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«Klimaexpress» nach Kopenhagen: «Fürs Klima, die Bahn»

23. Dezember 2009 @ 18:49 Uhr | Ihr Kommentar | Seite als PDF | Meldung senden 

erstellt am 16. November 2009 @ 17:45 Uhr
SBB CFF FFS (Text/Foto) / City Night Line (Text) / Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik (Text/Foto) / S. Hartmeier (Text) / M. Manhart (Foto)
SBB Re 460 Klimalok 15650_02Mit Bundesrat Moritz Leuenberger, SBB CEO Andreas Meyer, Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi, 80 weiteren Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, sowie Vertreter von NGO, der Jungparteien und 20 Schüler an Bord verliess am 16. Dezember 2009 der «Klimaexpress» von SBB und City Night Line mit Destination Kopenhagen die Schweiz. In der dänischen Metropole nimmt Bundesrat Moritz Leuenberger am Ministertreffen der 15. UNO-Klimakonferenz teil. Ab Burgdorf führte den Extrazug die speziell gestaltete Lokomotive Re 460 002-9 mit dem Slogan «Fürs Klima, die Bahn.» nach Basel SBB. Sie wirbt künftig landauf landab für das klimaschonende Verkehrsmittel Eisenbahn. Von Bern nach Basel SBB wurde der Extrazug mit der SBB Cargo Re 482 049 befördert.

SBB Re 460 Klimalok 15650_03«Jede und jeder kann mit seiner Wahl des Verkehrsmittels einen Beitrag für das Klima leisten», appellierte SBB CEO Andreas Meyer in Burgdorf an die Gästeschar des «Klimaexpress» nach Kopenhagen. Gerade die Bahn sei in Anbetracht ihrer Energieeffizienz das ideale Verkehrsmittel, um die sich abzeichnenden Mobilitätsbedürfnisse der Zukunft möglichst im Einklang mit Klima und Umwelt befriedigen zu können. «Dies ist mit ein Grund, in den Unterhalt und Ausbau der Schieneninfrastruktur zu investieren», sagte Meyer: «Die Bahn leistet einen wichtigen Beitrag für die Wirtschaft, den Tourismus und die Bevölkerung dieses Landes, und eben auch fürs Klima.»

Heute reisen täglich 900 000 Reisende mit der SBB – so viele wie noch nie. Bis in 20 Jahren soll die Mobilität in grösseren Agglomerationen nochmals um bis zu 100% zunehmen. Diese Bedürfnisse gilt es der Umwelt und den kommenden Generationen zuliebe möglichst nachhaltig zu befriedigen. Der Nachhaltigkeit fühlt sich auch die SBB verpflichtet; dies ist eines der Top-Ziele der SBB. Mit dem steten Ausbau ihres Umweltengagements kommt die SBB den Verpflichtungen der von ihr unterzeichneten Nachhaltigkeits-Charta des Schweizer Tourismus’ nach. Bis 2020 will die SBB ihre eigenen CO2-Emissionen gegenüber dem Stand von 1990 um 30% senken.

Eine speziell gestaltete und in Burgdorf erstmals vorgestellte Lokomotive des Typs Re 460 erinnert die Schweizer Bevölkerung in den kommenden Monaten an die Umweltvorteile der Bahn: In der Schweiz benötigt die Reise im Zug durchschnittlich viermal weniger Energie und verursacht 20 Mal weniger CO2 als auf der Strasse. Die 119 Re-460-Loks der SBB werden zur Zeit energetisch optimiert und sparen dadurch in etwa den jährlichen Strombedarf von rund 3000 Schweizer Haushalten ein. Auch im Güterverkehr engagiert sich die SBB bereits heute fürs Klima. Sie entlastet nicht nur die Schweizer Strassen von täglich rund 25 000 Lastwagenfahrten, sondern auch die Schweizer Luft um rund 1,3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

An Bord des Zuges konnte sich die jüngere Generation in verschiedenen Foren in die Klima-Diskussion einbringen. Am Morgen des 17. Dezember 2009 erreichte der SBB Extrazug gegen 9.00 Uhr die dänische Hauptstadt.

Die Extrazug-Komposition bestand aus den beiden SBB-Salonwagen “Le Salon de Luxe”, dem SBB-Salonwagen ”Le Salon Forum” (nur bis Basel SBB), einem SBB EC Bpm , einem Speisewagen, 3 CNL Doppelstock-Schlafwagen und einem CNL Liegewagen.

Stellungnahme Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik:
UNO-Klimakonferenz in Kopenhagen: Weltgrösste Schweizer Fahne reist zum Klimagipfel – Moritz Leuenberger gefordert

Klimaexpress 15650_01Die weltgrösste Schweizer Fahne fuhr am Mittwoch (16.12.09) an die UNO-Klimakonferenz nach Kopenhagen. Mehr als 10′000 Menschen haben die 40 mal 40 Meter grosse Fahne der Klima-Allianz unterschrieben. Sie soll die Schweizer Delegation unter der Leitung von Bundesrat Moritz Leuenberger dazu mahnen, sich am Weltklimagipfel bis zuletzt für ein verbindliches Abkommen zu engagieren.

Vertreterinnen und Vertreter der Klima-Allianz transportierten die Fahne im selben Sonderzug nach Kopenhagen, mit dem auch Bundesrat Moritz Leuenberger in die dänische Hauptstadt reiste. Die 1600 Quadratmeter grosse Fahne war seit Juli durch die Schweiz getourt. Über 10′000 Menschen unterschrieben die Fahne und dokumentierten so ihre Sorge um den Klimawandel.

Zwar kamen bisher wenig ermutigende Signale aus Kopenhagen. Umso mehr steht Umweltminister Moritz Leuenberger in der Pflicht, sich bis zum Ende der Verhandlungen dafür stark zu machen, dass die Staatengemeinschaft verbindliche Ziele zur Reduktion der Klimagase beschliesst. Der Klimawandel nimmt keine Rücksicht auf politische Kompromisse. Er droht schon in wenigen Jahren unumkehrbar dramatische Auswirkungen anzunehmen.

Werden keine verbindlichen Reduktionsziele beschlossen, hat dies fatale Folgen. Damit die Folgen des Klimawandels beherrschbar bleiben, dürfte die Erwärmung sogar nicht mehr als 2 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit betragen. Dazu aber müssten die Industrieländer gemäss dem Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klima-Änderungen ihre CO2-Emissionen im Inland bis 2020 um 40 Prozent reduzieren.

Neben Moritz Leuenberger befanden sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden an Bord des SBB-/City Night Linie-Sonderzuges nach Kopenhagen. Indem sie den Sonderzug einsetzte, folgte die SBB einem Aufruf des Internationalen Eisenbahnverbands UIC, die Teilnehmenden der Konferenz auf der Schiene und nicht auf der Strasse oder per Flugzeug nach Dänemark zu bringen.

Die Klima-Allianz begrüsst dieses Zeichen der SBB. Mit ihrem Sonderzug hat sie in Erinnerung gerufen, dass die Eisenbahn nicht nur ein sicheres, sondern auch ein klimafreundliches Verkehrsmittel ist. Vertreter der

Klima-Allianz in Kopenhagen
An Bord des Sonderzuges befanden sich für die Klima-Allianz unter anderem Franziska Teuscher, Zentralpräsidentin des VCS Verkehrs-Club der Schweiz, Roger Nordmann, Mitglied des VCS-Zentralvorstands, VCS-Geschäftsführer Peter Saxenhofer, Thomas Vellacott, Mitglied der Geschäftsleitung des WWF Schweiz, und Adrian Wüthrich, Koordinator Politik und PR beim SEV.

Bereits in Kopenhagen befanden sich Patrick Hofstetter, Leiter Klimapolitik beim WWF, und Rosmarie Bär, Klimaverantwortliche von Alliance Sud. Sie gehören der Schweizer Delegation an. Auch Greenpeace-Klimaexperte Cyrill Studer weilt bereits in Dänemark.

Siehe auch

  • City Night Linie – Klimaexpress
  • www.sbb.ch/klimaexpress
  • www.traintocopenhagen.org
  •  

    Weblinks

  • Update DIE WELTWOCHE – Kostenkontrolle: Kopenhagen einfach: 276 Kilogramm CO2
  • www.eisenbahnfotos.ch – 2009 (Okt – Dez)
  • Tages Anzeiger – Wenn Klimaschützer eine Reise tun
  • NZZ Online – Im Pilgerzug nach Kopenhagen – Auf dem Weg mit Umwelt- und Verkehrsminister Leuenberger zur Welt-Klimakonferenz
  • greenpeace schweiz –  Tierischer Klima-Appell an Greenpeace-Chef
  • SBB Lokomotiven Re 460 – Re 460 002-9
  • Schienenverkehr-Schweiz.ch – SBB Re 460 Werbeloks 64
  • SF 10VOR10 – Leuenberger fährt mit dem Zug nach Kopenhagen
  • SF TAGESSCHAU – Leuenberger reist nach Kopenhagen
  • ASTAG – Klimaexpress: Bundesrat Leuenberger schadet Umwelt
  • bluewin.ch – Live aus dem Klimaexpress von Bern nach Kopenhagen
  • Tages Anzeiger – Grosser Bahnhof für Leuenbergers Klimaexpress
  • Blick.ch – Moritz Leuenberger auf dem Weg nach Kopenhagen
  • Tages Anzeiger – Wie klug sind Zugreisende wirklich?



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  • Baureihen - Züge, International, News Vorbild, Politik - Projekte - Verbünde, SBB CFF FFS


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