Alstom liefert 47 Prima-Lokomotiven an SBB Infrastruktur

Alstom hat einen Auftrag im Wert von €175 Mio. über die Lieferung von 47 Dual-Mode-Lokomotiven an SBB Infrastruktur in der Schweiz erhalten. Die Lokomotiven, die für Gleisarbeiten am SBB Schienennetz und für den Rangierbetrieb an den Rangierbahnhöfen Lausanne Triage und Limmattal vorgesehen sind, sollen 2018 den Fahrbetrieb aufnehmen. Die 47 Lokomotiven werden in Alstoms Werk in Belfort, Frankreich gebaut. Das Projektmanagement erfolgt in der Schweiz.

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SBB Aem 940 Alstom Prima H4 Dual-Mode-PlattformAlstom hat einen Auftrag im Wert von €175 Mio. über die Lieferung von 47 Dual-Mode-Lokomotiven an SBB Infrastruktur in der Schweiz erhalten. Die Lokomotiven, die für Gleisarbeiten am SBB Schienennetz und für den Rangierbetrieb an den Rangierbahnhöfen Lausanne Triage und Limmattal vorgesehen sind, sollen 2018 den Fahrbetrieb aufnehmen. Die 47 Lokomotiven werden in Alstoms Werk in Belfort, Frankreich gebaut. Das Projektmanagement erfolgt in der Schweiz.

Diese Lokomotive für SBB Infra gehört zu Alstoms neuer Prima H4 Dual-Mode-Plattform für Rangier- und Gleisarbeiten. Die Lokomotive fährt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h und kann somit leicht in den Hauptstreckenverkehr eingebunden werden. Die Prima H4 Dual-Mode-Lokomotive – vier Achsen in zwei Einzelfahrwerken (BoBo Anordnung) – wird von einem elektrischen Antriebssystem und zwei Dieselgeneratoren angetrieben. Die beiden Stromgeneratoren, gekoppelt mit einem automatischen Start-Stopp-System, ermöglichen eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs um 20% gegenüber einer einmotorigen Diesellokomotive. Die Lokomotive ist so ausgelegt, dass Wartungszyklen optimiert und somit Lebenszykluskosten reduziert werden. Sie ist mit ETCS ausgerüstet.

Besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Konstruktion der Fahrerkabine gelegt. Die grosse Kabine (bis zu 4 Personen) wurde als “Arbeits- und Warteraum” konzipiert, da Gleisarbeiter nicht nur mit dem Zug mitfahren, sondern auch Zeit in der Kabine verbringen, wenn sie auf Baustellen arbeiten. Die Kabine ist mit einer HKL-Anlage (Heizung, Klima, Lüftung) und mit Stauraum für die persönlichen Gegenstände des Zugpersonals ausgestattet. Sie ist auch geschützt gegen Schwingungen und Luftdruck, wenn der Zug in einen Tunnel einfährt.

“Alstom hat die Vergabekriterien unserer öffentlichen Ausschreibung am besten erfüllt. Die neuen, leistungsfähigeren Fahrzeuge werden es uns ermöglichen, das steigende Bau- und Unterhaltsvolumen mit weniger Fahrzeugen effizienter zu bewältigen. Dank ihrer besseren Energieeffizienz verhilft Alstoms Prima H4 SBB Infra zu einer Reduzierung ihrer CO2-Emissionen um bis zu 6.000 Tonnen pro Jahr“, sagt Désirée Baer, Mitglied der Geschäftsleitung SBB Infrastruktur.

„Wir freuen uns, von SBB Infra für diesen wichtigen Auftrag ausgewählt worden zu sein. Mit Alstoms Prima H4 Lokomotive, die auf einem modularen Konzept basiert, wird SBB Infra ihre Betriebs-, Energie- und Wartungskosten senken können.”, sagt Herman Van der Linden, Alstoms Geschäftsführer in der Schweiz.

Über Prima
Die Prima-Produktreihe deckt alle Marktsegmente von Lokomotiven vom Schwerlastbetrieb (hauptsächlich in China, Kasachstan, Azerbaijan) über den Güter- und Personenbetrieb (Europa, Afrika, Mittlerer Osten, GUS) bis hin zum Rangier- oder Gleisbaubetrieb (Europa) ab. Der Name Prima steht für innovative Antriebslösungen, einschliesslich elektrische und dieselelektrische Antriebssysteme, sowie Hybrid- oder Dual-Mode-Systeme.

Autor: Redaktion

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