Entwicklung der Containerumschlagterminals im Grossraum Basel: Container-Umschlagkapazitäten reichen bis 2029

Die bestehenden Terminals für den Umschlag maritimer Container können gemäss VAP – Verband der verladenden Wirtschaft im Grossraum Basel das erwartete Wachstum bis 2029 bewältigen. Notwendig sind dazu vorab betriebliche Optimierungen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Logistik-Beratungsunternehmens TransCare. Erst die im Jahr 2029 vorgesehene Schliessung des Terminals am Westquai macht neben der Realisierung der geplanten Ausbaumassnahmen an bestehenden Terminals auch den Bau eines neuen Terminals notwendig. Damit ist genügend Zeit für eine detaillierte Evaluation der bestehenden Terminals in der Schweiz und für die Planung ihres allfälligen Ausbaus sowie des Neubaus weiterer Terminals im Rahmen der Gesamtkonzeption für den Gütertransport auf der Schiene gemäss dem neuen Gütertransportgesetz, GüTG.

VAP Verband der verladenden Wirtschaft
Entwicklung Containerumschlagterminals Grossraum BaselDie bestehenden Terminals für den Umschlag maritimer Container können gemäss VAP – Verband der verladenden Wirtschaft im Grossraum Basel das erwartete Wachstum bis 2029 bewältigen. Notwendig sind dazu vorab betriebliche Optimierungen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Logistik-Beratungsunternehmens TransCare. Erst die im Jahr 2029 vorgesehene Schliessung des Terminals am Westquai macht neben der Realisierung der geplanten Ausbaumassnahmen an bestehenden Terminals auch den Bau eines neuen Terminals notwendig. Damit ist genügend Zeit für eine detaillierte Evaluation der bestehenden Terminals in der Schweiz und für die Planung ihres allfälligen Ausbaus sowie des Neubaus weiterer Terminals im Rahmen der Gesamtkonzeption für den Gütertransport auf der Schiene gemäss dem neuen Gütertransportgesetz, GüTG.

Die Häfen in Rotterdam und Antwerpen bauen ihre Kapazitäten aus. Deshalb erwarten Wirtschaft und Behörden, dass die Containermengen auf dem Rhein überproportional wachsen. Ab 2029 steht der Branche zudem das Westquai (Hafenbecken 1) im Basler Rheinhafen nicht mehr zur Verfügung. Dieses muss der Stadtentwicklung weichen.

Eine Arbeitsgruppe des Verbands der verladenden Wirtschaft VAP, hat deshalb das Logistik-Beratungsunternehmen TransCare beauftragt, die aktuellen und künftig erwarteten Umschlagskapazitäten der zentralen Terminals der Schweiz zu prüfen und aufzuzeigen, mit welchen Massnahmen die künftig benötigten Kapazitäten gewährleistet werden können.

Vorerst genügend Kapazitätsreserven
Die Erhebungen von TransCare zeigen, dass die untersuchten Terminals bei verfügbaren Umschlagskapazitäten von jährlich 360‘000 Ladeeinheiten (LE) aktuell 264‘000 LE umschlagen. Dies ergibt eine aktuelle Auslastung von 73%. Bei den trimodalen Terminals ist die Auslastung mit 80% höher. Aktuell sind somit genügend Kapazitätsreserven vorhanden.

Gemäss den Prognosen können die vorhandenen Kapazitäten den Umschlag bis 2022 sicherstellen. Danach ist sowohl bei den bimodalen (Schiene/Strasse) als auch den trimodalen Terminals (Wasser/Schiene/Strasse) eine Überlastung möglich, die erste Ausbauten erforderlich macht. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass der trimodale Umschlagsbedarf jährlich um 4,0% wächst, der bimodale um 2,8%.

Effiziente Kapazitätserweiterung möglich
Die Studie hat weiter Massnahmen untersucht, wie die notwendigen künftigen Kapazitäten möglichst kosteneffizient und flexibel sichergestellt werden können. Wie Studienautor Ralf Jahncke erläutert:

„Oft ist nicht zwingend ein neues Terminal notwendig, um die Umschlagskapazitäten zu erweitern. So hat sich bei unseren Analysen gezeigt, dass bereits mit verlängerten Betriebszeiten und den geplanten Ausbauprojekten von bestehenden Terminals der trimodale Umschlag bis ins Jahr 2029 garantiert werden kann“.

Eine Verlängerung der Betriebszeiten auf 14 Stunden pro Tag bedeutet eine Steigerung der Kapazitäten der trimodalen Terminals von 110‘000 auf 160‘000 LE. Diese Umschlagsmengen würden erst im Jahr 2029 erreicht und mit der Schliessung des Terminals am Westquai zusammenfallen.

Gemäss Studie der TransCare drohen Überkapazitäten, falls sämtliche aktuell geplanten Aus- und Neubauprojekte realisiert werden. Gemäss Jahncke gilt es, «die Projekte mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis zu verfolgen». Dabei ist insbesondere auf ein effizientes Anlagelayout, flexible Ausbaumöglichkeiten und ein optimales Preis-Leistungsverhältnis zu achten.

Überführung der Resultate der Terminalkonferenz 2013 in das Konzept für den Gütertransport gemäss Gütertransportgesetz
Die Terminalkonferenz vom Dezember 2013 forderte den Einbezug der bestehenden Terminals in die Entwicklung der zukünftigen Terminallandschaft. Die Studienverfasser haben ihre Erkenntnisse dem für die Entwicklung der Terminallandschaft zuständigen Bundesamt für Verkehr BAV zur Kenntnis gebracht. Das BAV hat zugesichert, die Studienergebnisse im Rahmen der weiteren mit Kantonen und Branchenakteuren vorgesehenen Arbeiten für ein Konzept für den Gütertransport auf der Schiene zu prüfen.

Siehe auch

  • Die gesamte Studie zu den Container-Umschlagskapazitäten finden Sie hier (PDF-File)

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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