Verkehrsverbund Luzern: Seit fünf Jahren erfolgreich unterwegs

Auch im fünften Geschäftsjahr verzeichnet der Verkehrsverbund Luzern (VVL) Rekord‐Fahrgastzahlen. Zum ersten Mal wurde die 100‐Millionen‐Marke bei der Anzahl Fahrgäste überschritten. Trotz des Angebotsausbaus mit Mehrkosten in Millionenhöhe konnte der VVL den Kostendeckungsgrad weiter steigern.

Verkehrsverbund Luzern
VVL Geschaeftsbericht 2014Auch im fünften Geschäftsjahr verzeichnet der Verkehrsverbund Luzern (VVL) Rekord‐Fahrgastzahlen. Zum ersten Mal wurde die 100‐Millionen‐Marke bei der Anzahl Fahrgäste überschritten. Trotz des Angebotsausbaus mit Mehrkosten in Millionenhöhe konnte der VVL den Kostendeckungsgrad weiter steigern.

Seit 2010 plant und finanziert der VVL als öffentlich‐rechtliche Anstalt den öffentlichen Verkehr (öV) im Kanton Luzern und führt die Geschäftsstelle des Tarifverbundes Passepartout. Der VVL ging aus dem Zusammenschluss des Zweckverbandes für den öffentlichen Agglomerationsverkehr, der öV‐Abteilung in der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur und des Tarifverbundes Passepartout hervor. „Es ist uns in den vergangenen fünf Jahren gelungen, den öV zusammen mit unseren Partnern kontinuierlich weiter zu entwickeln“, ist Daniel Meier, Geschäftsführer des VVL, überzeugt. Mit dem Angebotskonzept AggloMobil due, der Einführung des Systems RBus oder der neuen Fahrgastinformation öV‐LIVE setzt der VVL konkrete Massnahmen zur Verbesserung der Mobilität im Kanton Luzern um.

Stetiges Fahrgastwachstum
Im Auftrag des VVL transportierten die 13 Transportunternehmen letztes Jahr erstmals über 100 Millionen Fahrgäste. Im Vergleich zum Gründungsjahr 2010 entspricht das einem Wachstum von rund 20 Prozent. Im selben Zeitraum baute der VVL gemessen an der Anzahl Kurskilometer das öV‐Angebot um rund 10 Prozent aus. „Es freut uns sehr, dass die Fahrgäste den Angebotsausbau wahrnehmen und davon Gebrauch machen“, sagt Daniel Meier. Der schweizweit erkennbare Trend zu längeren Tagesdistanzen setzte sich fort und widerspiegelt sich bei der Entwicklung der Personenkilometer. Zwischen 2010 und 2014 steigerte sich die Anzahl Personenkilometer um rund 30 Prozent.

Höhere Abgeltungen – besserer Kostendeckungsgrad
Der VVL leistete letztes Jahr Abgeltungen von 77.3 Millionen Franken an die 13 Transportunternehmen. Aufgrund des markanten Angebotsausbaus mit dem Fahrplan 2014 nahmen die Abgeltungen des VVL im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Prozent zu. Trotz der höheren Ausgaben konnte der Kostendeckungsgrad erneut gesteigert werden und beträgt nun 52.3 Prozent. Verantwortlich dafür sind unter anderem Effizienzsteigerungen bei den Transportunternehmen und ein überproportionales Wachstum bei den Erlösen. Der übrige Betriebsaufwand des VVL lag rund 1.2 Millionen Franken über dem Vorjahr. Hauptgrund waren die Ausgaben für die Umsetzung des neuen Tarifzonenplans. Dem standen auf der Einnahmenseite weniger Beiträge von Kanton und Gemeinden gegenüber. Sie wurden im Rahmen des kantonalen Sparpakets (Leistungen und Strukturen I) um 0.4 Millionen Franken gekürzt. Der daraus entstandene Verlust wird über den positiven Ergebnisvortrag der vergangenen Jahre ausgeglichen.

Steigerung bei Passepartout
2014 erzielte der Tarifverbund Passepartout einen Umsatz von 102.1 Millionen Franken. Dies entspricht einer Steigerung von 4.4 Prozent gegenüber 2013. In der Geschichte von Passepartout wurden noch nie so viele Abos verkauft wie im vergangenen Jahr. Mit den neuen Tarifzonen vereinfachte Passepartout auf den vergangenen Fahrplanwechsel im Dezember 2014 das Reisen im öV. Die neue Einteilung bietet mehr Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit. Weitere Meilensteine waren der Pilotversuch der Quattro‐Tageskarte und die Einführung des Job‐Abos.

Zuverlässigkeit verbessern
„Um den Erfolg des öV fortzuführen, müssen wir die Zuverlässigkeit der Busse in der Stadt und Agglomeration verbessern“, zeigt sich Meier beherzt. Die regelmässigen Kundenbefragungen des VVL zeigen, dass die Fahrgäste immer unzufriedener mit der Pünktlichkeit zu Hauptverkehrszeiten in der Stadt und Agglomeration Luzern werden. Von 2006 bis 2014 reduzierte sich die Punktzahl um 12 Punkte und liegt nun bei 56 von 100 möglichen Punkten. Deshalb setzt sich der VVL weiterhin für Massnahmen zur öV‐Bevorzugung, wie etwa Busspuren oder Verkehrsmanagementanlagen, ein. Ein wichtiger Meilenstein stellt die Umsetzung des Gesamtverkehrskonzepts Agglomerationszentrum Luzern (GVK) dar.

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Autor: Redaktion

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