Glattalbahn: Fünf Kreuzungen sollen speziell gesichert werden

Gemeinsam mit den Partnern von Polizei und Kanton Zürich hat die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG Massnahmen beschlossen, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden entlang der Glattalbahn weiter zu erhöhen. An fünf auffälligen Kreuzungen sollen Barrieren gebaut werden. Ziel der VBG und des Kanton Zürichs ist es, die Zahl der Unfälle langfristig um 50 Prozent zu reduzieren.

erstellt am 08. Juli 2014 @ 11:57 Uhr
VBG Verkehrsbetriebe Glattal / Sandro Hartmeier
Glattalbahn Diese 5 Kreuzungen sollen mit Schranken gesichert werdenWeitere Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit beschlossen

Gemeinsam mit den Partnern von Polizei und Kanton Zürich hat die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG Massnahmen beschlossen, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden entlang der Glattalbahn weiter zu erhöhen. An fünf auffälligen Kreuzungen sollen Barrieren gebaut werden. Ziel der VBG und des Kanton Zürichs ist es, die Zahl der Unfälle langfristig um 50 Prozent zu reduzieren [Präsentation].

Die VBG, die Kantonspolizei Zürich und das kantonale Tiefbauamt orientierten am 8. Juli 2014 über die beschlossenen Massnahmen zur weiteren Erhöhung der Verkehrssicherheit entlang der Glattalbahn. Aufgrund des Unfallgeschehens auf den Kreuzungen mit der Glattalbahn seit Inbetriebnahme wurden im Sommer 2013 Sofortmassnahmen zur Erhöhung der Aufmerksamkeit umgesetzt (u.a. Einfärbung Trassee im Kreuzungsbereich und Signalhinweise zusätzlich zum Rotlicht). Diese Massnahmen waren während zehn Monaten beobachtet und Ende Juni 2014 ausgewertet worden. Wie alle drei Referenten ausführten, haben die Sofortmassnahmen nicht die erwünschte Wirkung erzielt, innerhalb dieser Zeit ereigneten sich 7 Unfälle.

Hauptunfallursache: Missachtung von Signalen und Verkehrsregeln durch den Individualverkehr
Dr. Marc Neracher, Chef Verkehrstechnische Abteilung bei der Kantonspolizei Zürich, informierte im Detail über das Unfallgeschehen. Seit der Inbetriebnahme der Glattalbahn erfasste die Kantonspolizei 43 Unfälle mit 30 Leicht- und 12 Schwerverletzten. Eine Person verunfallte tödlich. Die Unfälle geschahen mehrheitlich bei trockener Strasse, ebenso waren die Beteiligten mehrheitlich mit der Strecke vertraut. Wie bereits im Vorjahr stellte Neracher fest, dass praktisch alle Unfälle entlang der Glattalbahn auf eine Missachtung der Signale oder Verkehrsregeln durch den motorisierter Individualverkehr oder die Fussgänger zurückzuführen seien. So hat sich gezeigt, dass bis zu 21% des Langsamverkehrs (Fussgänger / Velofahrer) die Rotlichter missachten.

Barrieren an fünf Kreuzungen
Kantonsingenieur Felix Muff bestätigte, dass die im Sommer 2013 umgesetzten Sofortmassnahmen nicht den gewünschten Effekt erzielten. Im beobachteten Zeitraum liessen sich bei den querenden Verkehrsteilnehmenden nur unwesentliche Verhaltensänderungen feststellen. Amt für Verkehr und Tiefbauamt des Kantons Zürich sowie die Kantonspolizei Zürich und die VBG haben deshalb beschlossen, an den fünf am stärksten betroffenen Kreuzungen in Opfikon-Glattbrugg, Wallisellen und Dübendorf zusätzlich zu den bestehenden Lichtsignalanlagen Barrieren zu realisieren. Im Einzelnen sind dies die folgenden Kreuzungen:

  • Flughofstrasse/Riethofstrasse, Glattbrugg
  • Flughofstrasse/Rohrstrasse, Glattbrugg
  • Flughofstrasse/Europastrasse, Glattbrugg
  • Weststrasse/Hertistrasse, Wallisellen
  • Ringstrasse/Neugutstrasse, Dübendorf

Die VBG geht davon aus, dass diese Schranken in rund zwei Jahren gebaut sein können, sofern keine Einsprachen dagegen erhoben werden und sofern keine verkehrstechnisch unüberwindbaren Probleme auftauchen. Die Kosten werden pro Anlage auf 300’000 – 600’000 Franken geschätzt, bezahlen wird dies der Kanton Zürich. Um zu gewährleisten, dass die Anliegen der Anwohnenden von Beginn an gebührend berücksichtigt werden, sind unter anderem auch die Gemeindevertreter in die Projektorganisation eingebunden. Für die Dauer der Projektierungs- und Bauphase werden die betroffenen Kreuzungen mit maximal 36 km/h befahren. Auf den Fahrplan haben die Geschwindigkeitsreduktionen keinen Einfluss.

VBG-Direktor Matthias Keller erklärte, dass sich die bereits installierten vierzehn Schrankenanlagen entlang der Glattalbahn bewährt hätten. Langfristig will die VBG die Unfallzahlen um 50 Prozent reduzieren. Sie wird dazu auch weiterhin jährlich in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Partnern eine Präventionskampagne durchführen, welche die Aufmerksamkeit von Fussgängern, Zweirad- und Autofahrern erhöhen soll.

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