Zukunft der Waldenburgerbahn

Die Waldenburgerbahn ist das Rückgrat der ÖV-Erschliessung des Bezirks Waldenburg und trägt entscheidend zur wirtschaftlichen Attraktivität des Waldenburgertals bei. Sowohl Infrastruktur wie auch Rollmaterial sind in die Jahre gekommen und müssen erneuert werden. Auf Grund des anstehenden Ersatzes des Rollmaterials, hat die Bau- und Umweltschutzdirektion 2010 die Waldenburgerbahn im Rahmen einer fundierten technischen Studie auf ihre Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit für einen Planungshorizont bis 2030 untersucht. Die Studie zeigt klar auf, dass für den Raum Liestal – Walden­burg nicht ein Bussystem, sondern die Waldenburgerbahn in ihrer heutigen Form das zweckmässigste Verkehrsmittel ist. Diese aus der Studie hervorgegangenen Resultate wurden mit dem Beschluss vom 28. Oktober 2010 unter dem Titel ‚Zukunft Waldenburgerbahn’ vom Landrat zur Kenntnis genommen. Dies ist ein klares Bekenntnis des Kantons zu einer Bahn im Waldenburgertal und zur Entwicklung des Waldenburgertals.

erstellt am 13. Juni 2013 @ 10:31 Uhr
Waldenburgerbahn / Kanton Basel-Landschaft, Bau- und Umweltschutzdirektion / Emch+Berger
Umbau Bahnhof Waldenburg Variante C 61712_01Die Waldenburgerbahn (WB) ist das Rückgrat der ÖV-Erschliessung des Bezirks Waldenburg und trägt entscheidend zur wirtschaftlichen Attraktivität des Waldenburgertals bei. Sowohl Infrastruktur wie auch Rollmaterial sind in die Jahre gekommen und müssen erneuert werden. Auf Grund des anstehenden Ersatzes des Rollmaterials, hat die Bau- und Umweltschutzdirektion 2010 die Waldenburgerbahn im Rahmen einer fundierten technischen Studie auf ihre Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit für einen Planungshorizont bis 2030 untersucht. Die Studie zeigt klar auf, dass für den Raum Liestal – Walden­burg nicht ein Bussystem, sondern die Waldenburgerbahn in ihrer heutigen Form das zweckmässigste Verkehrsmittel ist. Diese aus der Studie hervorgegangenen Resultate wurden mit dem Beschluss vom 28. Oktober 2010 unter dem Titel ‚Zukunft Waldenburgerbahn’ vom Landrat zur Kenntnis genommen. Dies ist ein klares Bekenntnis des Kantons zu einer Bahn im Waldenburgertal und zur Entwicklung des Waldenburgertals.

Aufgrund dieser Erkenntnis hat die Waldenburgerbahn, unterstützt durch das Tiefbauamt, ein Betriebskonzept erarbeitet, welches die Grundlage sowohl für die Beschaffung von neuem Rollmaterial wie auch für die Projektierung und Realisierung der nötigen Infrastrukturmassnahmen bildet. Grunderkenntnis ist, dass der Fahrplan auf eine hochwertige Anbindung der Waldenburgerbahn am Bahnhof Liestal an die SBB-Züge, insbesondere in Richtung Basel, ausgerichtet werden muss. Das Betriebskonzept sieht vor, dass bei Inbetriebnahme des neuen Rollmaterials in den Hauptverkehrszeiten vier Züge pro Stunde mit drei Kompositionen (108 m) und in den Nebenverkehrszeiten zwei Züge pro Stunde mit zwei Kompositionen (72 m) verkehren. Daraus ergibt sich ein Rollmaterialbedarf von 14 Kompositionen, die in zwei Tranchen beschafft werden sollen. Die erste Tranche soll im Jahre 2018 in Betrieb genommen werden, die zweite ab 2020. Für die Erneuerung des Rollmaterials mit 14 Kompositionen erwartet die Waldenburgerbahn Kosten von ca. 70 Mio. CHF.

Aufgrund des generellen Instandsetzungsbedarfes, der neuen gesetzlichen und technischen Vorgaben von Seite des Bundes sowie der Inbetriebnahme des neuen Rollmaterials müssen in den nächsten Jahren Investitionen in die Infrastruktur getätigt werden:

Die Kosten für die nötigen Investitionen in den Ausbau und die Erneuerung der Infrastruktur werden sich in den kommenden 10 Jahren auf gesamthaft rund 200 Mio. CHF belaufen.

Bis 2016 erfolgt die Finanzierung der Infrastrukturmassnahmen über die ordentliche Finanzierung nach dem Eisenbahngesetz. Dabei trägt der Bund einen Anteil von einem Drittel, der Rest muss vom Kanton Basel-Landschaft übernommen werden. Die zukünftige Finanzierung der Bahninfrastrukturen, einschliesslich der WB, wird durch den Bund ab 2017 auf neue Beine gestellt. Die Vorlage über die Finanzierung und den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (FABI) wurde vom Volk angenommen. FABI sieht vor, dass die Kantone die Kosten für Publikumsanlagen d.h. der Haltstellen, ab 2017 zu 100% selber finanzieren. Deshalb sollen bis 2016 noch so viele Haltestellen wie möglich umgebaut werden, damit der Kanton von der zugesicherten Bundesbeteiligung bei den Umbauten der Haltestellen im Rahmen von einem Drittel profitieren kann. Zudem sind die Umbauten notwendig, um das neue Rollmaterial ab 2018 in Betrieb nehmen zu können.

Aus diesem Grund beantragte die Bau- und Umweltschutzdirektion im Herbst dem Regierungsrat, dem Landrat eine Kreditvorlage von CHF 29 Mio. für den Anteil des Kantons an der Finanzierung der bis 2016 anfallenden Kosten von total CHF 45 Mio. für die Infrastrukturmassnahmen zu überweisen.

Zukunft Waldenburgerbahn gesichert – Landrat bewilligt 29-Millionen-Kredit für Infrastrukturmassnahmen und lässt Umstellung auf Meterspur prüfen

Der Verwaltungsrat der Waldenburgerbahn AG (WB) hat mit Freude Kenntnis genommen, dass der Landrat des Kantons Basel-Landschaft für die Erneuerung der Infrastruktur der Waldenburgerbahn einen Kredit von 29 Millionen Franken gesprochen hat. Der Verwaltungsrat dankt den Landrätinnen und Landräten, dem Regierungsrat und den beteiligten Verwaltungsstellen bestens.

Der Entscheid ist wegweisend für die zukünftige Entwicklung des Waldenburgertals und damit auch für den oberen Kantonsteil; die Eisennbahn garantiert auf Jahrzehnte eine solide und verlässliche Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr.

Die Prüfung einer Umstellung auf Meterspur, gleichzeitig realisiert, wenn die SBB den Bahnhof Liestal auf vier Spuren ausbauen, ermöglicht einen zeitnahen Entscheid unter Berücksichtigung aller Vor- und Nachteile im Zusammenspiel von Betrieb, Infrastruktur und Rollmaterial. Ein Verkehr von historischen Zügen auf dem künftigen Trassee der WB ist in die Überlegungen miteinzubeziehen.

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