Ausstellung „Gottardo 2016“: Das Jahrhundertprojekt geht auf Tournee

Seit dem 1. Juni 2015 läuft der Countdown zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels. Bereits ab 15. Oktober 2015 erhält die Schweizer Bevölkerung die Gelegenheit zur einer virtuellen Reise rund um den längsten Eisenbahntunnel der Welt. Die Ausstellung «Gottardo 2016» macht Station in neun Schweizer Bahnhöfen. Auf die Besucherinnen und Besucher wartet ein interaktives Erlebnis, welches die historischen Dimensionen des Gotthard-Basistunnels verdeutlicht und einen Blick in die Mobilität der Zukunft gibt. Die Tournee startete am 15.10.2015 im Zürcher Hauptbahnhof.

erstellt am 15. Oktober 2015 @ 14:41 Uhr
Gottardo 2016 / Sandro Hartmeier / Pro Bahn Schweiz
Ausstellung Gottardo 2016Seit dem 1. Juni 2015 läuft der Countdown zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels. Bereits ab 15. Oktober 2015 erhält die Schweizer Bevölkerung die Gelegenheit zur einer virtuellen Reise rund um den längsten Eisenbahntunnel der Welt. Die Ausstellung «Gottardo 2016» macht Station in neun Schweizer Bahnhöfen. Auf die Besucherinnen und Besucher wartet ein interaktives Erlebnis, welches die historischen Dimensionen des Gotthard-Basistunnels verdeutlicht und einen Blick in die Mobilität der Zukunft gibt. Die Tournee startete am 15.10.2015 im Zürcher Hauptbahnhof.

«Durch und durch die Schweiz» – der Gotthard-Basistunnel ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt und verkörpert Schweizer Präzision, Innovationsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Er bringt ab 2016 Menschen und Güter im Norden und Süden schneller und zuverlässiger zusammen. Er steht zudem für emotionale Bahnerlebnisse durch das Gotthard-Massiv, dem mythischen Herzen der Schweiz. Die Ausstellung «Gottardo 2016» gibt einen vertieften Einblick in die wahrhaft historischen Dimensionen des neuen Gotthardtunnels sowie einen Ausblick in die Mobilität der Zukunft. Sie vermittelt Wissen, Erlebnis und schafft ein Bewusstsein für die Parforce-Leistung durch die Schweizer Alpen.

Interaktive, multimediale Ausstellung
Ausstellung Gottardo 2016
Ausstellung Gottardo 2016Fünf Themenmodule nehmen Geschichte, Zahlen und Fakten, Technik und die Bedeutung des Jahrhundertprojekts für die Schweiz auf. Die Ausstellung gibt zudem einen Ausblick in die Mobilität der Zukunft. In Zürich, Bern und Basel ergänzt das sogenannte «Supersign» die Ausstellung – ein monumentaler Ring mit 9,5 Metern Durchmesser und damit genau so gross wie die Tunnelröhre. Lanciert wird die Ausstellung heute im Hauptbahnhof Zürich, wo sie bis 20. Oktober Station macht. Die Tournee führt anschliessend nach Visp, Zug, Genf, Bern, St. Gallen, Biel, Basel und Luzern sowie an weitere Standorte in der Schweiz.

Seit dem 1. Juni 2015 läuft der Countdown zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels. Bereits ab 15. Oktober 2015 erhält…

Gepostet von Bahnonline.ch am Donnerstag, 15. Oktober 2015


Update Stellungnahme Pro Bahn Schweiz:
Süden, Westen und Osten kommen sich näher

Am 15. Oktober vor fünf Jahren ist der Gotthard-Basistunnel durchschlagen worden und am 15. Oktober 2015 ist die Ausstellung „Gottardo 2016“ im Zürcher Hauptbahnhof eröffnet worden, die auch in anderen Bahnhöfen Station machen wird. Dies wird die Reisezeit in den Süden dereinst um eine Stunde verkürzen. Ähnliches gilt für Reisen Richtung Westen und Osten, dank der Durchmesserlinie können ab Fahrplanwechsel ab 13. Dezember 2015 10 Minuten Reisezeit eingespart werden und für die Strecke zwischen Zürich – St. Gallen brauchen einzelne Züge weniger als eine Stunde. Pro Bahn Schweiz, die Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs freut sich über diese Verbesserungen, auch wenn man noch über ein Jahr warten muss, bis es Richtung Süden soweit ist.

Durchmesserlinie kein Parkplatz mehr
Nach der Eröffnung der Durchmesserlinie im Juni letzten Jahres wurde geschrieben, dass die Durchmesserlinie „auch ein Parkplatz“ für Züge sei, dies in Anlehnung an die ZVV-Werbung. Ab Fahrplanwechsel gilt diese Aussage definitiv nicht mehr. Neben der  S2  S8  und  S14 , werden künftig die  S14  nach Affoltern am Albis und die S19 nach Pfäffikon ZH sowie die  IC  zwischen St. Gallen und Genève, die  ICN  zwischen St. Gallen via Biel und Lausanne, die  IC  zwischen Brig und Romanshorn sowie die  IR -Züge zwischen Basel und St. Gallen, zum Teil bis München den Durchgangsbahnhof „Löwenstrasse“ bedienen.

46‘600 Ringe halten zusammen
Die Hauptattraktion der Ausstellung ist ein Ring von 9,5 m Durchmesser, der demjenigen einer Tunnelröhre entspricht und die Länge eines Elements aufweist, welche in einer Tunnelröhre eingebaut sind. So kommen 23‘300 Ringe zusammen, welche für eine Spur die Länge des Gotthard-Basistunnels ausmachen. Dank dieser Ringe wird die Reisezeit ins Tessin massiv verkürzt und die Kapazität des Güterverkehr ebenso massiv zu verbessert. Damit liessen sich auch die Vorgaben der vom Volk angenommenen Alpeninitiative erfüllen, sofern dies Bundesrat und die Mehrheit des Parlaments dies wollen, was ja bekannterweise nicht der Fall ist…

Und die Gotthard Bergstrecke?
In dieser Beziehung herrscht für Pro Bahn Schweiz gar keine Freude. Das von den SBB angedachten Konzept mit Umsteigen auf einen Vorortstriebzug in Erstfeld – ohne Zugsbegleitung, mit einer einzigen Toilette und reduziertem Erstklassekomfort – kann nur als lieblos und möglicher Vorwand für die künftige Schliessung dieser Strecke bezeichnet werden. Die BLS am Lötschberg hat es mit ihren direkten Zügen ab Bern über den Lötschberg vorgemacht und ein Erfolgsmodell ausgelöst. Pro Bahn Schweiz fordert, dass das vorgesehene Konzept verlassen und durch eines ersetzt wird, das die Kunden zum Bahnfahren über die Gotthard-Bergstrecke einlädt. Das Konzept der BLS darf durchaus kopiert werden und in diesem Zusammenhang ist auch das Bundesamt für Verkehr gefordert, indem es für kundenfreundliche Lösungen sorgt.

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Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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