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Tramvortritt: Bremsweg Tram vs. Auto – Mehr-Wissen vermittelt Sicherheit
Stadt Zürich, Polizeidepartement
Ein Informationsfilm zur Unfallverhütung zeigt die Länge des Bremsweges eines Trams im Vergleich zu demjenigen eines Autos. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ), die Dienstabteilung Verkehr (DAV) des Polizeidepartements sowie die Stadtpolizei Zürich setzen ihre gemeinsame Kampagne zur Verhinderung von Unfällen mit Trams fort.
«Warum bremst der Trampilot nicht schon längst und warum steht das Tram nicht endlich still?». Diese Fragen dürften schon zahlreiche Personen beschäftigt haben, die Zeugen einer Kollision oder einer Fast-Kollision mit einem Tramzug geworden sind. Antworten und Erklärungen gibt es im neuen Informationsfilm. Auf eindrückliche Art und Weise wird in diesem Film dokumentiert, weshalb der Bremsweg eines Tramzuges in der Regel rund dreimal länger ist als derjenige des Autos. Muss bei 20 km/h eine Vollbremsung eingeleitet werden, so steht das Auto bei trockener Fahrbahn nach drei Metern still, ein Tramzug von 26 bis 40 Tonnen Gewicht hingegen erst nach zehn Metern. Bei doppelter Geschwindigkeit benötigt ein Tramzug gar 30 Meter, ehe er zum Stillstand kommt – das Auto dagegen nur zehn Meter. Der Grund der unterschiedlichen Bremsweglängen liegt unter anderem in der Bodenhaftung. Stahlräder auf Stahlschienen haben weniger Reibung als Gummireifen auf Asphalt.
Auch wenn statistisch gesehen das Tram noch immer das sicherste Verkehrsmittel ist, so ereignen sich in der Stadt Zürich pro Jahr durchschnittlich 115 Unfälle mit Beteiligung des Trams. Die traurige Bilanz: 3 Tote, 67 Verletzte, 14 davon jeweils schwer. 90 Prozent der Unfälle sind dabei auf das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmenden zurückzuführen. Unaufmerksamkeit, Ablenkung und das Missachten des Tramvortrittes sind die häufigsten Unfallursachen.
Der neue Film vermittelt dieses Wissen auf anschauliche Weise und sorgt so für mehr Verkehrssicherheit bei den Verkehrsteilnehmenden. Der Informationsfilm wird in erster Linie bei Weiterbildungsveranstaltungen in Schulen und anlässlich von Präventionskampagnen im Direktkontakt mit Bürgerinnen und Bürgern vorgeführt.
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