Zehn Jahre S‐Bahnen in der Zentralschweiz

Seit Dezember 2004 verkehren in der Zentralschweiz S‐Bahnen. Während der vergangenen zehn Jahre wurde das System kontinuierlich mit neuen Haltestellen, modernen Fahrzeugen und erhöhten Takten ausgebaut. Im selben Zeitraum nahm die Anzahl Fahrgäste um 75 Prozent zu. Um die S‐Bahnen stetig zu stärken, sind weitere Ausbauten geplant. Am 12. Dezember 2004 führten die Zentralschweizer Kantone mit neuen Haltestellen, Fahrzeugen und Infrastrukturen S‐Bahnen ein. Zehn Jahre später verzeichnen die S‐Bahnen in der Zentralschweiz 75 Prozent mehr Einsteiger als 2005. „Dieses enorme Wachstum zeigt deutlich, dass die S‐Bahnen für die Zentralschweiz einen hohen Stellenwert haben und das gute Angebot genutzt wird“, sagt Daniel Meier, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Luzern (VVL).

erstellt am 25. November 2014 @ 11:43 Uhr
Verkehrsverbund Luzern
S-Bahn Zentralschweiz LiniennetzSeit Dezember 2004 verkehren in der Zentralschweiz S‐Bahnen. Während der vergangenen zehn Jahre wurde das System kontinuierlich mit neuen Haltestellen, modernen Fahrzeugen und erhöhten Takten ausgebaut. Im selben Zeitraum nahm die Anzahl Fahrgäste um 75 Prozent zu. Um die S‐Bahnen stetig zu stärken, sind weitere Ausbauten geplant. Am 12. Dezember 2004 führten die Zentralschweizer Kantone mit neuen Haltestellen, Fahrzeugen und Infrastrukturen S‐Bahnen ein. Zehn Jahre später verzeichnen die S‐Bahnen in der Zentralschweiz 75 Prozent mehr Einsteiger als 2005. „Dieses enorme Wachstum zeigt deutlich, dass die S‐Bahnen für die Zentralschweiz einen hohen Stellenwert haben und das gute Angebot genutzt wird“, sagt Daniel Meier, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Luzern (VVL).

Kontinuierlicher Ausbau
In den vergangenen zehn Jahren wurde kontinuierlich in die Infrastruktur, das Angebot und das Rollmaterial investiert. So entstanden in der Zentralschweiz knapp 20 neue Haltestellen, so etwa Kriens Mattenhof, Hochdorf Schönau, Wolhusen Weid, Maxon Ewil (Sachseln) oder die neuen Stationen der Stadtbahn Zug. Auch die Takte wurden immer wieder ausgebaut, zum letzten Mal im Dezember 2013, als zwischen Hergiswil und Luzern auf der  S4 / S5  der 15‐Minuten‐Takt eingeführt wurde. Beim Rollmaterial fand ebenfalls eine Entwicklung statt. Heute verkehren fast ausschliesslich moderne Triebzüge mit Niederflureinstieg und Klimatisierung. Betrieben werden die S‐Bahnen in der Zentralschweiz von den vier Unternehmen SBB, BLS, SOB und Zentralbahn.

 S1  als stärkste Linie
Mit rund 90’000 Ein‐ und Aussteigern (inkl. Fernverkehr) ist Luzern der wichtigste Bahnhof in der Zentralschweiz, gefolgt von Zug mit rund 40’000 (inkl. Fernverkehr). Die frequenzstärkste S‐Bahn ist die  S1  Luzern – Zug – Baar mit jährlich rund 7 Millionen Einsteigern (2004: 1.7 Millionen). Auf dieser Linie fand in den vergangenen zehn Jahren eine Fahrgastzunahme von rund 400 Prozent statt. Diese markante Steigerung ist auf die Einführung der Stadtbahn Zug, die neuen Haltestelle Root D4 und Buchrain sowie der Ausbau zum durchgehenden 30‐Minuten‐Takt auf der  S1  zwischen Luzern und Rotkreuz zurückzuführen. Mit 250 Prozent Steigerung verzeichnet auch die  S5  Luzern – Sarnen – Giswil ein überdurchschnittliches Fahrgastwachstum. Während 2005 noch 0.8 Millionen Einsteiger gezählt wurden, zählt heute die  S5  1.9 Millionen Einsteiger. Ein ähnliches Wachstum weist die  S4  Luzern – Stans – Wolfenschiessen auf. Die  S2  Zug – Schwyz – Erstfeld hat mit 60 Prozent mehr Einsteiger ebenfalls eine starke Entwicklung hinter sich. Heute sind auf dieser Verbindung jährlich rund 1.6 Millionen Fahrgäste unterwegs.

Entwicklung geht weiter
Der Ausbau der S‐Bahnen in der Zentralschweiz ist nicht abgeschlossen. Zudem wird eine noch bessere Verknüpfung zwischen S‐Bahn und Bus angestrebt, so etwa am geplanten Kantonsbahnhof in Altdorf oder am öV‐Verknüpfungspunkt in Ebikon. Dadurch können noch mehr Fahrgäste von der zuverlässigen S‐Bahn profitieren. Weiter stehen Rollmaterial-Erneuerungen an, wie beispielsweise die Beschaffung von fünf neuen Zentralbahn‐Zügen des Modells „FINK“ als Ersatz für die über 45‐jährigen Module, welche vor allem während den Pendlerzeiten als Verstärkung eingesetzt werden. Im Luzerner Seetal sind zusätzliche Hauptverkehrszüge geplant. Weiter soll in Luzern West bis spätestens 2020 der  RegioExpress  und die  S7  auf der Strecke Wolhusen ‐ Luzern gekoppelt werden (Flügelzugkonzept). Dadurch profitieren die Fahrgäste von einer weiteren Direktverbindung ab Willisau nach Luzern. Ausserdem werden zurzeit mögliche Ausbauten im Zeithorizont 2025 studiert, die aufwärtskompatibel zu den Grossbauwerken Tiefbahnhof Luzern und Zimmbergbasistunnel II sind, aber vorzeitig umgesetzt werden können.

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