TransGoldenPass: Kantonsbeitrag an Umspuranlage in Zweisimmen

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat einen Kantonsbeitrag von 1,21 Millionen Franken für die geplante Umspuranlage im Bahnhof Zweisimmen bewilligt. Die Anlage ermöglicht ab 2018 den durchgehenden Einsatz von Reisezugwagen auf dem Meter- und dem Normalspurnetz von MOB und BLS. Für die Bahnreisenden zwischen Montreux und Interlaken entfällt damit das Umsteigen in Zweisimmen. Eine direkte Bahnverbindung zwischen Interlaken und dem Genfersee ist für den Tourismus im Berner Oberland von grosser Bedeutung.

erstellt am 12. Februar 2015 @ 23:39 Uhr
Kanton Bern, Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion / GoldenPass
TransGoldenPassDer Regierungsrat des Kantons Bern hat einen Kantonsbeitrag von 1,21 Millionen Franken für die geplante Umspuranlage im Bahnhof Zweisimmen bewilligt. Die Anlage ermöglicht ab 2018 den durchgehenden Einsatz von Reisezugwagen auf dem Meter- und dem Normalspurnetz von MOB und BLS. Für die Bahnreisenden zwischen Montreux und Interlaken entfällt damit das Umsteigen in Zweisimmen. Eine direkte Bahnverbindung zwischen Interlaken und dem Genfersee ist für den Tourismus im Berner Oberland von grosser Bedeutung.

Wer heute mit dem Zug von Interlaken nach Montreux oder umgekehrt fährt, muss in Zweisimmen umsteigen. Grund ist die unterschiedliche Spurbreite der Bahnnetze von BLS und MOB. Insbesondere für Reisende mit Gepäck und ausländische Touristen ist das Umsteigen umständlich. In Zusammenarbeit mit der Industrie haben die Bahnen ein Fahrgestell entwickelt, das sich den unterschiedlichen Spurbreiten anpasst. Damit wird eine umsteigefreie Zugsverbindung zwischen Interlaken und Montreux möglich, was die Nachfrage deutlich erhöhen wird. Für das Umspuren der Reisezugwagen wird im Bahnhof Zweisimmen eine spezielle Anlage gebaut.

Die Gesamtkosten für die Umspuranlage belaufen sich auf 7,5 Millionen Franken. Das Projekt wird im Rahmen des geplanten Umbaus des Bahnhofs Zweisimmen realisiert. Der Kanton Bern beteiligt sich daran mit einem Beitrag von 1,21 Millionen Franken. Davon geht ein Drittel zu Lasten der bernischen Gemeinden. Die verbleibenden Kosten von 6,3 Millionen Franken übernehmen der Bund sowie die Kantone Waadt und Freiburg.

Unter dem Namen „TransGoldenPass“ sollen ab Fahrplan 2018 pro Tag je vier direkte Züge zwischen Interlaken Ost und Montreux und umgekehrt verkehren. Das Angebot von MOB und BLS ist in erster Linie auf den Tourismus- und Freizeitverkehr ausgerichtet. Ein hoher Fahrtkomfort zusammen mit einem gastronomischen Angebot soll zur Attraktivität der Bahnlinie beitragen. Für die Entwicklung des Tourismus im Berner Oberland ist der „TransGoldenPass“ von grosser Bedeutung.

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