SBB 2014 gut vorangekommen: Mehr Passagiere und Güter befördert – höherer Gewinn durch Immobilienverkauf

2014 hat die SBB 3,7 Prozent mehr Kunden und 17,6 Prozent mehr Güter befördert. Täglich benutzten 1,18 Mio. Passagiere die Züge. Kundenzufriedenheit und Kundenpünktlichkeit sind leicht gestiegen; die SBB bleibt pünktlichste Bahn Europas. Der Konzerngewinn stieg um CHF 135 Mio. auf CHF 373 Mio.; der Anstieg ist in erster Linie auf Immobilienverkäufe zurückzuführen. Zum guten Konzernergebnis trug erneut SBB Cargo bei; erstmals erreichte SBB Cargo International die Gewinnzone. Beim Fernverkehr ist der Gewinn deutlich zurückgegangen. Die Verschuldung der SBB nahm weiter zu, jedoch weniger stark als im Vorjahr. Der Schuldendeckungsgrad konnte verbessert werden. Angesichts des wirtschaftlich schwieriger werdenden Umfelds, unter anderem wegen der Frankenstärke, will die SBB die Effizienz weiter steigern und setzt sich dafür ein, 2015 auf Preiserhöhungen im öffentlichen Verkehr zu verzichten.

erstellt am 26. März 2015 @ 11:09 Uhr
SBB CFF FFS / SBB RailAway / Pro Bahn Schweiz / SEV / TILO
SBB 20142014 hat die SBB 3,7 Prozent mehr Kunden und 17,6 Prozent mehr Güter befördert. Täglich benutzten 1,18 Mio. Passagiere die Züge. Kundenzufriedenheit und Kundenpünktlichkeit sind leicht gestiegen; die SBB bleibt pünktlichste Bahn Europas. Der Konzerngewinn stieg um CHF 135 Mio. auf CHF 373 Mio.; der Anstieg ist in erster Linie auf Immobilienverkäufe zurückzuführen. Zum guten Konzernergebnis trug erneut SBB Cargo bei; erstmals erreichte SBB Cargo International die Gewinnzone. Beim Fernverkehr ist der Gewinn deutlich zurückgegangen. Die Verschuldung der SBB nahm weiter zu, jedoch weniger stark als im Vorjahr. Der Schuldendeckungsgrad konnte verbessert werden. Angesichts des wirtschaftlich schwieriger werdenden Umfelds, unter anderem wegen der Frankenstärke, will die SBB die Effizienz weiter steigern und setzt sich dafür ein, 2015 auf Preiserhöhungen im öffentlichen Verkehr zu verzichten.

SBB 2014 Zahlen 84645_02

2014 ist die SBB gut vorangekommen: Sie legte bei Pünktlichkeit, Sicherheit und Sauberkeit zu, was in der leicht gestiegenen Kundenzufriedenheit zum Ausdruck kommt. Im vergangenen Jahr wurden mit der Inbetriebnahme der ersten Etappe der Durchmesserlinie in Zürich und der Eröffnung des modernisierten Bahnhofs Genève-Cornavin Meilensteine erreicht. Mit Léman 2030 ist der Startschuss für das grösste Bahnprojekt des nächsten Jahrzehnts gefallen. Die grossen Rollmaterialbeschaffungen für die Ost-West- und Nord-Süd-Achse sind wieder aufgegleist. Herausfordernd bleibt der gleichzeitige Betrieb, Unterhalt und Ausbau der Bahninfrastruktur bei hoher Pünktlichkeit.

SBB Personenverkehr mit mehr Kunden, SBB Cargo mit mehr Gütern
Die Nachfrage im Personenverkehr ist 2014 weiter gestiegen. Pro Tag beförderte die SBB 1,18 Mio. Kunden; das sind 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr (2013: 1,14 Mio. Kunden; rückwirkend angepasst gemäss neuer Berechnungsmethode, welche kürzere Fahrzeiten besser berücksichtig). Die Personenkilometer erhöhten sich um 2,6 Prozent auf 18,2 Mrd. Kilometer.

Das Verkehrswachstum verteilte sich 2014 erstmals gleichmässig auf Haupt- und Nebenverkehrszeiten.

SBB Cargo behauptete sich gut im nach wie vor sehr kompetitiven Güterverkehrsmarkt und konnte die Verkehrsleistung dank Akquisitionen von Neuverkehren und Mehrleistungen bei bestehenden Verkehren mit 14,5 Mrd. Nettotonnenkilometern um 17,6 Prozent steigern.

Kundenpünktlichkeit und -zufriedenheit im hoch belasteten Netz leicht verbessert
Die Kundenpünktlichkeit – der Anteil Reisende, die pünktlich oder mit einer Verspätung unter drei Minuten das Reiseziel erreichen – stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 87,7 Prozent, trotz mehr Unterhalts- und Ausbauarbeiten im Netz. Die Gewährung der Anschlüsse ging um 0,2 auf 97,1 Prozent zurück. Europaweit gesehen liegt die SBB bei der Pünktlichkeit seit Jahren an erster Stelle.

Die Kundenzufriedenheit im Personenverkehr stieg um 0,3 auf 75,9 Punkte. Insbesondere Sauberkeit, Platzangebot, Preis-Leistungsverhältnis und Kundeninformation im Störungsfall wurden besser bewertet. Den grössten Sprung um 1,8 auf 60,8 Punkte machte die Wahrnehmung des Preis-Leistungsverhältnisses; sie liegt aber vergleichsweise tief, wird doch z.B. das Schalterpersonal mit rund 82 Punkten bewertet. Leicht gestiegen ist die Zufriedenheit der Kunden in Bahnhöfen (76,5 ggü. 76,3 Punkte). Deutlich zufriedener als im Vorjahr (74,4 ggü. 66,4 Punkte) sind die Güterverkehrskunden.

Zur Zufriedenheit beigetragen hat die Ausrüstung aller 1018 Wagen des Fernverkehrs mit Signalverstärkern und qualitativ hochstehendem Mobilfunkempfang. Für die Ausrüstung des Regionalverkehrs wurde mit Mobilfunkanbietern und Bestellern eine Finanzierungslösung gefunden. Die Ausrüstung der Bahnhöfe mit Gratis-Internetzugang wurde 2014 fortgeführt, bis Ende 2015 werden alle grösseren Bahnhöfen ausgerüstet sein.

Die SBB hat 2014 das Angebot an Sparbilletten erweitert und ein Abend-GA lanciert. Verbessert worden ist die Kundeninformation. So lassen sich Sitzplätze online reservieren und im Hauptbahnhof Zürich führt die App „Mein Bahnhof“ zum richtigen Anschluss.

Höherer Konzerngewinn und alle Divisionen mit besserem Ergebnis
Das Konzernergebnis stieg um CHF 135 Mio. auf CHF 373 Mio. (2013: CHF 238 Mio.). Massgebend waren vor allem Immobilienverkäufe, z.B. des SBB Hauptsitzes Bern Wankdorf, aber auch leicht höhere Erträge im Personenverkehr und bei SBB Cargo. Den Gewinn geschmälert hat der zusätzliche Unterhalt beim Schienennetzes im Umfang von CHF 95 Mio., den die SBB selbst finanziert hat.

Der Gewinn beim Personenverkehr legte um 8,1 Prozent auf CHF 104 Mio. (2013 CHF 96 Mio.) zu. Grund dafür sind in erster Linie höhere Erträge beim Regionalverkehr sowie das Wegfallen der Sanierungsbeiträge an die Pensionskasse. Beim Fernverkehr ging der Gewinn auf CHF 71 Mio. zurück (2013: CHF 93 Mio.), u.a. wegen stagnierender Betriebserträge, gestiegenen Fahrzeugaufwands und höherer Abschreibungen.

SBB Immobilien steigerte den Gewinn vor Ausgleichszahlungen gegenüber dem Vorjahr um 55 Prozent auf CHF 395 Mio. Daraus wird die Infrastruktur mit CHF 150 Mio. mitfinanziert; der Rest wird für die Pensionskasse SBB eingesetzt.

SBB Cargo konnte mit einem Gewinn von CHF 33 Mio. das positive Ergebnis 2013 übertreffen. Dazu beigetragen hat das Tochterunternehmen SBB Cargo International, welches im vergangenen Jahr mit CHF 1 Mio. erstmals die Gewinnzone erreichte.

SBB Infrastruktur verzeichnete ein Defizit von CHF -66 Mio. (2013: CHF -72 Mio.) als Folge der höheren Unterhaltsleistungen. Trotzdem ist der Nachholbedarf beim Infrastruktur-Substanzerhalt 2014 auf CHF 2,5 Mrd. gestiegen (2013: CHF 2,3 Mrd.); denn es stehen noch nicht ausreichend Mittel zur Stabilisierung zur Verfügung.

Schuldendeckungsgrad verbessert – Personalmotivation deutlich höher
Der Free Cash Flow nach Finanzierung durch die öffentliche Hand lag bei CHF -205 Mio. (2013: CHF -653 Mio.). Der negative Free Cash Flow ist auf den Umstand zurückzuführen, dass Investitionen in Rollmaterial und Immobilien nicht aus dem operativen Geschäft finanziert werden können. Die Verschuldung nahm auch 2014 weiter zu, aber weniger stark als im Vorjahr: Die verzinsliche Nettoverschuldung stieg auf CHF 7720 Mio. (2013: CHF 7507 Mio.). Der Schuldendeckungsgrad, d.h. die verzinsliche Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBIT, hat sich von 19 auf 15 verbessert, liegt aber immer noch zu hoch.

Die Leistungen der öffentlichen Hand für die Infrastruktur fielen 2014 höher aus (+ CHF 80 Mio. auf CHF 1637 Mio.), primär wegen grösserer Abschreibungen. Im Regionalverkehr betrugen die Leistungen CHF 587 Mio. (2013: CHF 591 Mio.), im Güterverkehr CHF 25 Mio. (2013: CHF 24 Mio.).

Ein erfreuliches Ergebnis zeigte die Personalumfrage 2014. Die Zufriedenheit der rund 33 000 Mitarbeitenden ist seit 2012 deutlich gestiegen (von 62 auf 66 Punkte) und liegt so hoch wie noch nie. Ebenfalls verbessert hat sich die Motivation der Mitarbeitenden.

Mit konkreten Massnahmen der Frankenstärke entgegenwirken
Die Frankenstärke ist für die SBB eine grosse Belastung. Weitere Effizienzsteigerungen und strukturelle Anpassungen, wo sich die Frankenstärke besonders stark auswirkt, sind notwendig. Weil auch die Kunden betroffen sind, wird sich die SBB dafür einsetzen, dieses Jahr auf öV-Preiserhöhungen zu verzichten. Die Einführung des SwissPass ab August 2015 ermöglicht es, das Marketing für Tourismus-Destinationen zu verstärken. Mit den Sozialpartnern ist die SBB im Dialog für weitere Massnahmen zur Stabilisierung der Pensionskasse; dies ist u.a. wegen Frankenstärke und Negativzinsen sehr anspruchsvoll. Von der Frankenstärke hart betroffen sind im Güterverkehr die Nord- Süd- Achse sowie die Transporte im Import / Export.

Meilensteine in den nächsten Jahren – Mobilität der Zukunft gestalten
Ende 2015 steht ein umfangreicher Fahrplanwechsel an: Die Inbetriebnahme der zweiten Etappe der Durchmesserlinie in Zürich erhöht Kapazitäten und ermöglicht schnellere Ost-West-Verbindungen. 2016 werden mit Eröffnung des neuen Gotthardtunnels Nord-Süd-Verbindungen im Zentrum stehen. 2017 werden die ersten Fernverkehrs-Doppelstockzüge die Ost-West-Achse befahren.

Vereinfachungen für Kunden sind für die SBB zentral. Zusammen mit der öV-Branche führt die SBB zwischen August 2015 und Januar 2017 den SwissPass ein. Dieser ist der erste Schritt zu einem kundenfreundlicheren Zugang zum öffentlichen Verkehr und soll GA-Komfort für alle bringen. Die ganze Branche und die Verbünde sind 2015 gefordert, die Benutzungsbedingungen und Zonensysteme zu vereinfachen. Die schrittweise Installation der 1000 Billettautomaten der neusten Generation ist Ende Juni abgeschlossen. Auch die Kundeninformation wird weiter verbessert: So wird die App SBB Mobile im ersten Halbjahr um zusätzliche Funktionen wie Echtzeitinformationen über Formation der Züge, Störungen und Ausweichmöglichkeiten erweitert.

Nach dem Ja zu FABI werden ab 2016 mehr Mittel für Unterhalt und Ausbau zu Verfügung stehen. Dabei hat Unterhalt als Basis des Bahnsystems Vorrang vor Ausbauten. Bei den nächsten grossen Ausbauschritten ab 2030 wird es darum gehen, diese auf langfristige Kundenbedürfnisse auszurichten: Ausbauten, die mit Zeithorizont 2100 getätigt werden, müssen auch verändertem Mobilitätsverhalten Rechnung tragen.

Arbeits- und Mobilitätsverhalten werden sich weiter stark verändern, durch elektronische Kommunikation und virtuelle Begegnungsmöglichkeiten. Neue Mobilitätsträger tauchen auf: Fernbusse sind nur Vorboten, selbstfahrende Fahrzeuge könnten sich als öffentlicher Individualverkehr etablieren. Damit kommt es zur Konvergenz zwischen Schiene und Strasse. Die SBB will die Mobilität der Zukunft mitgestalten. Die grosse Chance liegt darin, den öV von Tür zu Tür anzubieten.

https://twitter.com/StefanoTrentini/status/580745080899805185/

Risultati positivi per i 10 anni di TILO: Domanda di trasporto in crescita per TILO

In Ticino cresce ulteriormente la domanda di trasporto mentre la soddisfazione dei clienti si riconferma alta. Lo scorso anno è stato caratterizzato anche dalla messa in servizio del collegamento  S40 / S50  Mendrisio – Stabio e dall’acquisto di nuovo materiale rotabile. Per celebrare il traguardo dei 10 anni, TILO ha pubblicato un libro commemorativo ricco di spunti e immagini.

TILO SA chiude l’anno con un bilancio d’esercizio positivo. Nel 2014 la domanda di trasporto in Ticino ha fatto registrare nuovamente una crescita che supera la media nazionale: + 8.2% rispetto al 2013 superando la soglia dei 9 milioni di viaggiatori trasportati. Anche la soddisfazione dei clienti si conferma alta e in linea con i risultati dei sondaggi precedenti, infatti da quanto emerso dall’ultima indagine di mercato dell’ottobre 2014, l’84% della clientela si ritiene complessivamente soddisfatta del servizio offerto.

L’anno scorso è stato inoltre caratterizzato dalla messa in servizio parziale della linea Mendrisio- Varese con l’attivazione dei nuovi collegamenti TILO  S40 / S50  tra Mendrisio e Stabio (inaugurata il 26.11.2014) e dall’introduzione in prima assoluta di un macchinista TILO interoperabile appositamente formato per condurre il treno in Svizzera ed in Italia. Inoltre nel corso del 2014 sono stati introdotti nuovi treni Flirt per servire la nuova tratta transfrontaliera, omologati nelle due Nazioni e dotati dei nuovi sistemi tecnologici di sicurezza (ETCS). Le 8 composizioni Flirt sono state acquistate dalle FFS e dalla Regione Lombardia.

Con tutte queste ottime premesse, TILO si appresta a festeggiare 10 anni di esistenza e come prima misura per celebrare questo traguardo, ha realizzato un libro commemorativo, acquistabile in tutti i punti vendita FFS in Ticino. Durante il mese di giugno è pure previsto un evento per condividere e festeggiare il successo con la propria clientela.

SBB RailAway Jahresbilanz 2014

Der Trend zu Freizeitreisen in der Schweiz mit SBB RailAway steigt weiter: Die Freizeittochter der SBB hat im 15. Geschäftsjahr 1,9 Millionen Freizeitgäste für ein RailAway-Angebot begeistert, 13,2 Prozent mehr (+ 220 000 Personen) als im Vorjahr. Der Umsatz belief sich auf 82 Millionen Franken und lag damit + 11,1 Prozent oder 8 Millionen Franken höher als 2014. Dieses positive Ergebnis in einem für den Tourismus äusserst schwierigen Umfeld basiert auf einer marktgerechten, kompetitiv auf das Zielpublikum ausgerichteten Produktepalette mit Grossveranstaltungen wie etwa der Flugshow Air14 in Payerne wie auch auf strategisch entscheidenden Partnerschaften. Die Kombination Freizeit und Verkehr, angeboten in einem Netzwerk von Partnern, überzeugt auf dem Schweizer Tourismusmarkt.

Die strategische Positionierung auf dem Schweizer Tourismusmarkt erweist sich bei RailAway ein weiteres Jahr als äusserst erfolgreich: Zum 15 Jahre Jubiläum weist das Unternehmen einen weiteren Wachstumsschub in Folge auf. Dies, aufgrund einer konsequenten Fokussierung auf das Kerngeschäft mit den ermässigten Kombi-Angeboten für Tages- und Halbtagsausflüge im Verbund mit zahlreichen Tourismus- und Veranstaltungspartner. Auch die breite Diversifikation der Absatzkanäle mit der Präsenz an allen Bahnschaltern sowie online im Freizeitshop trägt zur Steigerung der Nachfrage bei.

Flugshow als Überflieger
Die 1,9 Millionen Freizeitreisende (+13,2 Prozent) brachten einen Umsatz von 82 Millionen Franken (+ 11,1 Prozent) ein. Besonders zugelegt im Vergleich zum Vorjahr hat der Geschäftsbereich Veranstaltungen. Rund 1,2 Millionen besuchten 2014 eine Veranstaltung mit SBB RailAway. Speziell überzeugt hat das Angebot an der Flugshow Air14 in Payerne mit 180 000 Gästen sowie an der Leichtathletik-EM in Zürich mit 148 500 RailAway-Reisenden. Die Kooperation mit Bank Coop erschloss der Freizeitanbieterin neue Kunden und erwies sich zugleich als ideales Kundenbindungsinstrument: Über 33 000 Personen lösten ihren Freizeitgutschein ein, insbesondere der Zoo Zürich verbuchte in der Folge einen RailAway-Kundenzuwachs von 26 Prozent.

Von einem Nischenprodukt zu einem wichtigen Standbein entwickelten sich die Weihnachtsmärkte, zu denen 56 000 Personen reisten ( +11,8 Prozent oder 6000 Personen mehr als 2013).

Starke Vorjahreszahlen teils nicht erreicht
Primär abhängig vom Wetter und etwas weniger von den Währungskursen zeigten sich die Sportangebote: Die auf dem Markt etablierten Snow’n’Rail-Angebote waren infolge des milden Winters weniger gefragt als 2013 ( -16,9 Prozent). Ebenfalls nicht an das Vorjahresergebnis anzuknüpfen vermochten die Ausstellungen mit einem Minus von -34,5 Prozent, was in erster Line an fehlende Publikumsmagneten zurückzuführen ist.

Rückläufig waren zudem die Charterreisen sowie die massgeschneiderten Gruppenreisen (Charter: -17,7 Prozent, Touroperating: – 29,4 Prozent). Im Hinblick auf den Marktrückstand soll 2015 die organisatorische und strategische Ausrichtung dieses Geschäftsbereiches überarbeitet werden.

Onlinekäufe und Mehrtagesangebote starten weiter durch
Immer mehr RailAway-Kunden nutzen den bequemen Kombiticket-Kauf von zuhause aus. Bereits bucht jeder fünfte seinen Skipass online: 19 Prozent luden ihren Skipass für eines der 24 Skigebiete auf die RailAway Skicard ( + 13,2 Prozent).

Ein Plus von beinahe 20 Prozent bilanzierten die Mehrtagesangebote, was auch bei den Partnern nicht unbeachtet bleibt: Immer mehr touristische Destinationen sind vom RailAway-Vermarktungspaket überzeugt und suchen aktiv die Zusammenarbeit. Für das laufende Geschäftsjahr hat sich RailAway bereits erfolgversprechende Produkte gesichert: In Zusammenarbeit mit den Partnern Railtours und Switzerland Travel Center wird eine Vielzahl an Besucherpauschalen für die Expo 2015 in Mailand auf den Markt kommen, darunter auch für Firmen und Vereine, welche die Weltausstellung besuchen wollen. In den Sommermonaten ist zudem eine «Best of RailAway»-Kampagne mit Aktionsangebote von RailAway mit bis zu 30 Prozent Rabatt geplant.


Stellungnahme Pro Bahn Schweiz:
Bilanz SBB 2014 – Gewinnsteigerung dank Immobilienverkäufen

Das Resultat der SBB für 2014 darf als befriedigend bezeichnet werden, so die Einschätzung von Pro Bahn Schweiz, der Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs. Erfreulich ist, dass der letztes Jahr eingetretene Negativtrend beim Personenverkehr gebrochen worden ist. Ebenso erfreulich ist, dass sich der Gewinn beim Güterverkehr gegenüber dem Vorjahr verdoppelt hat. Es war aber SBB Immobilien, welche zum Gesamtresultat von 373 Millionen Franken entscheidend beigetragen hat, was bedeutet, dass insbesondere bahnfremde Aktivitäten die Gewinnsteigerung ermöglicht haben. Dieser Umstand gibt zu denken, denn ewig werden die SBB Immobilien nicht Grundstücke oder Immobilien verkaufen können.

Positive Signale für die Fahrpreise
Pro Bahn Schweiz begrüsst die Absicht der SBB, keine Tariferhöhung per Ende 2015 vorzuschlagen, was auch von Pro Bahn Schweiz bei der laufenden Vernehmlassung des Bundesamtes für Verkehr fordern wird. Dabei ist nicht zu vergessen, dass anfangs Jahr Benzinpreis und Anschaffungskosten für Autos um ca. 18 % gesunken sind. Dies wird augenfällig, wenn der Fahrpreis für die Strecke Zürich – Lausanne retour herangezogen wird, der für die Retourfahrt ohne Halbtax CHF 256. — in der 1. und in der 2. Klasse CHF 146. — ausmacht.

Unverständliche Signale aus Bundesbern
Einmal mehr gefällt sich der Bundesrat darin, von den SBB noch mehr Produktivität zu fordern. Dies heisst nichts anderes als noch weniger Service und Komfort, dies bei gleich bleibenden Preisen. Will also der Bundesrat die SBB beispielsweise dazu anhalten, noch mehr Stehplätze anzubieten? Soll die Bevölkerung vermehrt auf die Strasse getrieben werden, damit diese noch mehr verstopft sind und die Luft darunter leidet? Es wäre zu wünschen, wenn der Bundesrat auch diese Aspekte würdigt anstatt immer mehr Serviceabbau (er nennt dies „Produktivitätssteigerung“) zu fordern.

Vorteile der Bahn durch die Bahn nicht ausgenutzt
Die Pressekonferenz hat am neuen Hauptsitz der SBB in Bern-Wankdorf anstatt wie bisher im Zentrum von Bern stattgefunden, was eine Reisezeitverlängerung von rund 30 Minuten mit sich brachte. Diese Verlängerung müssen die dort arbeitenden Personen tagtäglich auf sich nehmen, weil alle Fernzüge dort durchfahren. Natürlich kann nicht jeder Schnellzug dort anhalten, aber es wäre zumindest zu prüfen, ob dies nicht für einzelne Zugsgattungen möglich wäre. Dies gilt im Übrigen auch für die Agglomerationen in Zürich (Oerlikon und Altstetten) oder Basel (Muttenz). Ohne grossen Aufwand könnte die Bahn attraktiver werden. Diese Möglichkeit wird aber nicht genutzt.


Stellungnahme SEV:
SBB-Jahresabschluss verbirgt Mängel elegant: Personal nicht nur als Rechnungsstelle betrachten

Wenig überraschend weist die SBB für 2014 einen guten Rechnungsabschluss aus. Dieser verdeckt heikle Perspektiven und lässt das Personal als reine Rechnungsgrösse erscheinen. Ein halbes Jahr nach dem Abschluss des GAV 2015 muss die SBB bereits wieder daran erinnert werden, dass es sich dabei um Menschen handelt.

Der SBB-Abschluss 2014 enthält keine Überraschungen: Die Probleme bei der Infrastruktur sind seit langem bekannt. Sie werden die SBB weiter begleiten, da anscheinend keine Mittel gefunden werden, um den Nachholbedarf zu verkleinern.

Aus gewerkschaftlicher Sicht fällt auf, dass das Personal einmal mehr nur als Rechnungsgrösse vorkommt. Nach wie vor erreichen den SEV andauernd Klagen über mangelnde Wertschätzung. Häufig wird mit Personalanliegen äusserst kleinlich umgegangen, und aus der Personalbetreuung ist ein Personal-Management geworden. «Will die SBB auch in Zukunft auf motiviertes Personal zählen, wird sie hier an sich arbeiten müssen», betont der für die SBB zuständige Vizepräsident Manuel Avallone.

Erfreulich ist, dass die SBB gewillt ist, Rentenkürzungen zu verhindern, obwohl die Pensionskasse die technischen Grundlagen massiv verschlechtert hat. Eine entsprechende Vereinbarung liegt den SEV-Instanzen zur Genehmigung vor.

Der neue Gesamtarbeitsvertrag erlaubt der SBB erneut eine weitere Produktivitätssteigerung – auf bereits sehr hohem Niveau. Angesichts des Klagens über die Wirtschaftslage und die Kostenentwicklung wäre es allerdings angebracht, dass die oberste Spitze des Unternehmens ein Zeichen der Selbstbeschränkung setzt. «Die Führung sollte hier ihre Vorbildwirkung wahrnehmen», hält Avallone fest.

Mit Blick auf die nächstes Jahr bevorstehende Eröffnung des Gotthard-Basistunnels tut die SBB gut daran, ihr Personal nicht zu überfordern. Mehrere tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen auf neue Aufgaben geschult werden, dies alles zusätzlich zum laufenden Betrieb.

Es gilt, in allen Bereichen mit höchster Sorgfalt darauf zu achten, dass die Sicherheit das oberste Gebot im Bahnbetrieb bleibt. Mehrere Kollisionen in den ersten Monaten des Jahres zeigen, dass weiterhin besondere Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu richten ist. Insbesondere die Kontrolle der Drittfirmen muss oberste Priorität haben.

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