Wallisellen gewinnt den FLUX 2015

Der diesjährige Verkehrspreis «FLUX – goldener Verkehrsknoten» geht an die Zürcher Agglomerationsgemeinde Wallisellen. Die Auszeichnung belohnt die Anstrengungen der Gemeinde und ihrer Partner für einen überdurchschnittlich gut gestalteten Knoten des öffentlichen Verkehrs, von dem vor allem die Pendlerinnen und Pendler profitieren.

PostAuto Schweiz / Philippe Gasser, Citec Ingénieurs Conseils
flux_2015_wallisellenDer diesjährige Verkehrspreis «FLUX – goldener Verkehrsknoten» geht an die Zürcher Agglomerationsgemeinde Wallisellen. Die Auszeichnung belohnt die Anstrengungen der Gemeinde und ihrer Partner für einen überdurchschnittlich gut gestalteten Knoten des öffentlichen Verkehrs, von dem vor allem die Pendlerinnen und Pendler profitieren.

Wallisellen gewinnt den FLUX
Die Gemeinde Wallisellen ist dieses Jahr Preisträgerin des ÖV-Preises «FLUX – goldener Verkehrsknoten». Damit zeichnet die Trägerschaft des Preises – der Verband öffentlicher Verkehr (VöV), der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) sowie PostAuto – einen überdurchschnittlich gut gestalteten Verkehrsknoten in einer Agglomeration aus, der den Ansprüchen einiger tausend Pendlerinnen und Pendlern pro Tag genügen muss. Wer täglich mit dem öffentlichen Verkehr zur Arbeit fährt, ist auf reibungslose Umsteigebeziehungen von einem auf das andere Verkehrsmittel angewiesen. Darüber hinaus prämierte die Jury die Attraktivität des Knotens hinsichtlich der baulichen Qualität und visuellen Ausstrahlung, des Dienstleistungsangebots, der Wegführung und Fahrgastinformation sowie der baulichen Voraussetzung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Die Chance genutzt
Wallisellen hat vor einigen Jahren die sich bietende Chance durch den Bau der neuen Glatttallinie hervorragend genutzt. Die Gemeindebehörden haben sich bereits früh im Entwicklungsprozess engagiert und sich unter anderem dafür eingesetzt, dass die Linienführung der Glatttalbahn den Bahnhof anbindet, um dort optimale Umsteigebeziehungen zwischen den einzelnen Verkehrsträgern zu erhalten. Darüber hinaus hat die Gemeinde das Gebiet beim Bahnhof zusammen mit einem Investor zukunftsgerichtet entwickelt. Daraus entstand ein Zentrum mit neuem Bahnhof, Einkaufszentrum, Wohnungen, Büros und Dienstleistungen. Rechtzeitig mit der Eröffnung der Glatttalbahn im Jahr 2010 war alles bereit. Das Vorgehen hat sich gelohnt: Wallisellen ist heute nicht nur als Wohnort attraktiv, sondern auch als Arbeitsort. Zur Standortgunst trägt die hervorragende Anbindung an den öffentlichen Verkehr wesentlich bei. Das geht auch aus entsprechenden Umfragen hervor.

Konsequent auf die Zukunft ausgerichtet
Der Umsteigeknoten garantiert kurze Umsteigezeiten zwischen Bahn, Tram, Regional- und Ortsbus. Die Unterführung führt direkt zum Parking und zum Einkaufszentrum. Dank der grosszügigen Dimensionierung kann sie kommenden Anforderungen gerecht werden. Laut der Beurteilung der Jury ist der Witterungsschutz auch auf Strassenniveau gut gelöst. Vieles ist auf eine künftige Entwicklung ausgerichtet, dazu gehört das neue Bahnhofgebäude auf der Nordseite, das als dominierendes Gebäude realisiert wurde.

Die Jury lobt die hervorragende Umsteigequalität des ÖV-Knotens sowie die Signaletik, die mit übersichtlich und folgerichtig angeordneten Massnahmen auskommt. Der Umsteigeknoten ist vollständig barrierefrei, der Bahnhofplatz ist für den Autoverkehr gesperrt. Laut der Jury sind die Veloabstellplätze zweckmässig angeordnet und das unterirdische Parking für Autos enthält auch einen P+R-Sektor.

Vier Nominierte aus dem Kanton Zürich
Für den diesjährigen Preis hat die Jury Verkehrsknoten in Agglomerationen bewertet. Voraussetzung war, dass diese mindestens 10‘000 Ein- und Aussteiger pro Tag haben und von mindestens einer Bahnlinie sowie von mindestens zwei Bus- oder Tramlinien bedient werden. Ausser Betracht fielen Kernbahnhöfe von Städten. Eine Evaluationsgruppe hat eine Liste mit 21 möglichen Umsteigeknoten ausgewählt, die Fachjury hat folgende ÖV-Knoten für die Beurteilung nominiert: Uster, Wallisellen, Wädenswil und Stettbach (Gemeinde Zürich). Es fällt auf, dass alle nominierten Umsteigeknoten im Kanton Zürich liegen. Das ist eine Folge des hervorragenden S-Bahn-Netzes, das seit 25 Jahren kontinuierlich ausgebaut wurde. Zudem haben der Kanton, die Gemeinden sowie die Transportunternehmen in den letzten Jahren viel in die Umsteigeknoten investiert.

Zum FLUX
Der ÖV-Preis «FLUX – Goldener Verkehrsknoten» wird in diesem Jahr zum neunten Mal verliehen. 2014 ging der Preis an Scuol (Bestes ÖV-System in einem Bergtourismusort), 2013 an Interlaken-Ost (Hafenorte) und 2012 an den Flughafen Zürich (Kundeninformation).

Die Trägerschaft des FLUX besteht aus dem VöV, dem VCS sowie PostAuto. In der Jury sind folgende Personen vertreten: Ueli Stückelberger, Jurypräsident (VöV), René Böhlen (Mandat PostAuto), Caroline Beglinger (VCS Schweiz), Remo Petri (Procap Schweiz), Renate Amstutz (Schweizerischer Städteverband), Michael Bützer (Schweizerischer Gemeindeverband), Peter Vollmer (Schweiz Tourismus), Philippe Gasser (Citec Ingénieurs Conseils SA), Robert Riesen (LineUp, Kommunikationsagentur) und Andreas Wirth (Vorausgedacht GmbH).

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Autor: Redaktion

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