SBB Historic Jahresmedienkonferenz: Strategisch wichtiger Schritt nach Windisch

2014 hat die Stiftung Historisches Erbe der SBB die Kräfte gebündelt und ist nach Windisch/AG umgezogen. Damit legte SBB Historic den Grundstein für die weitere erfolgreiche Entwicklung. Die umfangreichen Umzugsarbeiten forderten die Stiftung und alle Beteiligten in vielfacher Hinsicht. Daneben erbrachte SBB Historic auch 2014 vielfältige attraktive Angebote und gute Leistungen. Am Sonntag, 31. Mai 2015, lädt SBB Historic die Bevölkerung im Raum Windisch/Brugg und alle Interessierten zum grossen Eröffnungsfest ein.

erstellt am 07. Mai 2015 @ 11:19 Uhr
SBB Historic / Sandro Hartmeier
SBB Historic Geschaeftsbericht 20142014 hat die Stiftung Historisches Erbe der SBB die Kräfte gebündelt und ist nach Windisch/AG umgezogen. Damit legte SBB Historic den Grundstein für die weitere erfolgreiche Entwicklung. Die umfangreichen Umzugsarbeiten forderten die Stiftung und alle Beteiligten in vielfacher Hinsicht. Daneben erbrachte SBB Historic auch 2014 vielfältige attraktive Angebote und gute Leistungen. Am Sonntag, 31. Mai 2015, lädt SBB Historic die Bevölkerung im Raum Windisch/Brugg und alle Interessierten zum grossen Eröffnungsfest ein.

Für die weitere Entwicklung von SBB Historic ist der 2014 erfolgte Umzug nach Windisch von grosser Bedeutung. «Mit diesem strategischen Schritt bietet sich unserer Stiftung eine Vielzahl von Chancen», sagte Stiftungsratspräsident Werner Nuber am 7. Mai 2015 anlässlich der Jahresmedienkonferenz am neuen Standort. In Windisch steht SBB Historic genügend Platz zur Verfügung, um dem sich abzeichnenden zusätzlichen Raumbedarf der kommenden Jahre zu entsprechen. Gleichzeitig ist die neue Lösung mit einem zentralen Standort im Vergleich zu den verschiedenen Standorten, die SBB Historic bisher belegte, «auch in finanzieller Hinsicht eine nachhaltige Lösung», erklärte Nuber.

Mehr Aufgaben erfordern mehr Effizienz
Der zentrale Standort Windisch erlaubt auch eine deutlich höhere Effizienz. Dies ist angesichts der finanziellen Perspektiven der Stiftung unerlässlich. Der Umfang der Aufgaben von SBB Historic und die eingelieferten Mengen in Archiv und Sammlungen werden in den kommenden Jahren – so der Stiftungsratspräsident – «weiter deutlich zunehmen, ohne dass uns dafür wesentliche zusätzlich finanzielle Mittel zur Verfügung stehen werden». Im Gegenteil: Im Rahmen ihrer eignen Sparanstrengungen baut die SBB AG ihren jährlichen Beitrag an SBB Historic in zwei Schritten ab: Nachdem die erste Kürzung um 2,5% bereits 2013 erfolgte, steht die zweite Kürzung um nochmals 2,5% im laufenden Jahr bevor. «Dies ist eine grosse Herausforderung für unsere Stiftung», sagte Werner Nuber. Entsprechende Massnahmen für Kosteneinsparungen sind aufgegleist. Mit dem Umzug nach Windisch sowie der Umstellung auf ein neues ICT-System kann SBB Historic längerfristig nachhaltige Spareffekte erzielen: «Allein bei IT und Telekommunikation rechnen wir mit wiederkehrenden jährlichen Einsparungen von rund 100‘000 Franken», sagte Nuber.

SBB Historic schloss das von Sonderfaktoren (Umzug, Verkauf einer Liegenschaft in Interlaken) geprägte Geschäftsjahr 2014 mit einem kleinen Überschuss von rund CHF 30‘000 ab.

Weitere 500 Laufmeter Akten von der SBB
Der Geschäftsleiter von SBB Historic, Walter Hofstetter, wies vor den Medien darauf hin, dass die Mitarbeitenden von SBB Historic neben den umfangreichen und aufwändigen Umzugsarbeiten – u.a. 4000 Laufmeter Akten, Bilder und Bücher, 2000 Sammlungsobjekte und Kunstwerke und über 20 Kubikmeter Plakatrollen – «auch noch ihren eigentlichen Aufgaben nachgekommen sind». Unter anderem übernahm SBB Historic 2014 von der SBB weitere rund 500 Laufmeter Akten und eine grosse Anzahl Baupläne. Gleichzeitig konnte die aufwändige Digitalisierung und Erschliessung der Fotoalben im SLM-Archiv Winterthur abgeschlossen worden. Die von SBB Historic angebotenen Charter- und Erlebnisfahrten erfreuten sich auch letztes Jahr beim Publikum grosser Beliebtheit. «Wir haben viel Interesse und Wohlwollen für unsere Angebote erfahren», freute sich Hofstetter.

Dies gelte auch für den neuen Standort Windisch: Die ersten Kontakte in der Region seien überaus positiv verlaufen. «Ich habe festgestellt: Man freut sich darüber, dass wir jetzt hier sind», sagte der Geschäftsleiter.

Eröffnungsfest am 31. Mai 2015 in Windisch
Einen Meilenstein in der Beziehung zur Region setzte die Stiftung Ende Mai: Am Sonntag, 31. Mai 2015, lud SBB Historic die Bevölkerung im Raum Windisch/Brugg und alle anderen Interessierten zum grossen Eröffnungsfest nach Windisch ein.

Für die rund 2000 Besucherinnen und Besucher wurden Dampffahrten, Ausstellungen (u.a. mit historischen Fahrzeugen), Workshops, ein Rätsel- und Lernparcours für Kinder und eine grosse Festwirtschaft organisiert. Besuch kam auch aus dem Ausland: Ab Luino in Italien verkehrte der Verbano-Express nach Brugg.

Das Fest von SBB Historic fand im Rahmen des jährlich stattfindenden Tages der offenen Tore des benachbarten Bahnparks Brugg statt.

Impressionen vom SBB Historic Eröffnungsfest und dem Tag der offenen Tore im Bahnpark Brugg

Fotos von Georg Trüb:

Zwei Fotos von André Knoerr, Genève [© flickr, Fototak]
2015-05-31, CFF, Brugg
2015-05-31, VMik/SNCF/CFF, Bahnpark Brugg, 141 R 1244

Gepostet von Bahnonline.ch am Dienstag, 2. Juni 2015

Gepostet von Bahnonline.ch am Montag, 1. Juni 2015

Gepostet von Bahnonline.ch am Montag, 1. Juni 2015

«Bahnerlebniswelt Gotthard»
Mit der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels im Dezember 2016 bietet sich der Schweiz die grosse Chance, die weltbekannte Gotthard-Bergstrecke gezielt als «Bahnerlebniswelt» zu nutzen. «Diese Chance wollen wir bei SBB Historic packen», erklärte Werner Nuber. Seine Stiftung will bei der jetzt laufenden Entwicklung der «Bahnerlebniswelt Gotthard» als «aktiver Treiber» eine treibende Rolle spielen. Inzwischen liegt ein attraktiver Strauss von Ideen auf dem Tisch. Diese müssen jetzt bewertet und auf ihre Machbarkeit geprüft werden. Dabei spielt die Finanzierbarkeit eine wesentliche Rolle. «Nice-to-have» genügt laut Nuber nicht: «Es braucht jetzt verbindliche Zusagen zur Übernahme der Kosten von einzelnen Projekten. Nötig ist auch die Unterstützung durch die öffentliche Hand und durch private Partner und Sponsoren.»

Bei der Realisierung der einzelnen Projekte wird sich SBB Historic auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren: Dazu gehört der Aufbau und Betrieb eines Angebots mit historischem Rollmaterial auf der Gotthard-Bergstrecke. Naheliegend ist auch, dass die Stiftung die Verantwortung für Führungen im Depot Erstfeld übernimmt und dieses dem Publikum – so Nuber – «in der einen oder anderen Form öffnet».

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Autor: Redaktion

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