Kreuzlingen Hafen: Ausbau der Bahninfrastruktur für RegioExpress

Ab Dezember 2015 werden die regionalen Zentren St. Gallen und Kreuzlingen / Konstanz mit dem RegioExpress direkter und schneller verbunden. Dafür baut die SBB im Auftrag des Bundes zwischen St. Gallen und Kreuzlingen Hafen die Infrastruktur aus.

erstellt am 19. September 2014 @ 14:23 Uhr
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Bahnhof Kreuzlingen HafenAb Dezember 2015 werden die regionalen Zentren St. Gallen und Kreuzlingen / Konstanz mit dem  RegioExpress  direkter und schneller verbunden. Dafür baut die SBB im Auftrag des Bundes zwischen St. Gallen und Kreuzlingen Hafen die Infrastruktur aus.

Mit dem Anschluss an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz wird die Region Ostschweiz als Wirtschafts- und Tourismusstandort gestärkt. Zur Umsetzung des Angebotskonzeptes investiert die SBB im Auftrag des Bundes rund 26 Millionen Franken in verschiedene Ausbauten zwischen Romanshorn und Kreuzlingen Hafen. Bis Ende 2015 entstehen in Kreuzlingen Hafen ein neues Kundencenter mit Treppe und Rampe sowie eine Personenunterführung zum neuen, überdachten Aussenperron. Zudem wird das bestehende Perron verlängert. «Die Arbeiten sind auf Kurs. Wir werden rechtzeitig zum Seenachtsfest im August 2015 alle drei Gleise und die neue Publikumsanlage in Betrieb nehmen können», bestätigt Stefan Windmüller, Gesamtprojektleiter der SBB Infrastruktur. Darüber hinaus passt die SBB die Bahnanlagen in Uttwil und Altnau an, damit zukünftig Zugskreuzungen möglich sind. In Uttwil sind diese bereits realisiert; in Altnau werden sie im Oktober 2015 abgeschlossen sein. In Romanshorn wird die SBB voraussichtlich im nächsten Jahr zwei Spurwechsel bauen, die schnellere Zugskreuzungen erlauben.

Neuer Regioexpress bringt kürzere Fahrzeit
Dank diesen Ausbauten kann die SBB auf Dezember 2015 den neuen  RegioExpress  einführen. Dieser wird zweistündlich St. Gallen mit Konstanz verbinden, mit Halt in Romanshorn und Kreuzlingen Hafen. Ab Dezember 2018 wird der  RegioExpress  stündlich verkehren. Die Fahrzeit von Kreuzlingen Hafen nach St. Gallen wird 33 Minuten betragen (heute 52 Minuten).

Darüber hinaus investiert die SBB bis Dezember 2018 in zahlreiche Infrastrukturausbauten in der Ostschweiz, welche die folgenden Angebotsverbesserungen
ermöglichen:

  • Bessere Anschlüsse in Schaffhausen, Kreuzlingen, Romanshorn und Rorschach (Fahrzeitgewinn bis 10 Minuten)
  • Fernverkehrs-Vier-Zugskonzept Zürich – St. Gallen in der Hauptverkehrszeit (2  IR  und 2  IC  pro Stunde). Fahrzeitverkürzung und bessere Anschlüsse in St. Gallen
  • Durchgehender Halbstundentakt auf allen S-Bahn Linien im Kanton Thurgau
  • Zusätzliche schnelle S-Bahn zwischen Romanshorn und Weinfelden.

Neben diesen Ausbauten steht für die SBB der Unterhalt der Bahninfrastruktur im Zentrum. «Die Einführung des Regioexpress erfordert eine Modernisierung der Bahnanlagen. Aber ganz allgemein weist der Gleiskörper einen immer grösseren Instandhaltungsbedarf aus», erklärte Markus Geyer, stellvertretender Leiter SBB Infrastruktur. Gründe dafür sind das wachsende Verkehrsaufkommen, die immer schnelleren und schwereren Züge, der Ausbau der Bahninfrastruktur und der bestehende Nachholbedarf.

Koordinierter Unterhalt entlastet Anwohner
Mit längeren Streckensperrungen und Bündelung der verschiedenen Instandhaltungsarbeiten im selben Zeitfenster gibt die SBB Gegensteuer gegen die Kostenentwicklung. So werden in der Ostschweiz 14 Strecken mit Unterhaltsfenstern in der Nacht und 3 Strecken mit Unterhaltsfenstern am Tag umgesetzt. Beispielsweise besteht auf der Stecke Romanshorn – Rorschach seit 2013 während zwei Wochen pro Jahr ein Unterhaltsfenster in der Nacht. Zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein wird die SBB im Jahr 2015 die notwendigen Unterhaltsarbeiten während einer zweiwöchigen Totalsperre realisieren, damit die Arbeiten verdichtet ausgeführt werden können. Dazu wird die Strecke zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein gesperrt, und den Kunden stehen Busse zur Verfügung. «Die komplette Streckensperrung verkürzt die Bauzeit, verringert die Nachtarbeit und deshalb auch die Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner. Zudem fallen weniger Züge aus, was auch der öffentlichen Hand Einsparungen einbringt», führte Markus Geyer weiter aus.

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