Gemeinde Egg: Einsprache gegen Schrankenprojekt der Forchbahn am Lichtsignal Rällikerstrasse

Gemäss den Vorschriften im Eisenbahngesetz des Bundes müssen sämtliche öffentlichen Übergänge der Forchbahn in Egg saniert werden. Als Grundsatz gemäss dem Bundesamt für Verkehr (BAV) gilt, dass alle Übergänge mit Schranken gesichert werden müssen. Mit Ausnahme der Bahnübergänge im Zentrum von Egg und einigen Bahnübergängen in Hinteregg wurden bereits sämtliche Übergänge saniert.

Gemeinde Egg, Gemeinderat
Gemäss den Vorschriften im Eisenbahngesetz des Bundes müssen sämtliche öffentlichen Übergänge der Forchbahn in Egg saniert werden. Als Grundsatz gemäss dem Bundesamt für Verkehr (BAV) gilt, dass alle Übergänge mit Schranken gesichert werden müssen. Mit Ausnahme der Bahnübergänge im Zentrum von Egg und einigen Bahnübergängen in Hinteregg wurden bereits sämtliche Übergänge saniert.

Der eingleisige Bahnübergang Rällikerstrasse in Egg ist mit einer Lichtsignalanlage ausgerüstet. Bei der Projektdefinition 2006 beurteilte die Forchbahn diesen Bahnübergang als „sicheren Bahnübergang“. Die Entwicklung und Auslegung der Regelwerke seit 2006 zeigt nun auf, dass auch dieser Bahnübergang mit Schranken oder Halbschranken zu sichern ist. Die aktuelle Situation genüge nicht mehr. Diese Haltung wird gemäss Forchbahn durch das BAV und durch ein aktuelles Bundesverwaltungsgerichtsurteil eines ähnlich gelagerten Falles gestützt.

Das nun strittige Projekt in Egg beinhaltet die Sanierung dieses Bahnübergangs, indem der Bahnübergang beim Lichtsignal an der Rällikerstrasse um drei Schranken ergänzt und der Fussgänger-Bahnübergang Rällikerstrasse ebenfalls mit zwei Schranken versehen wird. Der bestehende Fussgängerstreifen muss verschoben und ein Warteraum für die Fussgänger geschaffen werden.

Durch den Bau der Halbschrankenanlage steigen die Rot-Zeiten auf den bahnfeindlichen Fahrstreifen an. Die Folge davon ist eine Zunahme der Rückstaus infolge der längeren Sperrzeiten am Bahnübergang. Die Rotlichtphasen verlängern sich um rund 24 Sekunden auf ca. 1 Minute pro Schliessvorgang.

Die Berechnungen der Rückstaulängen zeigen, dass die vorhandenen Vorsortierstreifen bereits heute ungenügend bemessen sind. Dies beeinträchtigt die Abläufe am Knoten während den Verkehrsspitzen erheblich. Der dadurch generierte Rückstau auf den Abbiegestreifen der Rälliker- und Forchstrasse behindert den Verkehr auf den massgeblichen Verkehrsbeziehungen. Dabei wird neben dem Durchgangsverkehr auch der Binnenverkehr massiv behindert. Dies wird wohl dazu führen, dass sich die Autofahrer Schleichwege über die Wohnquartiere suchen werden.

Der Gemeinderat anerkennt zwar die Absicht der Forchbahn AG, einen grundsätzlich sicheren Bahnverkehr gewährleisten zu können, zieht jedoch in Zweifel, dass die zusätzliche Ausrüstung mit Bahnschranken neben der bereits bestehenden Lichtsignalanlage wirklich notwendig ist. Unfälle mit der Bahn an dieser Stelle waren in den letzten Jahren keine zu verzeichnen. Zudem stellt sich die Frage, ob die vorgesehenen enormen Kosten von rund Fr. 1,3 Mio. für dieses Projekt auch wirklich verhältnismässig sind.

Daher hat der Gemeinderat beim BAV eine diesbezügliche Einsprache deponiert und beantragt die Rückweisung des Projekts.

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Autor: Redaktion

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