Biel–Seeland–Grenchen–Berner Jura: Einführung des integralen Tarifverbunds Libero

Benutzerinnen und Benutzer des öffentlichen Verkehrs in den Regionen Biel und Grenchen sowie im Berner Jura profitieren künftig von einem einfacheren Tarifsystem. Auf den Fahrplanwechsel tritt an die Stelle des ABO zigzag der Libero-Tarifverbund.

Libero Geschäftsstelle
myliberoBenutzerinnen und Benutzer des öffentlichen Verkehrs in den Regionen Biel und Grenchen sowie im Berner Jura profitieren künftig von einem einfacheren Tarifsystem. Auf den Fahrplanwechsel tritt an die Stelle des ABO zigzag der Libero-Tarifverbund.

Ab dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2014 gibt es auch in der Region Biel und dem Seeland, in der Region Grenchen sowie im Berner Jura einen integralen Tarifverbund. Das Reisen mit Bahn, Bus und Seilbahn wird damit einfacher. Wo früher für eine Strecke mit mehreren Verkehrsmitteln auch mehrere Billette gelöst werden mussten, reicht künftig ein Fahrausweis.

Ausdehnung des Libero-Gebietes
Konkret wird das bestehende Gebiet des Libero-Tarifverbunds ab Mitte Dezember Richtung Biel, Grenchen und Berner Jura ausgedehnt. Der Aboverbund «ABO zigzag» für Biel und Umgebung wird aufgelöst. Im neuen, integralen Tarifverbund gibt es nebst den Abonnementen künftig auch Einzelbillette, die nach dem Prinzip von Raum und Zeit funktionieren. Fahrgäste kaufen ihre Fahrausweise für eine bestimmte Anzahl Zonen, die während einer vorgegebenen Zeit gültig sind. Dazu wird der bestehende Zonenplan des Libero mit gegenwärtig 73 Zonen um 18 Zonen erweitert.

Für die Fahrgäste in der Region Biel wird die Benutzung des öffentlichen Verkehrs grundsätzlich einfacher. Wer beispielsweise von Biel nach Bern fährt, muss künftig nur noch ein Billett oder ein Abonnement lösen, selbst wenn dabei neben dem Zug auch noch Bus und Tram benutzt werden. Das Angebot an Abonnementen bleibt gleich wie bis anhin beim ABO zigzag: Es gibt Wochen-, Monats- und Jahresabonnemente. Zusätzlich zum normalen Libero-Sortiment wird in der Stadt Biel auch ein Lokaltarif eingeführt. Dieser ist gültig für eine einfache Fahrt in der Zone 300, die innerhalb 45 Minuten nach Lösen des Billetts ausgeführt werden muss.

Tarife
Für die Kantone Bern und Solothurn, ist die Ausdehnung des integralen Libero-Tarifverbunds eine wichtige Massnahme für einen noch attraktiveren öffentlichen Verkehr. Dank einer Erhöhung der jährlichen Beiträge um rund 2.5 Mio. Franken halten sich die Tarifanpassungen in Grenzen. Neben der schweizweit vorgegebenen Tariferhöhung von durchschnittlich 3 % im gesamten Libero-Gebiet hat die Einführung des integralen Tarifverbunds in den Regionen Biel, Seeland, Grenchen sowie im Berner Jura weitere Anpassungen bei den Tarifen zur Folge. Das Fahrausweis-Angebot wird insgesamt etwas günstiger. Ein gewisser Teil der Fahrausweise wird durch das Zonensystem, respektive durch die Zoneneinteilung künftig jedoch teurer werden. Damit die neuen Libero-Billette überall verfügbar sind, führen die Verkehrsbetriebe Biel (vb) und der Busbetrieb Grenchen und Umgebung (BGU) neue Automaten ein.

Umfassende Information der Fahrgäste
Vertreter des Libero-Tarifverbunds und des ABO zigzag sowie der Berner und Solothurner Kantonsbehörden haben am Donnerstagmorgen (23.10.2014) in Biel die neue Tarifwelt im öffentlichen Verkehr für Biel und Umgebung vorgestellt. Mit ihrer Anwesenheit unterstrichen sie die Wichtigkeit dieses Projekts.

Damit sich die Fahrgäste an das neue Angebot und die neue Tarifstruktur gewöhnen können, schulen die beteiligten Transportunternehmen ihre Angestellten, damit diese auf Fragen zum Libero kompetent Antwort geben können. Schliesslich sollen die Fahrgäste mit einer umfangreichen Kampagne auf die neue ÖV-Welt am Jurasüdfuss vorbereitet werden. Diese startet Anfang Dezember.

Siehe auch

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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