Güterzug in Daillens entgleist: Grosse Schäden an Infrastruktur – mehrtägiger Unterbruch auf der Jura-Südfusslinie

Am Samstag, 25. April 2015, um ca. 2:54 Uhr, ist im Bahnhof Daillens ein Güterzug entgleist. Verletzt wurde beim Unfall niemand, jedoch ist Gefahrgut ausgetreten und an der Eisenbahninfrastruktur entstanden grosse Schäden. Die Abpumparbeiten an den Kesselwagen sind im Gang. Die Unfallursache wird von der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle SUST untersucht. Die Linien Lausanne – Yverdon-les-Bains und Lausanne – Vallorbe sind unterbrochen, es stehen Ersatzbusse zur Verfügung. Reisende von/nach Neuenburg und Biel werden über Bern gelenkt. Die SBB setzt alles daran, eine gute Kundeninformation sicherzustellen. Der grösste Teil der Güterzüge verkehrt auf alternativen Strecken.

erstellt am 25. April 2015 @ 09:09 Uhr
SBB CFF FFS / SBB CFF FFS, Bahnverkehrsinformation / Sandro Hartmeier / Police VD
Am Samstag, 25. April 2015, um ca. 2:54 Uhr, ist im Bahnhof Daillens ein Güterzug entgleist. Verletzt wurde beim Unfall niemand, jedoch ist Gefahrgut ausgetreten und an der Eisenbahninfrastruktur entstanden grosse Schäden. Die Abpumparbeiten an den Kesselwagen sind im Gang. Die Unfallursache wird von der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle SUST untersucht. Die Linien Lausanne – Yverdon-les-Bains und Lausanne – Vallorbe sind unterbrochen, es stehen Ersatzbusse zur Verfügung. Reisende von/nach Neuenburg und Biel werden über Bern gelenkt. Die SBB setzt alles daran, eine gute Kundeninformation sicherzustellen. Der grösste Teil der Güterzüge verkehrt auf alternativen Strecken.

Am Samstagmorgen (25.4.2015), kurz vor 3 Uhr, entgleiste im vom Personenverkehr nicht bedienten Bahnhof Daillens ein mit Gefahrgut beladener Güterzug Basel-Muttenz – Lausanne-Triage. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der Güterzug umfasste 22 Wagen verschiedener Eigentümer (Halter), gezogen wurde er von zwei SBB Cargo Lokomotiven. Er transportierte zwei handelsübliche Säuren, eine Lauge, einen umweltgefährdenden Stoff sowie einen entzündbaren flüssigen Stoff. Die sechs letzten Wagen des Zuges entgleisten, darunter auch Kesselwagen mit Gefahrgut. Fünf der entgleisten Güterwagen kippten um, zwei Kesselwagen leckten. Notfallorganisationen und Gefahrgutspezialisten sind, resp. waren vor Ort.

Beim ausgetreten Gefahrgut handelt es sich um ca. 25 Tonnen 98-prozentige Schwefelsäure und geringe Mengen Natronlauge. In vier Kesselwagen wurden 25 Tonnen Schwefelsäure, 52 Tonnen Salzsäure, 57 Tonnen Natronlauge und 23 Tonnen Methylen transportierten.

Der vordere Zugteil – die Lokomotive und 16 Güterwagen – wurde noch in der Nacht von Samstag auf Sonntag abtransportiert. Die Ladung der verunfallten Kesselwagen wird abgepumpt, nach dem Abschluss dieser Arbeit wird die Unfallstelle mit Hilfe von Schienenkranen geräumt.

Das nahe gelegene Industriegebiet, wo sich auch eines der grossen Paketverteilzentren der Schweizerischen Post befindet, wurde vorübergehend evakuiert.

Die Ursache der Entgleisung wird von der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle SUST und von Spezialisten der SBB untersucht.

Der Unfall hat grossen Schaden an der Bahninfrastruktur verursacht, die SBB bereitet sich auf umfangreiche Instandsetzungsarbeiten vor. Die Gleise sind auf einer Länge von ca. 300 Metern massiv beschädigt. Zwei Weichen und mehrere Fahrleitungsmasten sowie Quertragwerke wurden beim Unfall komplett zerstört. Das Stellwerk in Daillens – welches die Lage der Weichen und Signale in der unmittelbaren Umgebung kontrolliert – wurde ebenfalls beschädigt. Zudem wurden diverse Kabel zerstört, was Kunden-Durchsagen an einigen Bahnhöfen der Region verunmöglicht. Das Kabelsystem muss über eine Länge von 15 Kilometern ersetzt werden.

Im Bahnhof Daillens vereinigen sich die beiden Bahnlinien von Yverdon-les-Bains und Vallorbe nach Lausanne, die Auswirkungen am Jurasüdfuss auf den Bahnverkehr sind daher gross. Aufgrund des Schadenausmasses geht die SBB von einem mehrtägigen Unterbruch der Strecke Lausanne – Yverdon-les-Bains aus. Genauere Aussagen zur Dauer des Unterbruchs können erst nach Beginn der Instandsetzungsarbeiten gemacht werden.

Personenverkehr mit Ersatzlösungen, Güterverkehr grösstenteils sichergestellt
Ab Montag, 27. April 2015 sind der Bahnhof von Eclépens sowie die Strecke zwischen Vallorbe und La Sarraz wieder für den Eisenbahnverkehr geöffnet. Die Abschnitte Cossonay-Penthalaz – Eclépens und Cossonay-Penthalaz – La Sarraz bleiben weiterhin gesperrt. Die S-Bahnzüge werden auf diesen Abschnitten durch Busse ersetzt. Reisende von Yverdon nach Lausanne fahren mit Ersatzbussen nach Cossonay-Penthalaz und danach mit S-Bahnzügen weiter nach Lausanne.

Alle anderen Jurasüdfuss-Reisenden (von oder nach Neuenburg/Biel) müssen via Bern anstatt Yverdon fahren. Zudem wird ab Montag zwischen Yverdon und Biel der Halbstundentakt eingeführt. Kunden, die aus der Gegend La Broye nach Lausanne unterwegs sind, werden gebeten, über Payerne anstatt über Yverdon zu fahren.

Es muss mit längeren Reisezeiten von mindestens einer halben Stunde und einem erhöhten Kudenaufkommen in den Zügen und Bussen der Region gerechnet werden. Die SBB dankt den Kundinnen und Kunden für ihr Verständnis und bittet sie, bei ihrer Reiseplanung mehr Zeit einzuberechnen.

An den Bahnhöfen der Region und in den grossen Anschlussknoten sind Kundenlenker anwesend um die Reisenden zu unterstützen. Der Online-Fahrplan wird ständig aktualisiert und in den Zügen und Bahnhöfen werden Durchsagen gemacht. Weitere Informationen stehen hier, über den Rail Service 0900 300 300 (CHF 1.19/Min. vom Schweizer Festnetz) und auf www.sbb.ch/166 zur Verfügung.

Ab Montagmorgen können alle Verkehre im Güterverkehr umgeleitet werden. Damit kann SBB Cargo die Transporte in der ganzen Schweiz mit Ausnahme von Daillens, Eclépens Süd und Vallorbe voraussichtlich wieder normal abwickeln.

https://twitter.com/RTSinfo/status/591967914133221376/

https://twitter.com/TweetLaLiberte/status/591947779615936512/

https://twitter.com/RTSinfo/status/591894785809653762/

Die Unfallstelle:
https://www.facebook.com/transports.publics.suisse.en.photos/posts/768979223210049

Photos du déraillement de six wagons durant la nuit du 24 au 25 avril A Daillens, le 25 avril 2015© Philippe Dubuiswww.passiontrain.ch

Gepostet von passiontrain.ch am Samstag, 25. April 2015

Ersatzzug:

Gepostet von Bahnonline.ch am Sonntag, 26. April 2015

Update Ersatzbusse:

Gepostet von Bahnonline.ch am Dienstag, 28. April 2015

Gepostet von Bahnonline.ch am Sonntag, 26. April 2015

SBB Pressemitteilung vom 26.4.2015, (französisch):

Interruption de la ligne Lausanne – Yverdon: Bus navettes en trafic régional – voyageurs Grandes lignes circulent via Berne

Les opérations de transvasage des wagons-citernes sont en cours sur le lieu du déraillement d’un train marchandises à Daillens. La ligne ferroviaire Lausanne – Yverdon reste interrompue. Pour le trafic des pendulaires, dès lundi 27 avril 2015, un système renforcé de bus de substitution sera mis en place pour la clientèle locale. Les voyageurs de/pour Neuchâtel et Bienne circulent via Berne. Les CFF mettent tout en œuvre pour assurer une bonne information à la clientèle. La majeure partie des trains cargo sont acheminés via des itinéraires alternatifs.

Six wagons d’un train marchandises ont déraillé samedi matin, 25 avril 2015, à 2h54 en gare de Daillens, sur la ligne Lausanne – Yverdon. Le déraillement n’a pas fait de blessés. Le train comptait 22 wagons au total et transportait des marchandises dangereuses. La cause du déraillement fait l’objet d’une enquête du Service d’enquête suisse sur les accidents.

La première partie du train – une locomotive et 16 wagons – a été acheminée à destination dans la nuit de samedi à dimanche. Sur le lieu du déraillement, les opérations de transvasage des wagons-citernes sont en cours. Suivra le retrait des wagons du lieu de l’accident, à l’aide de grues ferroviaires notamment.

Les CFF se préparent aux importants travaux de réparation à réaliser après le retrait des wagons. L’infrastructure ferroviaire a en effet subi d’importants dégâts. La voie ferrée est endommagée sur environ 300 mètres. Deux aiguillages ainsi que des mâts de lignes de contact ont été abîmés. Les installations du poste d’enclenchement de Daillens – qui sert au contrôle local des signaux et aiguillages – sont elles aussi endommagées. Des câbles ont également été touchés, de sorte que l’information à la clientèle n’est pas possible par annonce dans certaines gares de la région. Ce câblage devra être remplacé sur une longueur de 15 kilomètres.

Au vu de l’ampleur des dégâts, les CFF prévoient que l’interruption durera plusieurs jours. Un pronostic plus précis sur la durée de la perturbation ne sera possible qu’après le début des travaux de réparation.

Nouveaux transports de substitution dès lundi
Dès lundi 27 avril 2015, la gare d’Eclépens est réouverte au trafic, de même que la ligne entre Vallorbe et La Sarraz. Seuls les tronçons Cossonay-Penthalaz – Eclépens et Cossonay-Penthalaz – La Sarraz restent interrompus au trafic ferroviaire. Des bus remplacent les trains régionaux sur ces tronçons.

Les voyageurs de Yverdon à destination de Lausanne empruntent des bus navettes pour Cossonay-Penthalaz, puis les trains régionaux jusqu’à Lausanne. Les autres voyageurs de la ligne du Pied du Jura (en provenance ou à destination de Neuchâtel/Bienne) circulent impérativement via Berne et non pas via Yverdon. Une cadence à la demi-heure est en outre mise en place dès lundi entre Yverdon et Bienne. Les clients de la Broye à destination de Lausanne sont invités à circuler via Payerne et non pas via Yverdon.

Il faut compter avec des temps de parcours prolongés et des affluences élevées dans les trains et les bus de la région. Les CFF remercient leurs clients pour leur compréhension et leur recommandent de planifier plus de temps pour leur voyage.

Des assistants clientèle sont présents dans les gares de la région et dans les grands nœuds de correspondance pour renseigner les voyageurs. L’horaire en ligne est mis à jour et des annonces sont faites dans les trains et les gares. Des informations sont disponibles auprès de Rail Service (24h/24h, tél. 0900 300 300, CHF 1.19/min depuis le réseau fixe suisse) et sur www.cff.ch/166

En trafic marchandises, tous les trains pourront être acheminés dès lundi via des itinéraires alternatifs. CFF cargo devrait donc desservir toutes les gares marchandises normalement, à l’exception de Daillens, Eclépens sud et Vallorbe.


Pressemitteilung der Kantonspolizei Waadt (französisch):

Daillens : déraillement d’un train de marchandises. L’évacuation des wagons a débuté la nuit dernière

Suite au déraillement d’un train de marchandises survenu samedi 25 avril 2015, l’évacuation des wagons a débuté dans la nuit de lundi à mardi. Douze personnes ont été incommodées par inhalation lors de ces opérations; six ont été conduites en milieu hospitalier, sans gravité. Le trafic ferroviaire est toujours impossible sur ce tronçon, vraisemblablement pour plusieurs jours encore. L’accès routier à Eclépens via Daillens reste fermé. L’activité des entreprises situées aux environs du lieu du sinistre est assurée de manière partielle. Des contrôles réguliers sur l’impact environnemental se poursuivent.

L’évacuation des wagons a débuté dans la nuit de lundi à mardi. Au début de ces opérations, rendues difficiles en raison des mauvaises conditions atmosphériques, douze personnes ont inhalé des vapeurs d’eau et ont été incommodées. Elles ont été prises en charge par une équipe du soutien sanitaire opérationnelle (SSO) sur site. Six hommes ont été admis ensuite en milieu hospitalier, qu’ils ont pu quitter durant la nuit. Les opérations de relevage et d’évacuation se poursuivent.

La Direction générale de l’environnement (DGE) suit l’évolution des opérations et effectuent des mesures de contrôle dans le secteur au niveau de la protection des eaux. La planification  du suivi de la pollution des sols se poursuit ainsi que pour le dégrapage de la terre.

Le trafic ferroviaire sur la ligne Lausanne-Yverdon est toujours interrompu. Cette situation devrait durer encore plusieurs jours. Un système de bus et des déviations de trafic, tant passagers que marchandises, a été mis en place par les CFF. Le trafic voyageur s’est déroulé de façon satisfaisante mardi matin 28 avril 2015. Les usagers peuvent consulter les informations sur www.cff.ch/166.

L’accès aux entreprises situées aux environs est possible, uniquement depuis la Sarraz, en direction d’Eclépens, avec des restrictions momentanées en fonction des mesures de sécurité prises lors des opérations de vidange et de relevage. Depuis Daillens, seuls les intervenants sont autorisés à se rendre sur le site d’intervention.

Plus de cent cinquante personnes sont engagées en permanence sur le site. Membres des CFF, responsables de l’ECA appuyés par des spécialistes du site CIMO de Monthey et des sapeurs-pompiers de Genève, Protection civile vaudoise, Gendarmerie, Direction générale de l’environnement, Police des transports, le Service Suisse d’enquête de sécurité (SESE), le SSO et les sapeurs-pompiers du Service de protection et sauvetage de Lausanne (SPSL) ainsi que l’Armée œuvrent sans relâche au rétablissement de la situation. Une grue routière et une grue des CFF sont maintenant à pied d’œuvre pour le relevage des wagons. L’Etat-major cantonal de conduite assure la coordination entre les différents partenaires.


Karte mit der ungefähren Unfallstelle:

Karte

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Autor: Redaktion

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