Zürcher Regierungsrat beantragt Staatsbeitrag für die Limmattalbahn

Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Beitrag von rund 510 Millionen Franken aus dem kantonalen Verkehrsfonds für den Bau der Limmattalbahn. Der Bund hat im Rahmen seiner Botschaft zum Infrastrukturfonds für den Agglomerationsverkehr in Aussicht gestellt, sich mit 35 Prozent an den Projektkosten zu beteiligen. Für ergänzende Massnahmen am Strassennetz im Zusammenhang mit der Limmattalbahn werden dem Kantonsrat zusätzlich rund 136 Millionen Franken beantragt.

erstellt am 19. August 2014 @ 15:41 Uhr
Kanton Zürich, Regierungsrat / Kanton Aargau
Limmattalbahn EtappenDer Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Beitrag von rund 510 Millionen Franken aus dem kantonalen Verkehrsfonds für den Bau der Limmattalbahn. Der Bund hat im Rahmen seiner Botschaft zum Infrastrukturfonds für den Agglomerations-Verkehr in Aussicht gestellt, sich mit 35 Prozent an den Projektkosten zu beteiligen. Für ergänzende Massnahmen am Strassennetz im Zusammenhang mit der Limmattalbahn werden dem Kantonsrat zusätzlich rund 136 Millionen Franken beantragt.

Der Bau der Limmattalbahn soll ab 2017 erfolgen und ab Ende 2019 etappenweise in Betrieb genommen werden. Die 13 Kilometer lange Strecke führt von Zürich-Altstetten via Schlieren und Dietikon nach Spreitenbach/Killwangen im Kanton Aargau.

Das Limmattal hat sich in den letzten Jahren überdurchschnittlich stark entwickelt. Für die Region zwischen der Stadt Zürich und Spreitenbach/Killwangen wird auch in Zukunft mit stark steigenden Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzahlen gerechnet. Das grosse Wachstum belastet zunehmend die bestehende Verkehrsinfrastruktur.

Um das Verkehrsaufkommen in der Region Limmattal langfristig bewältigen zu können, sind mehrere, aufeinander abgestimmte Massnahmen für alle Verkehrsträger notwendig. Vor allem im Bereich des öffentlichen Verkehrs sind zusätzliche Kapazitäten notwendig. Die Kantone Zürich und Aargau planen deshalb gemeinsam mit den Standortgemeinden seit einigen Jahren die Limmattalbahn. Sie soll zukünftig einen grossen Teil der Verkehrsströme aufnehmen und dadurch unter anderem auch die Strassen entlasten. Die Route der Limmattalbahn verläuft vom Bahnhof Zürich Altstetten über Schlieren, Urdorf und Dietikon bis nach Spreitenbach und Killwangen im Kanton Aargau.

Finanzierung durch die Kantone Zürich, Aargau und den Bund
Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Beitrag von rund 510 Millionen Franken aus dem kantonalen Verkehrsfonds für den Bau der Limmattalbahn. Dieser wird in zwei Etappen realisiert, wobei die erste die Strecke von Altstetten bis Schlieren umfasst und 195 Millionen Franken kosten wird. Diese werden vom Bund und dem Kanton Zürich getragen, dessen Anteil 128,3 Millionen Franken beträgt. Die zweite Etappe von Schlieren bis Killwangen wird 560 Millionen Franken kosten, die sich die Kantone Aargau und Zürich sowie aller Voraussicht nach der Bund teilen. Dafür stellt der Kanton Zürich 382 Millionen Franken bereit, der Kanton Aargau 178 Millionen Franken. Der Bund hat im Rahmen seiner Botschaft zum Infrastrukturfonds für den Agglomerationsverkehr in Aussicht gestellt, auch bei der zweiten Etappe 35 Prozent der Gesamtkosten zu finanzieren.

Gesamthaft betragen die Kosten 755 Millionen Franken (inkl. MwSt.). Darin sind die Bahninfrastruktur, die bisherigen Planungskredite sowie die notwendige neue Depotanlage in Dietikon enthalten.

Flankierende Strassenmassnahmen aus gesamtverkehrlicher Sicht
Zusammen mit dem Staatsbeitrag für die Limmattalbahn beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat rund 136 Millionen Franken aus dem kantonalen Strassenfonds für flankierende Massnahmen am Limmattaler Strassennetz. Die Ausbauten entlang des Neubautrassees ermöglichen die Integration der Limmattalbahn in den bestehenden Strassenraum und sichern die Leistungsfähigkeit für den Individualverkehr. Der Durchgangsverkehr soll auf übergeordnete Achsen verlagert werden, um die Ortszentren der rasch wachsenden Städte Schlieren und Dietikon zu entlasten. Dafür sind an Kreuzungen auf der nördlich gelegenen Verkehrsachse (Überland-/Bernstrasse) verschiedene Anpassungen geplant. Die Bauten sind zeitlich mit dem Bau der Limmattalbahn koordiniert.

Inbetriebnahme zwischen 2019 und 2022
Die Arbeiten für die Limmattalbahn schreiten planmässig voran. Der Bund hat im letzten Jahr die Infrastrukturkonzession erteilt. Seit Ende 2013 befindet sich das Projekt Limmattalbahn zur Genehmigung beim Bundesamt für Verkehr. Sämtliche für die Baubewilligung relevanten Aspekte wie Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Strassenleistungsfähigkeit konnten während der Projektierung nachgewiesen werden. Die noch offenen Punkte werden im Verlaufe des Verfahrens geklärt. Ende 2015 wird die Plangenehmigungsverfügung des Bundes erwartet, so dass 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Die erste Etappe zwischen Zürich Altstetten und Schlieren Geissweid soll Ende 2019 in Betrieb genommen werden. Die restliche Strecke soll bis 2022 fertiggestellt werden.

Kanton Aargau: Start Anhörung für den Investitionsbeitrag für die Limmattalbahn

Das gemeinsame Projekt der Kantone Aargau und Zürich soll die wachsende Mobilität auffangen

Der Regierungsrat des Kantons Aargau beschliesst für den Bau der Limmattalbahn einen Investitionsbeitrag in der Höhe von brutto 178 Millionen Franken. Er legt das Kreditbegehren zur öffentlichen Anhörung auf. Die 13 Kilometer lange Strecke führt von Killwangen und Spreitenbach im Kanton Aargau via Dietikon, Schlieren, Urdorf bis nach Zürich-Altstetten. Der Bund hat im Rahmen seiner Agglomerationspolitik die Bahn als kantonsgrenzübergreifendes integrales Projekt anerkannt und in Aussicht gestellt, sich mit 35 Prozent an den Projektkosten zu beteiligen.

Das Limmattal gehört zu den am stärksten wachsenden Regionen im Kanton Aargau. Das grosse Wachstum stellt hohe Ansprüche an die bestehende Verkehrsinfrastruktur. Während in vielen Fällen der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auf die Arbeitsplatz- und Bevölkerungsentwicklung nur reagiert, bietet die Limmattalbahn die grosse Chance, mit einem zukunftsgerichteten Verkehrssystem vorausschauend eine nachhaltige räumliche Entwicklung zu unterstützen. Um die gute Erreichbarkeit des Limmattals zu gewährleisten und das Verkehrsaufkommen in der Region langfristig bewältigen zu können, sind mehrere, aufeinander abgestimmte Massnahmen für die Verkehrsträger notwendig. Vor allem im Bereich des öffentlichen Verkehrs sind zusätzliche Kapazitäten notwendig. Die Kantone Zürich und Aargau planen deshalb gemeinsam mit den Standortgemeinden seit einigen Jahren die Limmattalbahn. Sie soll zukünftig einen grossen Teil der Verkehrsströme aufnehmen und dadurch auch die Strassen entlasten.

Gemeinsame Finanzierung durch die Kantone Aargau, Zürich und den Bund
Die Kosten betragen insgesamt 755 Millionen Franken. Darin sind die Bahninfrastruktur, die bisherigen Planungskredite sowie die notwendige neue Depotanlage enthalten. Die Kosten werden im Verhältnis von einem Viertel zu drei Vierteln von den Kantonen Aargau und Zürich getragen. Der Bund hat im Rahmen seiner Botschaft zum Infrastrukturfonds für den Agglomerationsverkehr in Aussicht gestellt, 35 Prozent der Gesamtkosten zu übernehmen.

Die Arbeiten für die Limmattalbahn schreiten planmässig voran. Der Bund hat im letzten Jahr die Infrastrukturkonzession erteilt. Seit Ende 2013 befindet sich das Projekt Limmattalbahn zur Genehmigung beim Bundesamt für Verkehr. Sämtliche für die Baubewilligung relevanten Aspekte wie Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Strassenleistungsfähigkeit konnten während der Projektierung nachgewiesen werden. Die noch offenen Punkte werden im Verlaufe des Verfahrens geklärt. Ende 2015 wird die Plangenehmigungsverfügung des Bundes erwartet, so dass 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Die Etappe zwischen Zürich Altstetten und Schlieren Geissweid soll Ende 2019 in Betrieb genommen werden. Die zweite Etappe ab Schlieren Geissweid bis Killwangen-Spreitenbach soll bis 2022 fertiggestellt werden.

Der Aargauer Regierungsrat gibt mit heutigem Datum die Kreditvorlage von 178 Millionen Franken für den Aargauer Abschnitt zur öffentlichen Anhörung frei. Die Anhörung endet am 21. November 2014. In Analogie zur Finanzierung des Campus Brugg/Windisch von 2007 werden die erforderlichen Investitionsbeiträge als Darlehen des Kantons Aargau bereitgestellt. Amortisation und Verzinsung des Darlehens erfolgt innerhalb von 35 Jahren.

Die Limmattalbahn, ein gemeinsames Vorhaben der Kantone Aargau und Zürich, führt über 13.4 Kilometer von Killwangen und Spreitenbach im Kanton Aargau über Dietikon, Urdorf und Schlieren bis nach Zürich Altstetten. Der Aargauer Abschnitt umfasst 3.3 Kilometer von Killwangen bis zur Kantonsgrenze bei Spreitenbach.

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