Keine ungesicherten SBB-Bahnübergänge mehr im Thurgau
Kanton Thurgau
Kürzlich wurde beim bislang unbewachten Bahnübergang «Tobelmühle» auf der SBB-Bahnstrecke zwischen Romanshorn und Uttwil eine Barriere in Betrieb genommen. Im Kanton Thurgau gibt es damit auf dem SBB-Netz keine ungesicherten Bahnübergänge mehr.
Mit der Inbetriebnahme der Barriere wurde ein wesentlicher Schritt zur Verbesserung der Sicherheit von Strasse und Schiene erreicht. Der Bahnübergang Tobelmühle wies ein erhebliches Gefahrenpotential auf, insbesondere im Herbst und Winter, wenn die Sicht wegen des Nebels eingeschränkt war.
Die Sanierung des Bahnübergangs wurde vor sechs Jahren an die Hand genommen. Der Inbetriebnahme der Barriere gingen teilweise intensive Verhandlungen mit der Gemeinde und Privaten voraus. In dieser Zeit ereigneten sich auf dem Bahnübergang mehrmals Zwischenfälle, die zum Glück glimpflich abliefen. Die Verantwortlichen der SBB und des Kantons sind froh, dass mit der Gemeinde und den Anwohnern eine gute Lösunggefunden werden konnte und der Übergang jetzt definitiv saniert ist.
Entlang der Frauenfeld-Wil Bahn existieren 105 Bahnübergänge. Bei 66 Objekten besteht Handlungsbedarf. Gemäss Regierungsratsbeschluss vom 4. August 2008 sind sie bis 2014 zu sanieren oder aufzuheben. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Kantons und des Bahnbetreibers hat ein Sanierungsprogramm erarbeitet, das rund zehn Millionen Franken kosten wird. Bis Mitte 2009 wurden zwei Projekte abgeschlossen, sechs weitere befinden sich in der Umsetzungsphase. Ende 2010 werden 19 Bahnübergänge saniert sein. Für die restlichen Projekte ist die Realisierung bis 2014 geplant.
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