FELA und LEONHARD WEISS entwickeln neues System zur Flachstellendetektion bei Gleisbaufahrzeugen

FELA Management AG und die Firma LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG haben gemeinsam ein neues System entwickelt, mit dem Gleisbauunternehmen mögliche Flachstellenbildungen an den Radreifen ihrer Gleisbaufahrzeuge in Echtzeit erfassen können.

FELA Management
Flachstellendetektion bei GleisbaufahrzeugenFELA Management AG und die Firma LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG haben gemeinsam ein neues System entwickelt, mit dem Gleisbau-Unternehmen mögliche Flachstellen-Bildungen an den Radreifen ihrer Gleisbaufahrzeuge in Echtzeit erfassen können.

LEONHARD WEISS ist ein Komplettanbieter von Bauleistungen mit Hauptstandorten in Göppingen und Satteldorf, Deutschland. Flachstellen an Radreifen von Gleisfahrzeugen werden durch eine vom Lokführer ausgelöste „Überbremsung“ bzw. durch eine automatische „Schnellbremsung“ beim Überfahren von Gleissicherungseinrichtungen verursacht. Hierbei kommt es zu einem kurzzeitigen Stillstand der Radreifen, obwohl sich die Gleisbaumaschine weiter fortbewegt. Der blockierende Radreifen gleitet auf der Schiene entlang und nutzt sich an der Aufstandsfläche ungleichmässig ab.

Die neuartige Technologielösung von FELA und LEONHARD WEISS ermöglicht es, Radreifenstillstände während der Fahrzeugbewegung in Echtzeit zu erkennen, zu dokumentieren und sofort an eine zentrale Stelle zu übermitteln. So kann das Gleisbauunternehmen unmittelbar überprüfen, ob es ggf. zur Flachstellenbildung an einem oder mehreren Radreifen gekommen ist, und den Verursacher für die Instandsetzung in Regress nehmen.

Für Gleisbauunternehmen ist es in der Regel äusserst schwierig zu erkennen, ob die Bedingungen für eine Flachstellenbildung an einem Schienenbaufahrzeug gegeben waren und ob es dazu gekommen ist. Das neue System von FELA und LEONHARD WEISS ermöglicht es nun, Radreifenstillstände bei gleichzeitiger Bewegung der Gleisbaumaschine in Echtzeit zu dokumentieren und den genauen Zeitpunkt und Ort des Reifenstillstands sofort zu übermitteln. Hierbei ist es völlig unerheblich, ob die eigene Besatzung im Rahmen einer Überführung der Gleisbaumaschine ein Ereignis ausgelöst hat oder ob es ein mit der Beförderung beauftragtes Eisenbahnverkehrsunternehmen war.

Zu dem neuen System gehören eine Sensoreinrichtung, die die Drehbewegung eines Radreifens erfasst, sowie ein GPS-System zur Ortung und Bewegungserfassung des Fahrzeugs. Weitere Komponenten sind eine Auswertungseinrichtung, die das Blockieren eines Rades während der Fortbewegung als Ereignis erkennt, und eine Übertragungseinrichtung, die das Ereignis an eine festgelegte Stelle übermittelt, zum Beispiel an ein Alarmsystem. Eine Nachrüstung bestehender Gleisbaumaschinen mit dem neuen System ist in vielen Fällen möglich.

Die Überwachungsgemeinschaft Gleisbau e.V. (ÜGG) hat die LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG für das neue Verfahren bereits mit dem „Qualitätspreis Gleisbau 2014“ ausgezeichnet

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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