Tram 3 Basel – Bahnhof St. Louis: Start erste Bauarbeiten– und Eröffnung Ausstellung zum Projektwettbewerb „Tram 3 Zollanlage und Tramhaltestelle Burgfelden Grenze“

Während in Saint-Louis der Bevölkerung die Pläne für den Ausbau der Tramlinie 3 von Basel zum Bahnhof Saint-Louis von Mitte Oktober bis Mitte November 2014 zur Einsicht auflagen, folgte in Basel die Planauflage von November bis Dezember 2014. Nun liegen die Ergebnisse vor: Es kam zu keinen Einsprachen. Somit konnte in Frankreich am 20. April 2015 mit den ersten Bauarbeiten begonnen werden. Vom 23. April bis 22. Mai 2015 werden in einer Ausstellung im Lichthof des Bau- und Verkehrsdepartements die Ergebnisse des Projektwettbewerbs für die Gestaltung der Zollanlage und der neuen Tramhaltestelle Burgfelderhof (Burgfelden Grenze) mit ergänzenden Erläuterungen zum Tram-Projekt vorgestellt. Sieger ist das Projekt „BREEL“ des Teams Nord Architekten GmbH aus Basel, zusammen mit WAM Planer und Ingenieure AG aus Bern.

Basel-Stadt, Bau- und Verkehrsdepartement / Nord GmbH
Tramhaltestelle Burgfelderhof Projekt BREELWährend in Saint-Louis der Bevölkerung die Pläne für den Ausbau der Tramlinie 3 von Basel zum Bahnhof Saint-Louis von Mitte Oktober bis Mitte November 2014 zur Einsicht auflagen, folgte in Basel die Planauflage von November bis Dezember 2014. Nun liegen die Ergebnisse vor: Es kam zu keinen Einsprachen. Somit konnte in Frankreich am 20. April 2015 mit den ersten Bauarbeiten begonnen werden. Vom 23. April bis 22. Mai 2015 werden in einer Ausstellung im Lichthof des Bau- und Verkehrsdepartements die Ergebnisse des Projektwettbewerbs für die Gestaltung der Zollanlage und der neuen Tramhaltestelle Burgfelderhof (Burgfelden Grenze) mit ergänzenden Erläuterungen zum Tram-Projekt vorgestellt. Sieger ist das Projekt „BREEL“ des Teams Nord Architekten GmbH aus Basel, zusammen mit WAM Planer und Ingenieure AG aus Bern.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Planauflagen steht grundsätzlich dem Ausbau der neuen Tramverbindung nach Frankreich nichts mehr im Wege: Am 20. April starteten in Frankreich die ersten vorbereitenden Bautätigkeiten mit Leitungsumlegungen. Vorbehältlich der abschliessenden Bewilligung durch das Bundesamt für Verkehr beginnen die Bauarbeiten auf Schweizer Seite Ende 2015. Das erste Tram wird voraussichtlich in zwei Jahren – Ende 2017 – nach Saint-Louis fahren können. Die Verlängerung der Tramlinie  3  ist ein weiterer Meilenstein im Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Dreiländereck.

Die 3.1 Kilometer lange Neubaustrecke des Trams  wird auf beiden Seiten Areale erschliessen, die bisher gar nicht oder nur mangelhaft mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar waren und sind. Jedes zweite Tram wird in Zukunft von Basel über die Grenze nach Saint-Louis weiterfahren. Neben den neuen, die Zollanlage durchlaufenden Gleisen ist eine neue Wendeschlaufe um die heutige Zollanlage vorgesehen; die alte Wendeschlaufe an der Burgfelderstrasse wird aufgehoben. Ein grosser Teil der Burgfelderstrasse wird im Zusammenhang mit dem Tram  neu gestaltet. Die bestehende Fahrbahnüberdachung und die Abfertigungskabine der Zollanlage müssen ersetzt und den neuen Gegebenheiten entsprechend neu geplant und erstellt werden, ebenso die bestehende Endhaltestelle der Tramlinie .

Das Hochbauamt hat für die Gestaltung der Zollanlage und der neuen Tramhaltestelle „Burgfelderhof“ im Einladungsverfahren sechs Planerbüros, bestehend aus Architekten und Bauingenieuren, zu einem anonymen Projektwettbewerb eingeladen. Dabei erreicht das Projekt „BREEL“ des Teams Nord Architekten aus Basel, zusammen mit WAM Planer und Ingenieure aus Bern, den ersten Rang. Die Beurteilung der sechs eingereichten Projektvorschläge wurde von einer Jury unter der Federführung des Bau- und Verkehrsdepartementes mit Vertretern des Bundesamtes für Bauten und Logistik, der eidgenössischen Zollverwaltung, der Basler Verkehrs-Betriebe sowie externen Fachleuten und Experten vorgenommen. Das Siegerprojekt BREEL bietet ausgezeichnete Voraussetzungen, die hohen Anforderungen bezüglich Städtebau, Architektur, Nachhaltigkeit, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit zu erfüllen.

In Frankreich erstreckt sich die neue Gleisanlage über eine Länge von 2.6 Kilometern. Der Bahnhof von Saint-Louis wird in Kombination mit einer grossen Park+Ride-Anlage – mit einem Parking mit 740 Parkplätzen – zu einem wichtigen Verknüpfungspunkt zwischen Bahn, Tram, Bus, motorisiertem Individualverkehr und Velo ausgebaut. Das Tramprojekt übernimmt hier auch die Funktion eines „Entwicklungsmotors“: Es wird zu Neuansiedlungen und Verdichtungen von Wohnraum und Dienstleistungen führen. Zudem trägt das Projekt im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Basel dazu bei, Mobilität, Siedlung, Städtebau und Landschaft binational zu entwickeln. Die «nördliche Friedmatt» mit dem REHAB, dem Bürgerspital Basel und dem Sportzentrum Pfaffenholz wird an das Tramnetz angebunden.

Auf Basler Boden ist die Neubaustrecke 0.5 Kilometer lang. Hinzu kommen 0.3 Kilometer Gleisersatz sowie die Neugestaltung der Burgfelderstrasse im Abschnitt Bungestrasse – Waldighoferstrasse.

Vom 23. April bis 22. Mai 2015 werden in einer Ausstellung im Lichthof des Basler Bau- und Verkehrsdepartementes am Münsterplatz 11 die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs mit ergänzenden Informationen zum Tram  präsentiert. Und am 7. Mai 2015 eröffnet in Saint-Louis das „Maison du Tram“, welches als Informationsstelle für die Bevölkerung dient.

Die Gesamtkosten für die Verlängerung der Tramlinie  und Park+Ride belaufen sich auf rund CHF 98 Mio. (Preisbasis 2014). Davon entfallen CHF 35 Mio. auf Basel-Stadt und CHF 63 Mio. auf Frankreich. Die Schweizerische Eidgenossenschaft (Bund) beteiligt sich mit 35 Prozent an den Gesamtkosten.

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Autor: Redaktion

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