Einsprache gegen Forchbahn-Projekte Bahnübergänge Binzstrasse und Trichtenhausenstrasse

Der Gemeinderat Zollikon erhebt Einsprache gegen die Projekte Bahnübergänge Binzstrasse und Trichtenhausenstrasse der Forchbahn AG und weist sie zur Überarbeitung zurück.

erstellt am 11. Februar 2015 @ 09:30 Uhr
Gemeinde Zollikon
Der Gemeinderat Zollikon erhebt Einsprache gegen die Projekte Bahnübergänge Binzstrasse und Trichtenhausenstrasse der Forchbahn AG und weist sie zur Überarbeitung zurück.

Aufgrund des Eisenbahngesetzes und der entsprechenden Eisenbahnverordnung verlangte das Bundesamt für Verkehr von der Forchbahn AG bis Ende 2014 ein vollständiges Plangenehmigungs- oder Baugesuch zur Sicherung der Bahnübergänge vorzulegen. Auch mit Ampeln gesicherte Bahnübergänge sind nicht mehr zulässig und müssen entweder aufgehoben oder mit Schranken versehen werden.

Der Gemeinderat hat an der letzten Gemeinderatssitzung vom 28. Januar 2015 über die zwei vorgelegten Projekte beraten und beschlossen.

Die geplanten Halbschranken reduzieren die Leistungsfähigkeit der bereits heute als kritisch bis überlastet eingestuften Verkehrsknoten Binz- und Trichtenhausenstrasse. Dies bedeutet, dass in den Hauptverkehrszeiten noch grössere Verkehrsstaus auftreten werden als heute. Die zu erwartenden negativen Auswirkungen auf die benachbarten Quartiere, den Städtebau, Blaulicht-Organisation sowie den Notfallbetrieb des Spitals werden im Projekt ebenfalls nicht berücksichtigt. Zudem fehlen in der Planung entsprechende Stauräume (Einspurstrecken) für abbiegende Fahrzeuge. Dadurch würde der Verkehrsfluss für die auf der Forchstrasse geradeausfahrende Fahrzeuge massiv behindert. Auch wird nicht berücksichtigt, dass die Forchbahn zu Spitzenzeiten bereits heute überlastet ist und mittelfristig ein Ausbau des Fahrplans notwendig sein wird, was unweigerlich zu noch längeren Wartezeiten bei den geplanten Schranken führen wird.

Der Gemeinderat begrüsst Massnahmen, welche die Sicherheit erhöhen. Er erachtet die Projekte aber als unvollständig und stellt deshalb den Antrag an das Bundesamt für Verkehr, dass die beiden Projekte zu überarbeiten und erneut öffentlich aufzulegen seien.

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Autor: Redaktion

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