Verengtes Entwässerungsrohr ist Ursache für Wasserüberlauf im Tunnel Engelberg

Eine grössere Wassermenge im Tunnel Engelberg hat die Stellwerkstörung von Freitag, 3. Juli 2015 um 14.15 Uhr ausgelöst. Untersuchungen mit Tunnelexperten ergaben am Samstagmittag, dass ein verengtes Rohr der Bergwasserableitung die Ursache des Wasserüberlaufs ist. Spezialisten waren am Samstag daran, mittels einer provisorischen Umleitung das Wassers in ein zweites Rohr zu lenken und so den Tunnel fahrbar zu machen. Ab dem Betriebsbeginn am Sonntag, 5. Juli 2015 war die Strecke wieder offen. Bis dahin mussten Fahrgäste nach Grafenort und Engelberg in Dallenwil auf Bahnersatzbusse umzusteigen.

erstellt am 04. Juli 2015 @ 16:13 Uhr
zb Zentralbahn
Update Eine grössere Wassermenge im Tunnel Engelberg hat die Stellwerkstörung von Freitag, 3. Juli 2015 um 14.15 Uhr ausgelöst. Untersuchungen mit Tunnelexperten ergaben am Samstagmittag, dass ein verengtes Rohr der Bergwasserableitung die Ursache des Wasserüberlaufs ist. Spezialisten waren am Samstag daran, mittels einer provisorischen Umleitung das Wassers in ein zweites Rohr zu lenken und so den Tunnel fahrbar zu machen. Ab dem Betriebsbeginn am Sonntag, 5. Juli 2015 war die Strecke wieder offen. Bis dahin mussten Fahrgäste nach Grafenort und Engelberg in Dallenwil auf Bahnersatzbusse umzusteigen.

Am Freitag, 3. Juli 2015 um 14.15 Uhr ereignete sich bei der Kreuzungsstelle „Fangbogen“ im Tunnel Engelberg eine Stellwerkstörung, welche zu einem Streckenunterbruch zwischen Grafenort und Engelberg führte. Diese Stellwerkstörung entstand aufgrund einer grossen Wassermenge, welche in den Schacht der Kabelkanäle und Weichenmotoren eindrang. Der Grund für den Überlauf der grossen Wassermenge ist ein verengtes Rohr, welches das Bergwasser sammelt und kontrolliert abführt. Diese Verengung führte zu einem Stückstau des Wassers und damit zum Überlauf in den Tunnelbereich.

Am Samstag wurde eine Vorrichtung montiert, welche das Wasser von der einen Röhre in eine zweite Röhre umleiten und so den Wasserüberlauf stoppte. Danach wurde der ganze Tunnel genau auf Schäden untersucht, bis die Strecke zum Betriebsbeginn am Sonntag wieder freigegeben werden konnte.

Wieso es zu dieser Verengung der einen Röhre kam, ist aktuell Teil der weiteren Untersuchung. Gemäss Werner Kradolfer von der Firma Rothpletz, Lienhard + Cie AG, Tunnel Experte und damaliger Gesamtprojektleiter des Tunnels Engelberg, kann eine geologisch Veränderung bzw. Druck des Gebirges mit grösster Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Auch die aktuelle Wassermenge entspricht der normalen Menge, eine ausserordentlich grosse Menge an Schmelzwasser ist nicht festzustellen.

Reisende nach Grafenort und Engelberg wurden gebeten, in Dallenwil auf Busse umzusteigen. Reisende nach Wolfenschiessen konnten in den Zügen bleiben, denn sowohl die stündliche S-Bahn wie auch der Luzern-Engelberg Express verkehrten bis nach Wolfenschiessen. Es waren bis zu 9 Busse im Einsatz.

Autor: Redaktion

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