SBB verbessert Kundenservice im Bahncatering: Neue Minibar und garantiertes Verpflegungsangebot

Die Verpflegung unterwegs ist den Kundinnen und Kunden der SBB wichtig – deshalb investiert die SBB auch weiterhin in die Bahngastronomie. Am 4. April 2014 hat die SBB ihr Servicekonzept für die Verpflegung unterwegs vorgestellt. Das Unternehmen setzt auf neue Impulse, ein einheitliches Bedienkonzept und Innovationen. Eine neue SBB Minibar bietet den Kundinnen und Kunden künftig hochwertige Kaffeegetränke mit frischer Milch.

erstellt am 04. April 2014 @ 13:59 Uhr
SBB CFF FFS / Sandro Hartmeier / Pro Bahn Schweiz
Weltneuheit neue SBB Minibar 73639_05Die Verpflegung unterwegs ist den Kundinnen und Kunden der SBB wichtig – deshalb investiert die SBB auch weiterhin in die Bahngastronomie. Am 4. April 2014 hat die SBB ihr Servicekonzept für die Verpflegung unterwegs vorgestellt. Das Unternehmen setzt auf neue Impulse, ein einheitliches Bedienkonzept und Innovationen. Eine neue SBB Minibar bietet den Kundinnen und Kunden künftig hochwertige Kaffeegetränke mit frischer Milch.

Immer mehr Menschen verpflegen sich unterwegs, Bahnhöfe sind schon längst nicht nur ein Transit-, sondern auch ein Begegnungszentrum. Diese Tatsache beeinflusst das Konsumverhalten von Fahrgästen. Die SBB ist überzeugt, dass auch die Verpflegung im Zug den Kundinnen und Kunden einen Mehrwert bei der Reise bietet – es ist eine zentrale Dienstleistungskomponente. Deshalb hält die SBB am Bahncatering fest, die Strategie dabei ist ein einheitliches und nachfrageorientiertes Bedienkonzept sowie Investitionen in Innovationen.

Durchgängiges Verpflegungsangebot in  IC  ICN  und  EC 
Weltneuheit neue SBB Minibar 73639_02Die  InterCityNeigezüge  werden weiterhin mit zwei bedienten Speisewagen und bedienten Multifunktionsabteilen in der 1. Klasse geführt. Seit der Abschaffung der Minibar auf diesen Zügen stieg der in den  ICN  erwirtschaftete Umsatz um 15% an, wobei bei Doppeltraktionen beim früheren Konzept jeweils in einem Zugsteil eine Minibar zirkulierte und im anderen der Speisewagen geöffnet war. Auch das neue Take-Away-Angebot in den  InterCity  InterCityNeigezügen  sowie in den  EuroCity -Zügen kommt bei den Fahrgästen gut an: Viele Kundinnen und Kunden schätzen die breite Auswahl an Getränken und Snacks zum Mitnehmen – dies zu einem tieferen Preis als von der SBB Minibar. Die Dienstleistungen des im November 2013 eingeführten 1.-Klass-Stewards in den  EuroCity -Zügen stossen bei den Kundinnen und Kunden ebenfalls auf positive Resonanz.

Aufgrund zu geringer Nachfrage wurde die Bedienung in den  InterRegio -Zügen angepasst. Heute konzentriert sich der Minibar-Service auf Strecken mit hohem Passagieraufkommen sowie auf Grossanlässe (zum Beispiel Filmfestival Locarno) und saisonale Spitzen. Auch bei der Kundeninformation besteht Handlungsbedarf. «In letzter Zeit haben wir unsere Kundinnen und Kunden verunsichert. Es ist heute nicht mehr klar, ob das „Wägeli“ nun kommt oder nicht. Da müssen wir jetzt rasch besser werden, denn Bahncatering ist für unsere Kundinnen und Kunden ein zentrales Service-Element. Deshalb investieren wir jährlich einen tiefen zweistelligen Millionenbetrag», führt Jeannine Pilloud, Leiterin von SBB Personenverkehr, aus. Zukünftig wird die SBB mit gezielten Kommunikationsmassnahmen die Kundinnen und Kunden besser über das Verpflegungskonzept in den Zügen informieren. Als zentrales Kundenversprechen gilt dabei ein durchgängiges Verpflegungsangebot in allen  IC  ICN  und  EC  von 6:30 bis 19:00 Uhr.

Grössere Auswahl von der neuen Minibar
Weltneuheit neue SBB Minibar 73639_04Seit 2007 steht die heutige SBB Minibar im Einsatz, jährlich werden rund 3 Mio. Kaffees und Espresso ausgeschenkt. Nach dem erfolgreichen Pilotversuch im Sommer 2013, können die Fahrgäste seit April 2014 einen echten Cappuccino oder Latte Macchiato direkt am Sitzplatz geniessen. Seit 7. April 2014 ermöglicht ein neuer Minibar-Typ (Weltneuheit) die Kaffeezubereitung mit frischer Milch und damit eine grössere Auswahl an Kaffeegetränken. Das neue, in der Schweiz entwickelte und gebaute, Wägeli wird von den Stewards geschoben. So sieht der Kunde immer zuerst das Angebot und nicht den Rücken des Stewards. In der Entwicklungsphase konnte das Gewicht der darauf installierten Kaffeemaschine von 26 auf 13 kg verringert werden. Die neue Minibar hat in voller Beladung ein Gewicht von 140 kg, dem gegenüber wog die alte Minibar bisher 160 kg. Die ersten sieben neuen SBB Minibars fahren seit 7. April auf der Strecke Zürich – Bern, die Abnahme weitere 17 Wägeli für IC2000-Züge verzögert sich allerdings infolge veränderter Auflagen für den Betrieb der Brennstoffzellen. In der Hauptverkehrszeit verstärkt eine zusätzliche «konventionelle» Minibar den Service im  IC . Bei den Preisen gibt es derzeit keine Anpassungen.

Starbucks im Zug in Fahrt
Das im November 2013 lancierte erste Coffee House auf Schienen liegt gemessen am Umsatz über den Erwartungen von Elvetino. Wer im Zug mit Starbucks-Wagen unterwegs ist, trifft vielleicht auf das spezielle «Starbucks-Wägeli»: Pünktlich seit dem Einsatz des zweiten Starbucks-Wagens am 9. Mai 2014 fahren diese Minibars in beiden Zügen mit den Starbucks-Wagen.

Investition in neue Impulse und Qualität
«Innovationen sind im Bahncatering wichtig. Nur so können wir uns gegen unsere Mitbewerber am Bahnhof durchsetzen. Die neue SBB Minibar und die Zusammenarbeit mit Starbucks ermöglicht uns, ein breiteres Publikum anzusprechen», fasst Wolfgang Winter, CEO der Elvetino AG, die Strategie zusammen. Die SBB investiert laufend in die Restauration auf ihren Fernverkehrszügen und setzt neue Impulse. Die Massnahmen umfassen unter anderem die bereits erfolgte Renovation von 18 einstöckigen Speisewagen, neue Uniformen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kooperation mit der Schweizer Kochnationalmannschaft sowie das Pilotprojekt mit Starbucks. Zudem wird in die Logistik investiert, um Engpässe bei der Produktverfügbarkeit zu vermeiden.

Über die Elvetino AG
Die Elvetino AG ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der SBB AG. Das Bahngastronomieunternehmen ist in der Schweiz sowie in Deutschland, Frankreich und Italien tätig. Mit dem Hauptsitz in Zürich und einer Niederlassung in Paris beschäftigt die Elvetino AG europaweit 1’150 Mitarbeitende aus 80 Nationen. Das Unternehmen bewirtschaftet national 88 SBB Restaurants und 100 SBB Minibars. Im 2013 verzeichnete die Elvetino AG einen Umsatz von CHF 81 Mio., wobei davon 25% mit Esswaren, 15% mit Softdrinks und 20% mit Alkohol erwirtschaftet wurden. Elvetino machte 2013 keinen Gewinn.

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Stellungnahme Pro Bahn Schweiz:
Reise mit der SBB – niemand muss verhungern

Während dem die Deutsche Bahn (DB) den Verpflegungsservice verschlechtert, (Wegfall der Speisewagen bei City Night Line) gehen die SBB den umgekehrten Weg. In den  IC  ICN  und  EC  Zügen der SBB soll es generell möglich sein, sich entweder im Speisewagen oder ab Minibar zu verpflegen. Pro Bahn Schweiz, die Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs nimmt mit Befriedigung davon Kenntnis.

Speisewagen im  ICN  garantiert offen
Das bisherige Va-Banque-Spiel in doppelt geführten  ICN  gehört nun definitiv der Vergangenheit an. Besteht ein Zug aus zwei Einheiten, ist in jeder Einheit der Speisewagen offen, Ankunft mit Hungerast weil im falschen Zugsteil gereist, gehört also der Vergangenheit an.

Minibar bleibt
Auch künftig werden die „Wägelis“ in die erwähnten Zugskategorien ihren Dienst versehen und schrittweise durch neue Ausführungen ersetzt, die eine Weltneuheit darstellen und ein erweitertes Angebot auf übersichtliche Art und Weise präsentieren. So sind sie mit einer neuen Kaffeemaschine ausgerüstet, welche neben Espresso und Kaffee auch die Zubereitung echter Cappucinos oder Latte Macchiatos mit frischer Milch ermöglicht.

Abgefederter Wermutstropfen
Dieses Angebot gilt in den erwähnten Zugskategorien von 06.30 – 19.00. Hier dürfte es – insbesondere am Abend – gerne noch ein wenig mehr sein. In den  IR  soll sich das Angebot auf Strecken mit hohem Passagieraufkommen beschränken. Auch wenn Pro Bahn Schweiz versteht, dass das Angebot nur dort vorhanden sein soll, wo eine vernünftige Nachfrage besteht, darf aber doch erwartet werden, dass in diesen Zügen diese Dienstleistung eher grosszügig angeboten wird und dieser Wermutstropfen dank guter Kommunikation abgefedert wird.

Ausbauen und nicht zurückfahren – nach diesem Motto wollen die SBB das Verpflegungsangebot in Zukunft wahrnehmen. Pro Bahn Schweiz begrüsst diesen Schritt, der in der heutigen kommerzialisierten Zeit nicht selbstverständlich ist und wünscht dazu viel Erfolg.

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Autor: Redaktion

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