Bern’s Wilder Westen

Mit dem zukünftigen Rosshäuserntunnel, westlich vor den Toren der Bundeshauptstadt hat die BLS aktuell ihr grösstes Infrastrukturprojekt. Bautechnische Details entnimmt man am besten unter www.bls.ch. Doch die BLS baut nicht nur – sondern sie lädt die Interessierten transparent neben Ihrer Webseite auch zu einem Besuch an der Baustelle ein wo man mittels einer Baustellenwanderung die Landschaft hinter Rosshäusern Station und Gümmenen erkundigen kann.

erstellt am 01. August 2015 @ 11:32 Uhr
Bernhard Ledermann
Berns Wilder Westen 5978Mit dem zukünftigen Rosshäuserntunnel, westlich vor den Toren der Bundeshauptstadt hat die BLS aktuell ihr grösstes Infrastrukturprojekt. Bautechnische Details entnimmt man am besten unter www.bls.ch. Doch die BLS baut nicht nur – sondern sie lädt die Interessierten transparent neben Ihrer Webseite auch zu einem Besuch an der Baustelle ein wo man mittels einer Baustellenwanderung die Landschaft hinter Rosshäusern Station und Gümmenen erkundigen kann.

Via Rosshäusern Dorf erreicht man die Schnurrenmühle ein Einschnitt zwischen Rosshäusern und Mauss. Danach kommt man via Baustellenstrasse nahe zum Westportal des neuen Rosshäusertunnels.

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Auf dem Bild oben erkennen wir je eine Fahrleitungsmast mit einem Messgerät sowie ein mittels Stahlseil gesicherten Fahrleitungsmast. Denn Ende Mai 2015 wurde der Hang infolge anhaltender Niederschläge instabil, so dass aus Sicherheitsgründen der Bahnbetrieb zwischen Bern Brünnen Westside und Kerzers komplett gesperrt werden musste um den Hang zu sichern und die Geleise neu zu richten. Aktuell kann diese Stelle mit 30 – 50 km/h befahren werden. Nun wird dieser Hang überwacht und das am Fahrleitungsmast montierte Gerät misst bis auf weiteres diese Punkte regelmässig aus und würde bei erneuten geringsten Bewegungen einen SMS-Alarm auslösen. Die BLS legt weiter Wert darauf, dass die Hangbewegungen durch die nasse Witterung im Mai ausgelöst wurden und das die eigentlichen Tunnelarbeiten keinen direkten Einfluss auf diese Vorfälle hatten.

Berns Wilder Westen 5984Nach einem erneuten Aufstieg in Richtung Spengelried blicken wir über ein Kornfeld in Richtung erster Jurakette, davor schöne Wälder um den Saanegraben.

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Nachdem es neben den schönen Bauernhäuser in Spengelried wieder steil bergab geht, erreicht man kurz darauf die Infoplattform Westportal. An diesem 9. Juli 2015 warfen nicht nur Aldo Hänni, Präsident von ProBahn Schweiz – Sektion Espace Mittelland und der Verfasser dieses Berichtes ein Blick auf die Baustelle sondern auch Kühe scheinen sich um den durchfahrenden  RE  3944 zu interessieren … wir sehen zugleich auch die Baustellenstrasse [Foto unten]. Danach gings wieder bergauf nach Spengelried und weiter über das Hochplateau nach Süri mit herrlichen Bauernhäuser mit Gemüsegärten und Blumen und einer einmaligen Fernsicht mit den Berner Alpen, den Voralpen bis weit in die Romadie hinein. Von der Süri geht es dann via Mäderforst zurück nach Rosshäusern.

Berns Wilder Westen 5987Diese Baustellenwanderung kann nur empfohlen werden – gutes Schuhwerk und etwas zu Trinken aus dem Rucksack ist sicher empfehlenswert. Ein PDF “Zu Fuss um die Baustelle” kann von der BLS-Homepage heruntergeladen werden. Ich werde bis zur Inbetriebnahme des neuen Rosshäuserntunnesl – Mitte 2018 – diese Baustelle sicher wieder besuchen. Rosshäusern erreicht man stündlich von Bern mit der Berner  S52 . Weiter zeigen die Bilder auch die aktuell verkehrenden Fahrzeugtypen der BLS auf der Strecke. Die Lötschberger RABe 535 sehen wir noch bis am 12. Dezember 2015, danach wird die  S5  wie die  S52  durch die NINA RABe 525 geführt. Die  RE  fahren ja ab dem 13. Dezember 2015 wieder direkt nach La Chaux-de-Fonds, dies weiterhin mit Re 465 bespannten EW III-Pendelzüge.

Autor: Redaktion

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