Pro Bahn: Ex-Kriminelle als Sicherheitsleute

Eine unhaltbare Situation – und trotzdem ist sie eingetreten – ausgerechnet beim Sicherheitsdienst der SBB. Eine Unternehmung mit einem gutem Namen – Securitas – fand sich nicht zu schade, ihre Aufgaben an Kleinfirmen auszulagern, damit erstens der Auftrag ausgeführt werden kann und möglicherweise erst noch Kosten eingespart werden können. Der Leumund des betroffenen Personals wurde nicht überprüft und so kam es, dass ex-Kriminelle als Polizisten tätig waren. Dieser Sachverhalt kann für Pro Bahn, der Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs nicht anders als skandalös bezeichnet werden.

Pro Bahn Schweiz
Eine unhaltbare Situation – und trotzdem ist sie eingetreten – ausgerechnet beim Sicherheitsdienst der SBB. Eine Unternehmung mit einem gutem Namen – Securitas – fand sich nicht zu schade, ihre Aufgaben an Kleinfirmen auszulagern, damit erstens der Auftrag ausgeführt werden kann und möglicherweise erst noch Kosten eingespart werden können. Der Leumund des betroffenen Personals wurde nicht überprüft und so kam es, dass ex-Kriminelle als Polizisten tätig waren. Dieser Sachverhalt kann für Pro Bahn, der Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs nicht anders als skandalös bezeichnet werden.

Wieder einmal die Falschen
Pro Bahn Schweiz will richtig verstanden werden: Die Sicherheitsleute bei der Bahn erfüllen einen schwierigen Auftrag, den die überwiegende Mehrzahl von ihnen klaglos erfüllt. Sie werden nun wegen dieser unsäglichen Geschichte unter spöttische Bemerkungen zu leiden haben, Bemerkungen, die sie nicht verdient haben. All das ist nicht Schuld des betroffenen Personals sondern des dafür zuständigen Managements. Wie wäre es wohl gewesen, wenn den Angestellten bessere Löhne bezahlt worden wären? Der Gewinn wäre wohl geschmälert worden, dafür der Ruf der Unternehmung intakt geblieben.

Weggeschaut
Sowohl von den SBB als auch vom Bundesamt für Verkehr (BAV) wurde fürs erste einmal weggeschaut. Immerhin liegen jetzt die Fakten klar auf dem Tisch und Pro Bahn Schweiz hat eigentlich erwartet, dass energisch Konsequenzen gezogen werden. Geschehen tut aber nichts. Dass dieses Vergehen für die betroffene Unternehmung keine Folgen haben kann, ist unverständlich. Passiert einer Museumsbahn auf einer SBB-Strecke ein Unfall, wird ihr die Netzzugangsbewilligung entzogen, wie dies im Übrigen geschehen ist. Wenn aber ehemalige Kriminelle auf die Passagiere losgelassen werden, dann passiert nichts. Das ist ein Skandal.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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