Regionalverkehr Luzern West, Solothurn und Berner Jura: SBB und BLS bereinigen Linienmanagement mit dem Ziel, die Qualität zu verbessern
erstellt am 29. Oktober 2010 @ 17:25 Uhr
Unternehmenskommunikation BLS (Text) / SBB CFF FFS (Text) / Robert Zerweck (Fotos)
SBB und BLS haben sich mit den beteiligten Kantonen darauf geeinigt, ab Fahrplan 2011 ihre Aufgaben und Rollen im regionalen Personenverkehr in den Gebieten Luzern West, Solothurn und Berner Jura neu aufzuteilen. Die Änderungen dienen dazu, die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten klarer zu definieren. Sie ermöglichen, schrittweise neue Angebotskonzepte einzuführen, die den Anforderungen der Kantone und Regionen entsprechen, und bezwecken eine Steigerung der Qualität.
Ab Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2010 ist die BLS neu für die Regionalverkehrsleistungen auf den Linien Luzern–Wolhusen–Langnau i.E / –Huttwil– Langenthal allein verantwortlich. Die SBB übernimmt den Regionalverkehr auf der Linie Solothurn–Moutier. Darauf haben sich die beiden Bahnunternehmen mit den Kantonen Luzern, Bern und Solothurn geeinigt. Das Bundesamt für Verkehr, das die Transportleistungen mitbestellt und mitfinanziert, begrüsst diese Lösung.
Die Fahrgäste werden in beiden Regionen davon profitieren, dass sich die operativen Abläufe vereinfachen und verbessern, was sich positiv auf die Qualität, namentlich Pünktlichkeit und Anschlusssicherung, auswirken wird. Gleichzeitig erlaubt der Linientausch ein neueres, besseres Angebot mit einheitlichen, modernen Zügen.
Ab 12. Dezember 2010 betreibt die BLS die Luzerner S-Bahn-Linie S6 nach dem Flügelzugkonzept: Die S6 fährt künftig stündlich von Luzern nach Wolhusen, von dort fährt ein Zugsteil Richtung Schüpfheim–Langnau i.E. weiter, der andere Richtung Willisau–Huttwil–Langenthal. Dies ergibt fürs Entlebuch neben dem RegioExpress eine zweite stündliche Direktverbindung von und nach Luzern. Die S7 pendelt künftig zwischen Langenthal und Wolhusen, wo sie Anschluss zum RegioExpress Bern–Luzern vermittelt. Die Fahrplanentwürfe liegen voraussichtlich ab März 2010 vor.
Die BLS verschiebt ihre Flotte von 13 dreiteiligen GTW-Zügen ins Gebiet Luzern West. Diese modernen Niederflur-Fahrzeuge ermöglichen dank der automatischen Kupplung das rasche Trennen bzw. Vereinigen der Züge in Wolhusen. Die BLS übernimmt auch die Verkaufsstelle in Schüpfheim.
Die SBB betreibt ab 12. Dezember 2010 den gesamten Regionalverkehr auf der Strecke Solothurn–Oberdorf–Moutier sowie die bisher teilweise von der BLS erbrachten Leistungen auf den Strecken Moutier–Sonceboz und Solothurn–Grenchen Süd. Sie setzt dazu die neue Generation von Regionalzügen ein («Domino-Züge»), die mit Klimaanlagen und modernen Fahrgastinformationssystemen ausgerüstet sind.
Als weitere Angebotsverbesserung wird die SBB ab Fahrplanwechsel im Dezember 2013 auch auf den Linien Biel/Bienne–La Chaux-de-Fonds und Biel/Bienne–Moutier Flügelzüge einsetzen, die in Sonceboz getrennt bzw. vereinigt werden und künftig stündliche Direktverbindungen zwischen Biel/Bienne und dem Tavannes-Tal ermöglichen. Damit kann ein wichtiges Element des Angebotsbeschlusses des bernischen Grossen Rates umgesetzt werden.
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