Jubiläum: 25 Jahre Zürcher Verkehrsverbund und Zürcher S-Bahn

Ein neuer Zonentarif, doppelstöckige S-Bahnen, Eisenbahntunnel durch die Stadt Zürich und moderne neue Bahnhöfe – das war 1990. Am 27. Mai 2015 vor 25 Jahren nahmen der Zürcher Verkehrsverbund ZVV und die Zürcher S-Bahn offiziell ihren Betrieb auf. Alt Bundesrat Adolf Ogi, der Zürcher Regierungspräsident Ernst Stocker, Andreas Meyer (CEO SBB) und Franz Kagerbauer (Direktor ZVV) haben diesen Meilenstein im Bahnhof Zürich Stadelhofen gewürdigt. Die Bevölkerung war am Sonntag, 31. Mai 2015, zu einem ZVV-Gratistag eingeladen.

erstellt am 27. Mai 2015 @ 17:58 Uhr
SBB CFF FFS / Zürcher Verkehrsverbund / Pro Bahn Schweiz / Kanton Zürich, Regierungsrat / Sandro Hartmeier
Jubilaeum 25 Jahre Zuercher Verkehrsverbund Zuercher S-BahnEin neuer Zonentarif, doppelstöckige S-Bahnen, Eisenbahntunnel durch die Stadt Zürich und moderne neue Bahnhöfe – das war 1990. Am 27. Mai 2015 vor 25 Jahren nahmen der Zürcher Verkehrsverbund ZVV und die Zürcher S-Bahn offiziell ihren Betrieb auf. Alt Bundesrat Adolf Ogi, der Zürcher Regierungspräsident Ernst Stocker, Andreas Meyer (CEO SBB) und Franz Kagerbauer (Direktor ZVV) haben diesen Meilenstein im Bahnhof Zürich Stadelhofen gewürdigt. Die Bevölkerung war am Sonntag, 31. Mai 2015, zu einem ZVV-Gratistag eingeladen.

Vor 25 Jahren, am 27. Mai 1990, erhielten die Zürcherinnen und Zürcher zwei Geschenke, die sie selbst im Jahr 1981 bzw. 1988 an der Urne beschlossen hatten: die Zürcher S-Bahn und den Zürcher Verkehrsverbund ZVV. Alt Bundesrat Adolf Ogi, der Zürcher Regierungspräsident Ernst Stocker, Andreas Meyer, CEO der SBB, und Franz Kagerbauer, Direktor des ZVV, haben am 27. Mai 2015 zur Feier im Bahnhof Zürich Stadelhofen einen Geburtstagskuchen angeschnitten und verteilt.

Renaissance des öffentlichen Verkehrs
Alt-Bundesrat Adolf Ogi sprach vor 25 Jahren an der Eröffnungsfeier im Bahnhof Stadelhofen von einer Renaissance des öffentlichen Verkehrs. Er sollte damit Recht behalten. Seit dem Start haben sich die Fahrgastzahlen auf der Zürcher S-Bahn fast verdreifacht. Über 1,6 Millionen Passagiere reisen heute täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im ZVV. Mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer pendeln mit dem öffentlichen Verkehr in die Stadt Zürich. Zürich ist eine Hochburg des öffentlichen Verkehrs.

Komfortabler Zonentarif, dichter Takt und gute Anschlüsse
Einer der wichtigsten Gründe für die erfolgreiche Entwicklung war der neue Zonentarif des ZVV, der 1990 eingeführt wurde. Statt mehrerer Tickets für Bahn, Tram, Bus oder Schiff reichte ein einziges Ticket für alles, was den Zugang zum öffentlichen Verkehr deutlich vereinfachte. Heute ist der Zonentarif in allen Verbünden eine Selbstverständlichkeit. Ebenso wichtig war der Ausbau des Verkehrsangebots auf Schiene und Strasse. Der Kanton Zürich hatte vor dem Startschuss rund eine Milliarde Franken in neue Bahninfrastruktur investiert, unter anderem in den Zürichberg- und den Hirschengrabentunnel oder den umgebauten Bahnhof Stadelhofen. Dies ermöglichte vielerorts eine deutliche Verbesserung des Verkehrsangebots mit dichterem Takt. Ausschlaggebend war, dass die Fahrpläne der einzelnen Unternehmen möglichst optimal aufeinander abgestimmt wurden. So entstanden Reiseketten und die vernetzte Mobilität, die sich der ZVV als Ziel gesetzt hat. Auffälligste Neuerung waren aber die doppelstöckigen S-Bahnen, die zum ersten Mal in der Schweiz zum Einsatz kamen.

Rückblick und Ausblick: Ausbau
Die Nachfrage auf dem ZVV-Netz übertraf selbst die optimistischsten Prognosen, die man vor dem Start gewagt hatte. Deshalb musste das S-Bahn-Angebot mehrfach ausgebaut werden. Im Dezember 2015 steht dank der neuen Durchmesserlinie der nächste Schritt im Rahmen der 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn an. Der kommende Fahrplanwechsel bringt mehr Kapazitäten auf dem Netz und sorgt vor allem auch für verbesserte Pünktlichkeit. Er bringt aber vor allem grosse Umstellung für einen Grossteil der Fahrgäste im ZVV.

Auch die anderen Verkehrsträger wurden und werden ausgebaut: 2006 ging die erste Etappe der Glattalbahn in Betrieb, 2011 folgte das Tram Zürich-West und 2017 wird die Tramverbindung Hardbrücke fertiggestellt sein. Daneben laufen die Planungen für die Limmattalbahn, die von Zürich Altstetten nach Killwangen-Spreitenbach führen soll. Die Busbetriebe sorgen ihrerseits für möglichst sichere und schnelle Anschlüsse an den Bahnhöfen.

Zum Dank an alle: Gratistag am 31. Mai 2015
Zur erfolgreichen Entwicklung des öffentlichen Verkehrs haben viele beigetragen: Die Mitarbeitenden der Verkehrsunternehmen, die Politiker und Behörden von Gemeinden, Kanton und Bund, die zahlreichen Fahrgäste und letztlich alle Zürcherinnen und Zürcher, die den öffentlichen Verkehr als Steuerzahlende unterstützen. Daher wählten ZVV und SBB auch das Jubiläumsmotto «Wir gratulieren uns allen zu 25 Jahren ZVV».

Als Geschenk an die Bevölkerung konnte am Sonntag, 31. Mai 2015 das gesamte Verkehrsangebot innerhalb des ZVV gratis benutzt werden. Auch der Nachtzuschlag musste dank des Engagements der Zürcher Kantonalbank als Partnerin des Nachtnetzes in der Nacht auf Sonntag nicht gelöst werden. Für Fahrten aus dem ZVV hinaus in die umliegenden Kantone brauchte es ein gültiges Anschlussticket bzw. ein Ticket des Fernverkehrs ab dem letzten Halt innerhalb des ZVV. Reisende von ausserhalb des ZVV brauchten ein Ticket bis zum ersten Halt ihres Verkehrsmittels im ZVV.

Die Verkehrsunternehmen im ZVV verstärkten am Gratistag ihr Angebot und fuhren in der Regel wie an einem Samstag, punktuell noch häufiger.

Denkmal für Hans Künzi am Zürcher Hauptbahnhof
Der „Vater der Zürcher S-Bahn“ erhält ein Denkmal am Zürcher Hauptbahnhof. Am Aufgang Europaallee wird ab 2017 ein Kunstwerk bestehend aus 1000 Leuchtstoffröhren an Hans Künzi erinnern. Bezahlt wird es unter anderem von Rainer E. Gut, dem Ehrenpräsident der CS.

An alle Briefmarken- und öV-Fans: Wir verlosen 5 Briefmarken-Sets der Sonderedition «25 Jahre ZVV – 25 Jahre gemeinsam unterwegs.» Viel Glück! #zvv25http://zvv2.herokuapp.com/

Gepostet von ZVV am Mittwoch, 17. Juni 2015

Am 27. Mai 2015 an den Bahnhöfen Zürich Stadelhofen und Zürich HB.Mehr dazu im Beitrag auf bahnONLINE.ch:…

Gepostet von Bahnonline.ch am Mittwoch, 27. Mai 2015

Gepostet von Bahnonline.ch am Mittwoch, 27. Mai 2015

Gepostet von Bahnonline.ch am Mittwoch, 27. Mai 2015

Ein sehr spannender Film.

Gepostet von Bahnonline.ch am Mittwoch, 27. Mai 2015

13. Juni 2015: Serviceanlage Oberwinterthur öffnete ihre Tore – Saubere Wäsche für jährlich 6750 Züge

Am Servicestandort Oberwinterthur hat die SBB ihre frisch modernisierte Zugreinigungsanlage in Betrieb genommen. Sie funktioniert vollautomatisch und reinigt jährlich über 6750 Zugskompositionen. Die SBB investierte rund 5 Millionen Franken. Im Rahmen des 25 Jahre Jubiläums der Zürcher S-Bahn und des Zürcher Verkehrsverbundes öffnete die SBB am Samstag, 13. Juni in der Serviceanlage Oberwinterthur ihre Tore für Besucher und Journalisten.

Ob Einzelwagen oder eine bis zu 200 Meter lange Doppelstock-Komposition: In der frisch modernisierten Aussenreinigungsanlage am SBB-Servicestandort Oberwinterthur können seit kurzem Züge und auch Einzelwagen des Regionalverkehrs mit neuster Reinigungstechnik vollautomatisch gewaschen werden. Die Waschhalle wurde um 20 Meter auf 90 Meter verlängert und schafft die Reinigung von über 6750 Zugskompositionen im Jahr (hauptsächlich der Zürcher S-Bahn und Thurbo), was 27000 Wagenkasten entspricht. Neu kann ein Drittel des Waschwassers nochmals verwendet und durch neue Dosier-Pumpen auch der Chemieverbrauch gesenkt werden. Mit der neuen Anlage erhöht die SBB zudem die Kapazitäten und erreicht ein besseres Reinigungsergebnis. Die Umbauarbeiten dauerten rund sieben Monate.

Etwa wöchentlich werden die Fahrzeuge des Personenverkehrs aussen gründlich gereinigt, das entspricht schweizweit 200 Reinigungen pro Tag und rund 700 000 pro Jahr. Dafür betreibt die SBB schweizweit zehn Aussenreinigungsanlagen. Ein Teil dieser Anlagen ist bis zu 30 Jahre alt und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Reinigung. Die SBB wendet in rund 20 Millionen Franken auf für deren Modernisierung. Neben Oberwinterthur wurden auch die Reinigungsanlagen in Basel, Luzern, Biel und Zürich modernisiert und in Betrieb genommen.

Zum Jubiläum der Zürcher S-Bahn ein Tag der offenen Tür
Im Rahmen des 25-Jahre-Jubiläums der Zürcher S-Bahn und des Zürcher Verkehrsverbundes öffnete die SBB am Samstag, 13. Juni 2015, von 10 bis 17 Uhr die Tore zu ihrer Serviceanlage Oberwinterthur. Die Besucher erhielten am Tag der offenen Tür einen Einblick in Abläufe und Arbeiten, die täglich im verborgenen geschehen, aber unerlässlich sind für den reibungslosen Betrieb des grössten S-Bahn-Systems der Schweiz. Bei Fahrten durch die neue Zugreinigungsanlage oder am Lokführersimulator erlebten Interessierte den Lokführeralltag hautnah. Und auf Familien wartete ein abwechslungsreiches Programm. Die Anreise erfolgte mit dem kostenlosen Shuttlezug ab Winterthur, der halbstündlich verkehrte.

Am 13.6. war Tag der offenen Tür in der Unterhaltsanlage Oberwinterthur.

Gepostet von Heldner Photography am Dienstag, 16. Juni 2015

25 Wochen Dankeschön für Abonnentinnen und Abonnenten

Als besonderes Dankeschön haben alle Abonnenten seit dem 14. April jede Woche die Möglichkeit, einen von 250 attraktiven Preisen von Freizeit- und Ausflugspartnern des ZVV zu ergattern. Notwendig ist eine einmalige Registrierung mit einem Kundenkonto auf der neuen Webseite des ZVV.

Verkehrsrat des Zürcher Verkehrsverbundes: neue Präsidentin und zwei neue Mitglieder

Der Regierungsrat hat für die Amtsdauer 2015-2019 drei neue Mitglieder in den Verkehrsrat des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) gewählt. Als neue Präsidentin des Verkehrsrates wählte der Regierungsrat die neue Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh.

Als Vertreter der Stadt Zürich wurde Stadtrat Raphael Golta gewählt. Wilfried Ott (Fehraltorf) wurde als neuer Gemeindevertreter in den Verkehrsrat gewählt. Die übrigen sechs Mitglieder wurden für eine weitere Legislatur bestätigt. Jenes Regierungsratsmitglied, das die Volkswirtschaftsdirektion leitet, steht von Amts wegen dem Verkehrsrat vor. Aus diesem Grund ernannte die Regierung die neue Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh zur Verkehrsratspräsidentin.

Der Verkehrsrat ist das Verwaltungsratsorgan des Zürcher Verkehrsverbundes. Er zeichnet verantwortlich für die Geschäfts- und Haushaltsführung des ZVV und besteht aus neun Mitgliedern. Er setzt sich aus Vertretern des Kantons, der Städte Zürich und Winterthur sowie der Gemeinden zusammen. Zusätzlich sind die SBB und das Bundesamt für Verkehr mit je einem Mitglied vertreten.

Die Mitglieder des Verkehrsrats auf einen Blick:

  • Carmen Walker Späh (Regierungsrätin / Präsidentin)
  • Hansruedi Bachmann (Vertreter Kanton)
  • Raphael Golta (Stadtrat Zürich)
  • Barbara Günthard-Maier (Stadträtin Winterthur)
  • Martin Farner (Gemeindepräsident Oberstammheim)
  • Victor Gähwiler (Gemeindepräsident Uitikon)
  • Wilfried Ott (Gemeindepräsident Fehraltorf)
  • Petra Breuer (Vertreterin Bundesamt für Verkehr)
  • Nicolas Germanier (Vertreter SBB)

Stellungnahme Pro Bahn Schweiz:
25 Jahre ZVV – herzliche Gratulation

Der ZVV feierte am 27. Mai 2015 seinen 25. Geburtstag. Bereits vor 25 Jahren herrschte Freude, als Bundesrat Adolf Ogi zusammen mit dem Vater der Zürcher S-Bahn, Regierungsrat Prof. Dr. Hans Künzi die Zürcher S-Bahn auf die Reise schickte. Sie war und ist sehr erfolgreich. Pro Bahn Schweiz, die Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs gratuliert dazu herzlich und wünscht weiterhin gute Fahrt.

Die S-Bahn Zürich – weitere in allen Agglomerationen der Schweiz sind gefolgt – macht es vor. Dank dichtem Fahrplan und ununterbrochenen Transportketten bis in die späten Abendstunden steigen die Frequenzen. Nicht nur in Zürich, sondern in der ganzen Schweiz. In diesem Sinne wünscht Pro Bahn Schweiz nicht nur dem ZVV sondern allen Verkehrsverbünden in unserem Land weiterhin gutes Gelingen, verbunden mit dem Wunsch nach einer einheitlichen Tarifierung schweizweit. Damit weiterhin freiwillig aufs öffentliche Verkehrsmittel ein- und umgestiegen wird.

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Autor: Redaktion

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