Kanton Zug: Umfangreiches öV-Angebot trotz Entlastungsprogramm

Der öffentliche Verkehr im Kanton Zug erfährt in den kommenden zwei Jahren zahlreiche Neuerungen: Im Jahr 2016 wird die S24 halbstündliche Verbindungen nach Zürich Flughafen anbieten und das Erfolgsprodukt Stadtbahn Zug wird weiter ausgebaut. Die S1 erhält zwei neue Fahrzeuge und verkehrt über Luzern hinaus bis nach Sursee. Daneben wird auch ein erster Teil des Entlastungsprogramms umgesetzt, welcher Veränderungen zu Randzeiten bei Buslinien sowie eine Beendigung des Pilotbetriebs bei der Buslinie 44 in der Gemeinde Hünenberg beinhaltet. Der Fahrplan 2017 bringt aufgrund der Streckensperrung am Zugersee Ostufer weitere Veränderungen mit sich.

Kanton Zug, Amt für öffentlichen Verkehr
Der öffentliche Verkehr im Kanton Zug erfährt in den kommenden zwei Jahren zahlreiche Neuerungen: Im Jahr 2016 wird die  S24  halbstündliche Verbindungen nach Zürich Flughafen anbieten und das Erfolgsprodukt Stadtbahn Zug wird weiter ausgebaut. Die  S1  erhält zwei neue Fahrzeuge und verkehrt über Luzern hinaus bis nach Sursee. Daneben wird auch ein erster Teil des Entlastungsprogramms umgesetzt, welcher Veränderungen zu Randzeiten bei Buslinien sowie eine Beendigung des Pilotbetriebs bei der Buslinie 44 in der Gemeinde Hünenberg beinhaltet. Der Fahrplan 2017 bringt aufgrund der Streckensperrung am Zugersee Ostufer weitere Veränderungen mit sich.

Der Regierungsrat des Kantons Zug hat das Angebot im öffentlichen Verkehr für die beiden kommenden Fahrplanjahre festgelegt. Der Leiter des Amts für öffentlichen Verkehr, Hans-Kaspar Weber empfiehlt: «Ein Blick in den Fahrplan lohnt sich, denn es sind zahlreiche Bahn- und Buslinien von Veränderungen betroffen.»

Stadtbahn Zug mit mehr Kapazität
In der Hauptverkehrszeit werden bisherige Züge der  S1  Baar – Zug – Luzern und der  S18  Luzern – Sursee, welche in Einfachtraktion verkehren, durch zwei neue zusätzliche FLIRT verstärkt. Die dafür notwendigen zwei Fahrzeuge sind im Zusammenhang mit der letzten grossen FLIRT-Bestellung der SBB bei der Industrie bestellt worden und weisen eine neue Innenausstattung mit mehr Stehplatzmöglichkeiten auf. Damit kann auf die sehr hohe Auslastung der  S1  in der Spitzenzeit reagiert werden. Gleichzeitig mit den neuen Fahrzeugen wird die heutige  S18  in  S1  umbenannt. Reisende aus Zug–Rontal nach Sursee können sitzen bleiben. Hans-Kaspar Weber ist erfreut: «Das Erfolgsprodukt Stadtbahn Zug expandiert nun bis nach Sursee.»

 S24  Halbstündliche Verbindung zum Flughafen
In eine andere Richtung dehnt sich die  S24  aus. Sie wird halbstündliche Verbindungen von Zug her kommend nach Zürich Flughafen – Winterthur vermitteln und stündlich bis Schaffhausen verkehren. Auf die im Entlastungsprogramm des Kantons Zug vorgesehene Verkürzung der Betriebszeit wird verzichtet, weil diese Massnahme nicht die erhofften Einsparungen bringt. Durch einen geänderten Fahrzeugeinsatz können jedoch erhebliche Kosten für alle Besteller eingespart werden, ohne dass dazu ein Angebotsabbau notwendig wird. Die  S24  verkehrt somit täglich bis über Mitternacht hinaus im Halbstundentakt mit modernen Doppelstockzügen. Mit der vierten Teilergänzung der Zürcher S-Bahn wird zudem die  S5  anstelle der  S9  von Zug über Steinhausen nach Zürich – Uster – Rapperswil – Pfäffikon verkehren. Dies bringt neben Änderungen im Minutenbereich vor allem die neusten Doppelstockzüge des Typs «Regio-Dosto» nach Zug.

Umleitungen im Bahn-Fernverkehr am Zugersee
Mit dem Gotthard- und dem Ceneri-Basistunnel werden die Bahnreisenden in Zukunft von einem besseren Bahnangebot profitieren. Auf diesen Zeitpunkt baut die SBB die Zufahrten zum Gotthard aus – so auch zwischen Zug und Arth-Goldau. Bei Walchwil wird eine 1,7 Kilometer lange Doppelspur gebaut. Gleichzeitig saniert die SBB auf der Strecke Tunnel, Brücken, Bahntechnik und Gleise. Für diese Arbeiten wird ab dem 11. Dezember 2016 die Strecke zwischen Zug Oberwil und Arth-Goldau für rund eineinhalb Jahre gesperrt. Aufgrund der Sperrung sind diverse Fahrplananpassungen notwendig.

Alle Fernverkehrszüge zwischen Zürich und dem Gotthard verkehren via Rotkreuz, mit Halt zum Ein- und Aussteigen. Zwischen Zug und Arth-Goldau erhalten die Züge eine 12 Minuten längere Fahrzeit. Während dieser Phase können die Zusatzzüge Luzern – Zürich Enge – Zürich HB nicht mehr verkehren. Als Ersatz dafür halten die Gotthard-Züge in Rotkreuz und es wird von Montag bis Freitag ein zweiter Frühzug Arth-Goldau – Zürich HB sowie eine Abendverbindung in der Gegenrichtung verkehren. Der  IR  Luzern – Zug – Zürich – Zürich Flughafen kann in Thalwil nicht mehr halten. Daraus sollen für die betroffenen Kundinnen und Kunden keine finanziellen Nachteile entstehen: Daher bezahlen diese auch die tarifgemässe Strecke via Walchwil und nicht den Umweg via Rotkreuz.

Die  S2  Erstfeld – Baar Lindenpark verkehrt ab Altdorf und nur bis Arth-Goldau (stündlich) bzw. Rotkreuz (zweistündlich) und stellt dort den Anschluss an den Fernverkehr sicher. Die Fahrzeiten Innerschweiz–Zürich für Reisende mit der  S2 , die auf den  IR  nach Zürich umsteigen, bleiben ungefähr gleich lang wie im aktuellen Fahrplan. Die Strecke Baar Lindenpark – Zug – Oberwil wird Montag bis Samstag zwischen 6 und 20 Uhr durch einen  S2 -Shuttle halbstündlich bedient werden. Dieser stellt in Zug den Anschluss an den Fernverkehr sicher. In Randstunden nach 20.00 Uhr und an Sonntagen steht das parallel verkehrende Busangebot der Linien 3 und 5 zur Verfügung. Auch die  S1  ist von der Streckensperrung betroffen und verkehrt Baar – Zug – Luzern mit veränderten Fahrzeiten. Die Halte in Chämleten werden um 15 Minuten versetzt angeboten. Die morgendliche Entlastungsleistung auf der  S1  kann nur noch zwischen Cham – Zug verkehren. Eine Verknüpfung mit der  S24  ist nicht mehr möglich. Die abendliche Entlastungsleistung entfällt.

Für die Erschliessung von Walchwil steht das bestehende Busangebot der Linie 5 im Halbstundentakt zur Verfügung. In der Hauptverkehrszeit wird dieses durch Verstärkungskurse ausgebaut. Die Linie 21 Arth-Goldau-Walchwil verkehrt stündlich nach Walchwil. Die bisherigen Taktlücken im Stundentakt werden damit geschlossen.

Fahrpläne ab dem 15. November 2015 im Internet
Die definitiven Fahrpläne 2016 für die Bahn- und Buslinien können ab dem 15. November 2015 im Internet unter www.fahrplanfelder.ch eingesehen werden. Der nächste Fahrplanwechsel findet am Sonntag, 13. Dezember 2015 statt.

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Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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