Bauzüge von C. Vanoli und Scheuchzer kollidiert: Gotthardbahn war zwischen Immensee und Arth-Goldau unterbrochen

Am Morgen des 18. März 2015, um ca. 04.30 Uhr, kam es auf der Gotthard-Bahnlinie zwischen Immensee und Arth-Goldau zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Bauzügen von Drittfirmen. Dabei erlitt ein Arbeiter tödliche, ein weiterer mittelschwere Verletzungen. Die Strecken Rotkreuz – Arth-Goldau und Küssnacht am Rigi – Arth-Goldau blieben für den Personen- und Güterverkehr bis am Freitagmittag, 20. März unterbrochen. Die Bergungs- und Reparaturarbeiten liefen noch am Nachmittag des 18. März an.

erstellt am 18. März 2015 @ 07:36 Uhr
SBB CFF FFS / Kapo SZ / Sandro Hartmeier / Christoph Omlin
Bauzuege C Vanoli Scheuchzer kollidiert Gotthardbahn Immensee Arth-Goldau Am Morgen des 18. März 2015, um ca. 04.30 Uhr, kam es auf der Gotthard-Bahnlinie zwischen Immensee und Arth-Goldau zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Bauzügen von Drittfirmen. Dabei erlitt ein Arbeiter tödliche, ein weiterer mittelschwere Verletzungen. Die Strecken Rotkreuz – Arth-Goldau und Küssnacht am Rigi – Arth-Goldau blieben für den Personen- und Güterverkehr bis am Freitagmittag, 20. März unterbrochen. Die Bergungs- und Reparaturarbeiten liefen noch am Nachmittag des 18. März an.

Bauzuege C Vanoli Scheuchzer kollidiert Gotthardbahn Immensee Arth-GoldauNahe des Spurwechsels Brunnmatt, auf einem Viadukt an der Rigiflanke, kam es gegen 4.30 Uhr zu einer Auffahrkollision zweier in Richtung Immensee fahrender Bauzüge von Drittfirmen.

Ein 54-jähriger Deutscher, welcher sich auf einem Mannschaftswagen im Freien befand, zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, dass er noch auf der Unfallstelle verstarb. Ein 51-jähriger Portugiese, der sich zusammen mit fünf weiteren Arbeitskollegen im betroffenen Mannschaftswagen aufhielt, wurde mittelschwer verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst in Spitalpflege gebracht. Die übrigen Personen im Wagen blieben unverletzt. Sie werden von einem Care-Team betreut.

Bei den involvierten Unternehmen handelt es sich um die Firmen C. Vanoli und Scheuchzer, die im Auftrag der SBB auf dieser Strecke Instandhaltungsarbeiten ausführen.

Nach dem Unfall mussten Güterzüge teilweise auf offener Strecke angehalten werden, ein Zug von BLS Cargo soll mehrere Stunden blockiert gewesen sein.

Durch die Entgleisung der Baukompositionen wurden die Fahrleitungen und Fahrbahnen beider Gleise stark beschädigt. Die Reparaturarbeiten an den Fahrleitungen und an den Geleisen, sowie die Bergungsarbeiten liefen noch am Nachmittag des 18. März 2015 an.

Strecken seit Freitag um 12 Uhr wieder offen
Bauzuege C Vanoli Scheuchzer kollidiert Gotthardbahn Immensee Arth-GoldauDer Regionalverkehr zwischen Zug und Arth Goldau wurde zeitweise vollständig auf die Strasse verlegt, damit für Güterzüge mehr Trassen zur Verfügung standen. Für die S-Bahnzüge wurden Bahnersatzbusse eingesetzt.

Die Strecken Rotkreuz – Arth-Goldau und Küssnacht am Rigi – Arth-Goldau konnten am Freitag, 20. März, um 12 Uhr, wieder für den Bahnverkehr freigegeben werden. Zwischen 12 und 15 herrschte noch eingeschränkter Betrieb, daher fiel die  S3  noch aus.

Bis dahin verkehrten die Züge nach folgendem Konzept:

  • Die  ICN / IR  Basel SBB – Luzern – Bellinzona – Lugano / Locarno fielen zwischen Luzern und Arth-Goldau aus.
  • Der  VAE  Luzern – Arth-Goldau – Rapperswil – St.Gallen fiel zwischen Küssnacht am Rigi und Arth-Goldau aus.
  • Die  S3  Luzern – Immensee – Brunnen fiel zwischen Küssnacht am Rigi und Arth-Goldau aus. Es verkehrten Ersatzbusse Küssnacht am Rigi – Immensee Post – Arth-Goldau.
  • Die  S2  Baar Lindenpark – Zug Oberwil (- Walchwil) fiel zeitweise aus. Reisende von Zug nach Walchwil oder umgekehrt reisten via ZVB L5 (+3′ Zug – Walchwil).
  • Die  S32  Rotkreuz – Arth-Goldau fiel aus.
  • Der Güterverkehr war eingeschränkt, einzelne Güterzüge konnten über Walchwil – Zug umgeleitet werden.

Unfall wird untersucht
Die Feuerwehr der Gemeinde Arth und die Stützpunktfeuerwehr Küssnacht errichteten eine Ölsperre im Zugersee, weil Diesel- und Hydrauliköl ausgeflossen war. Zudem stand auch die Intervention der SBB mit einem Lösch- und Rettungszug im Einsatz.

Die Abklärungen zur Unfallursache sind im Gange. Sie werden durch die Staatsanwaltschaft Innerschwyz, die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) des UVEK und die Kantonspolizei Schwyz durchgeführt.

Unweit der jetzigen Unfallstelle ereignete sich am 5. August 2011 ein tödlicher Arbeitsunfall.

 

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