SBB P: Retraite vom 4. November 2009
erstellt am 07. November 2009 @ 09:18 Uhr
Newsletter VSLF, VSLF Nr. 237, 6. November 2009
Am 11. und 28. September 2009 wurden in zwei Retraiten offene Punkte auf den Tisch gelegt, in denen es in letzter Zeit zwischen den Personalverbänden und der SBB zu Meinungsverschiedenheiten kam. An diesen Gesprächen haben Vertreterinnen und Vertreter von SEV, transfair, VSLF und den SBB teilgenommen. An der dritten und letzten Retraite vom 4. November 2009 konnten letzte offene Punkte geklärt werden.
Gemeinsam zusammenarbeiten
Alle Beteiligten waren sich nach den drei Retraiten einig, dass ein konstruktiver Dialog gute Lösungen ermöglicht. Zukünftig werden die Themen laufend in den geplanten Informationssitzungen zwischen Sozialpartnern, PeKo P, P-HR, P-OP und P-VM/VS behandelt. Die in der Retraite besprochenen Themen werden in einer Pendenzenliste samt Terminen vermerkt und sind bereits oder werden stufengerecht und gemäss den im GAV vereinbarten Zuständigkeiten abgearbeitet. Zudem soll eine Vereinbarung für die weitere Zusammenarbeit abgeschlossen werden. Darin ist verbindlich festgelegt, wer Ansprechperson für welche Themen ist.
Aktueller Stand aus den letzten zwei Retraiten
Die folgenden Themen wurden zusammen mit den Sozialpartnern angegangen:
- Erarbeitung einer Übergangsregelung nach der Kündigung der Vision 2010 durch den VSLF sowie Führungs- und Entwicklungsgespräche und Entlöhnung während und nach der Ausbildung: erfolgt bis Ende 2009
- In einer Besprechung hat eine erste Auslegeordnung BAR im Hinblick auf die nächsten GAV-Verhandlungen stattgefunden
Mit der Personalkommission werden folgende Themen bearbeitet:
- Die «Grundausbildung» wird bis Fahrplanwechsel 2009/10 definiert
- Das «Berufsbild Lokführer/-in» wird bis Mai 2010 behandelt
- Ein erstes Gespräch zu den Anforderungen an die Infrastruktur der Pausenräumlichkeiten und die möglichen Rahmenbedingungen für «Pausen im Feld» hat stattgefunden
Folgende Themen wurden abgeschlossen:
- Die Auslandeinsätze wurden wie besprochen umgesetzt und die Einreihungen in die Funktionsstufen 15 sowie die Prämienzahlungen für die betroffenen Lokführerinnen und Lokführer sind ausgelöst
- Die Beförderungen von der Funktionsstufe 14 in die Funktionsstufe 15 gemäss Vision 2010 werden bis Ende 2009 noch durchgeführt
- Pro Standort wird ein Ein- und Aussetzpunkt festgelegt: Mit der Personalkommission wurden diese nun konkret definiert und werden per Fahrplanwechsel 2009/10 umgesetzt
Zudem konnten folgende Lösungen erarbeitet und beschlossen werden:
- Einreihung Helpdesk
Die Lokführer des Helpdesk Rollmaterial haben einen Vertrag pro Funktion erhalten. Die Arbeitsverträge basieren auf der jeweiligen Einreihung der Funktion als Lokführer und als Mitarbeiter Helpdesk. Damit wird erreicht, dass die vergangenen und zukünftigen Lohnmassnahmen ausgerichtet werden können. Die noch offenen Fragen einzelner Mitarbeitenden werden geklärt. - Anpassung von Touren
Die Verständigung bei Tourenanpassungen, das Nichtbeachten der minimalen Übergangszeiten und die Qualität der Tourenbildung in der Steuerung wurden besprochen. Verbesserungen sollen durch entsprechende Schulungen im Steuerungsbereich und einer Anpassung des Textes in der Arbeitsanweisung «Organisation und Zuständigkeiten Zugführung Ressourcenplanung und Zusammenarbeit mit dem Lokpersonal und den Filialen Lokpersonal» erzielt werden. - Einhaltung der Bandbreiten
Der Abbau der rückständigen Zeitguthaben ist ein zentrales Anliegen der Zugführung. Es wurden bereits verschiedene Massnahmen eingeleitet. Im Laufe des Jahres 2010 werden 180 Lokführer-Aspirantinnen und Aspiranten angestellt, die Ausleihe von Cargo-Lokführern wie auch der Einsatz von MEV-Lokführern wird bis Ende 2010 verlängert, zusätzliche Abbaubänder werden 2010 geöffnet sowie die Sprachaufenthalte in der Westschweiz gefördert. Die Entwicklung der Zeitguthaben wird anlässlich der Informationsanlässe mit den Sozialpartnern und der PeKo P regelmässig thematisiert. - Anpassungen der BAR
Die BAR konnte redaktionell angepasst werden (Ruheschichten). Auslöser war die Anpassung der Verordnung zum Arbeitszeitgesetz.
Weiteres Vorgehen
In der dritten Retraite konnten alle noch offenen Punkte geklärt werden.
Die Vertreter der Sozialpartner und die Verantwortlichen der SBB bleiben in engem Kontakt und werden die Pendenzen stufengerecht und gemäss Vereinbarung abarbeiten. Sie sind sich einig, dass nur der ständige Dialog zu konstruktiven Lösungen führt.
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