linie bis nach Appenzell ausgebaut. Das Jubiläumsfest fand am Sonntag, 28. September 2014 in Gais und St.Gallen von 10.00–17.00 Uhr statt.

Attraktionen und Jubiläumsansprachen in der Werkstatt in Gais
In Gais boten die Appenzeller Bahnen zum Jubiläumsfest der Bahnlinie diverse Attraktionen. Eine Führung durch die Werkstätte in Gais verschaffte den Besuchern einen Blick in die Instandhaltung der Fahrzeuge. Für Kinder boten die Appenzeller Bahnen einmalige Führerstandsfahrten. Der Museumsverein Appenzeller Bahnen sowie der Dampflokiverein waren am Jubiläum mit eigenen Präsentationen anzutreffen. Der Verein AG2 – historische Appenzeller Bahnen, zeigte Restaurationsarbeiten am Salonwagen, der ehemaligen Bahnlinie St.Gallen – Gais. Um die aufwändigen Restaurationsarbeiten zu finanzieren und die Innenausrüstung des Salonwagens original getreu nachzubauen, konnten Bahnfreunde gegen ein entsprechendes Sponsoring einen eigenen Sitzplatz erwerben und sich auf einer Messingtafel eintragen lassen.

Gratulationen durfte die AB in den offiziellen Jubiläumsansprachen ab 13.15 Uhr in der Werkstatt in Gais entgegennehmen. Neben der Verwaltungsratspräsidentin, Dr. Anita Dörler, und Ständerat, Dr. Hans Altherr richteten auch der Gemeindepräsident von Gais, Ernst Koller und Stadtpräsident, Thomas Scheitlin einige Grussworte an die Festbesucherinnen und Besucher.

„AB färben“
Zwischen 10.00 und 11.00 Uhr hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, einen persönlichen Gegenstand, der nicht grösser als 60 cm sein sollte, im Original AB-Rot einfärben zu lassen. So konnten beispielsweise alte Telefone, ihre iPad Hülle oder Blumenvasen im Rot der Appenzeller Bahnen ein neues Design erhalten.

Einblick in die Steuerung der Appenzeller Bahnen in St.Gallen
Im Bahnhof St.Gallen war eine Besichtigung der Betriebszentrale der Appenzeller Bahnen möglich. Aus der Betriebszentrale werden alle Signale und Weichen der AB gesteuert. Die Überwachung des gesamten Zugverkehrs der AB ist dort stationiert. Auch die Einteilung der Lokführer und die Erstellung der Fahrpläne erfolgt in St.Gallen.

Fakten Bahnlinie St.Gallen – Gais

Gründung der Bahnlinie
Am 1. Oktober 1889 wurde die Bahnlinie St.Gallen – Gais als damalige Appenzeller-Strassenbahn-Gesellschaft eröffnet. Die finanziellen Schwierigkeiten, um die Bahnlinie zu eröffnen, führten zum Studium zahlreicher Varianten. Dank der Unterstützung der beiden Gründer Daniel Wirth-Sand (Direktor bei Vereinigte Schweizer Bahnen) und dem gebürtigen Sachsen Adolph Klose geling es, die Bahnlinie zu erschaffen.

Der erste Fahrzeugpark der Appenzeller-Strassenbahn-Gesellschaft bestand aus vier Personenwagen der 2. Klasse, zwei Personenwagen mit 2. und 3. Klasse kombiniert, sieben Personenwagen mit 3. Klasse, acht offene Güterwagen und acht gedeckte Güterwagen. Gebaut wurden alle Wagen damals in der VSP-Werkstätte in Chur.

Ausbau
Im Jahre 1904 wurde die Bahnlinie bis nach Appenzell ausgebaut, zu heutigen Linie St.Gallen-Gais-Appenzell (SGA) der Appenzeller Bahnen.

Spitzenleistungen
Die Bahnlinie besteht zum grossen Teil als Strassenbahn entlang der Landstrasse, ausgenommen den letzten Kilometern zwischen der Haltestelle Hirschberg und Appenzell, in welchem das Sittertal auf dem mit 299 m bis 2010 längsten Schmalspurbahn-Viadukt der Schweiz überquert wird.

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Autor: Redaktion

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