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Fahrplan 2009: Schneller, häufiger und bequemer mit der Bahn trotz zunehmenden Kapazitätsengpässen

3. März 2009 @ 15:08 Uhr | Ihr Kommentar | Seite als PDF | Meldung senden 

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Schneller, öfter, bequemer – der Fahrplan 2009: Mehr Züge, mehr Sitzplätze, mehr Information – SBB baut Angebot für die Kunden weiter aus

Präsentation (PDF-File)
Mit dem Fahrplan 2009 baut die SBB das Bahnangebot für die Kunden erneut spürbar aus. Die angebotenen Zugkilometer nehmen um über fünf Prozent zu. Dank Zusatzzügen vergrössert die SBB das Sitzplatzangebot zu den Hauptverkehrszeiten weiter. In den Randstunden sind ebenfalls zusätzliche Züge unterwegs. Kürzere Reisezeiten gibt es namentlich via Gotthard ins Tessin sowie nach Mailand, Florenz und Venedig. Erstmals werden die neuen Hochgeschwindigkeits-Neigezüge ETR 610 von Cisalpino zwischen der Schweiz und Italien verkehren. Langfristig plant die SBB Investitionen von rund 19 Mia. CHF ins Rollmaterial. Zur besseren Information bietet die SBB den Kunden ab sofort die Möglichkeit, sich via Handy über den Fahrplan und Störungen in Echtzeit zu informieren.

Immer mehr Reisende profitieren vom dichten Zugsangebot in der Schweiz. Im letzten Jahr nutzen 7,6 Prozent mehr Kundinnen und Kunden die SBB als im Vorjahr. Und auch im laufenden Jahr zeichnet sich wieder ein markanter Passagierzuwachs ab. Beim Generalabonnement (GA) wurde mit 350 000 Stammkunden soeben eine neue Rekordmarke erreicht. Das sind 25 Prozent oder 70 000 Stück mehr als vor der Einführung von Bahn 2000 im Dezember 2004. Der starke Kundenzuwachs sowohl im Pendler- wie auch im Freizeitverkehr führt im Gegenzug vor allem in den Hauptverkehrszeiten dazu, dass das Sitzplatzangebot knapp wird. Mit dem neuen Fahrplan 2009 baut die SBB das Zugsangebot erneut um 5,5 Prozent aus.

Investitionen von rund 19 Mia. CHF in neues Rollmaterial vorgesehen
Um das Sitzplatzangebot spürbar zu erweitern, forciert die SBB die Beschaffung neuer Züge und Wagen. «Bis ins Jahr 2030 investieren wir im Fernverkehr über 11 Milliarden Franken in neues Rollmaterial. Und auch im Regionalverkehr sehen wir Investitionen von rund 8 Milliarden Franken in die Fahrzeugflotte vor», sagte Paul Blumenthal, Leiter SBB Personenverkehr, am Donnerstag vor den Medien in Bern. Diese Mittel müsse die SBB selber erwirtschaften. Dies sei jedoch nur möglich, wenn die SBB im Personenverkehr angemessene Gewinne erwirtschaften dürfe, betonte Blumenthal. «Von allfälligen Gewinnen profitieren direkt unsere Kunden, die Reisenden, weil wir diese in neue Züge und somit zusätzliche Sitzplätze und Komfortsteigerungen investieren.» Paul Blumenthal wies zudem darauf hin, dass eine rasche Finanzierung und Realisierung der dringendsten Grossprojekte von ZEB (Zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur) für den Angebotsausbau unabdingbar ist.

Fahrplan 2009 mit mehr Zügen zur Hauptverkehrszeit und in Randstunden
Unmittelbare Mehrangebote gibt es bereits mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008. In den Pendlerzeiten verkehren zwischen Bern und Zürich zusätzlich zum Halbstundentakt voraussichtlich vier Intercity-Entlastungszüge. Die Intercity-Züge werden weiter verlängert und verkehren neu teilweise als Doppelkomposition. «Wir fahren an der Kapazitätsgrenze unseres Netzes und setzen alles daran, wo es noch geht, die wachsende Nachfrage unserer Kunden mit Entlastungszügen und Zusatzwagen zu befriedigen», sagte Vincent Ducrot, Leiter SBB Fernverkehr. Zusätzliche Züge zur Hauptverkehrszeit setzt die SBB auch auf den Strecken Lausanne–Genf, Neuenburg–Lausanne sowie Aarau–Zürich ein. Neu sind zudem der Halbstundentakt Basel–Zürich sowie ein morgens und abends verlängerter Halbstundentakt Lausanne–Genf und Bern–Zürich. Mehr Sitzplätze sowie Entlastungszüge namentlich an Wochenenden für Wintersport- und Sommerausflüge sind ins Wallis vorgesehen.

ICN bringen schnellere Reisezeit und Speisewagen am Gotthard.
Auf der Gotthardachse kommen neu zwischen Basel–Luzern–Lugano IC-Neigezüge (ICN) im Zweistundentakt zum Einsatz. Dadurch verkürzt sich einerseits die Reisezeit ins Tessin um 15 Minuten, andererseits profitieren die Kunden auf der Gotthardachse vom Speisewagen-Angebot. Ab Zürich/Basel/Genf nach Milano verkehrt erstmals der neue ETR 610 Neigezug von Cisalpino. Dadurch verkürzt sich die Fahrzeit nach Mailand um rund 45 Minuten. Die Cisalpino-Züge verkehren ebenfalls im Zweistundentakt, abwechslungsweise mit den ICN. Auf der Verbindung Biel–Zürich–Konstanz verkehren anstelle der ICN neu klimatisierte EW IV-Kompositionen, wodurch das Platzangebot für die Kunden erweitert werden kann.

Mit Cisalpino schneller und bequemer nach Italien
Eine neuerliche Verzögerung erfährt die Ablieferung der neuen ETR 610 für den Bahnverkehr nach Italien. Die Herstellerfirma Alstom hat der Firma Cisalpino bis zum Fahrplanwechsel sieben Fahrzeuge des Typs ETR 610 zugesichert. Die restlichen sieben will Alstom bis Mitte 2009 abliefern. Damit lässt sich das Angebot Schweiz–Italien via Gotthard, Lötschberg und ab Genf schrittweise ausbauen. Nebst Komfortverbesserungen verkürzt sich die Reisezeit nach Mailand, aber auch in beliebte Destinationen wie Venedig und Florenz spürbar. Die neuen Züge werden sowohl in Mailand von Trenitalia als auch in Genf von der SBB gewartet, wie Cisalpino-Chef Alain Barbey erklärte. Er kündigte zudem Änderungen bei den bestehenden ETR 470 Fahrzeugen an. Technische Servicarbeiten an den ETR 470 werden künftig vermehrt durch die SBB in Basel durchgeführt. «Wir haben bereits zahlreiche Massnahmen umgesetzt, wodurch sich die Zuverlässigkeit der Züge verbessert hat», betonte Barbey, «aber es ist klar, dass die Optimierungen weitergehen müssen.» Nebst eines Redesigns profitieren die Cisalpino-Kunden von einem erweiterten Service an Bord der ETR 470.

Mehr Speise- und Familienwagen
Bereits im aktuellen Fahrplan bietet die SBB den Kunden schrittweise mehr Speisewagen im Inlandverkehr an. Mit dem neuen Fahrplanwechsel sollen künftig alle Intercityzüge einen Speisewagen mitführen. Die Dienstleistungen innerhalb der Zugkategorien werden klarer positioniert. Überdies überarbeitet die SBB das Familienwagen-Konzept. Künftig will die SBB das Einsatzgebiet der Familienwagen für die kleinsten Kunden erweitern.

Neue Instrumente für die Kundeninformation
In praktisch allen Bereichen wie Sauberkeit, Pünktlichkeit oder Freundlichkeit des Personals hat sich die regelmässig erhobene Zufriedenheit der SBB Kunden in den letzten Monaten verbessert. So auch bei der Kundeninformation im Störungsfall, welche die SBB kontinuierlich weiter ausbauen und verbessern will. Hierzu führt die SBB ab sofort neue Instrumente ein, die den Kunden Echtzeitinformationen zum Bahnverkehr und im Störungsfall liefern: Die Zugbegleiter und Kundenbetreuer an den Bahnhöfen erhalten neu mittels Zugpersonalgerät oder Kleincomputer in Echtzeit die Möglichkeit, die Kunden rasch über Störungen und die nächsten Anschlussverbindungen zu informieren.

Ab sofort gibt’s den mobilen SBB Fahrplan für das Handy. Er kann kostenlos unter www.sbb.ch/navigo mit dem Handy herunter geladen werden. Das Programm ist weit mehr als ein elektronischer Fahrplan für die Tasche. «NaviGo» zeigt den direkten Weg mit dem öffentlichen Verkehr von der Haustür bis zur Haustür. Mit eingebauter GPS-Funktion kann man sich sogar von irgendwo per Tastendruck nach Hause leiten lassen – ohne jegliche Ortskenntnis am Ausgangsort. Dank automatischer Echtzeitinformationen zeigt «NaviGo» den Benutzern auch Verspätungen einzelner Züge sowie Bahnverkehrsinformationen an. Abfahrtsanzeigen, Ortspläne und Sehenswürdigkeiten ergänzen das mobile Angebot. Bestens bewährt haben sich inzwischen die aktuellen Störungsinformationen im Internet unter www.sbb.ch/166 und via Telefonnummer 166. Hier erhalten die Kunden laufend Auskunft über aktuelle Betriebsstörungen.

SBB CFF FFS


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