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Fällarbeiten zwischen dem Bahntrassee der SZU und der Sihlhochstrasse
erstellt am 17. Februar 2012 @ 15:09 Uhr
Stadt Zürich, Tiefbau- und Entsorgungsdepartement / Peter Specker
Spezialholzerei mit Helikoptereinsatz am Montag, 20. Februar 2012
Um einen reibungslosen und sicheren Betrieb der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU zu gewährleisten, mussten zwischen Manessestrasse und Sihl sieben Platanen weichen. Neben dem Bahnbetrieb beeinträchtigten die Bäume mit ihren ausladenden Kronen auch den Strassenverkehr auf der Sihlhochstrasse der A3.
«Wird die Sicherheit der Eisenbahn durch Arbeiten, Anlagen, Bäume oder Unternehmen Dritter beeinträchtigt, so ist auf Begehren des Eisenbahnunternehmens Abhilfe zu schaffen». So steht es im Art. 21 des Eisenbahngesetzes EBG vom 20. Dezember 1957. Die SZU machte im Abschnitt zwischen Manessestrasse und der Sihlhochstrasse der A3 ein solches Sicherheitsrisiko geltend, weil abgebrochene Äste schon mehrmals Sachschäden verursacht haben. Platanen sind wind- und schneebruchgefährdet. Beim Kontakt von Ästen mit der Fahrleitung kann sich ein lebensbedrohlicher Lichtbogen, ein Spannungsüberschlag, bilden. Über die betroffene Fahrleitung im Bereich Giesshübel wird der Strom für das ganze SZU-Netz eingespeist. Bei einem Ausfall wäre der gesamte Bahnbetrieb unterbrochen.
Weiter verlangte auch das Bundesamt für Strassen ASTRA entsprechende Massnahmen, weil die Baumkronen die Lärmschutzwand der Sihlhochstrasse überragen und das Bauwerk beeinträchtigen. Aus diesen Gründen wurden die sieben Platanen zwischen den Liegenschaften Manessestrasse 107–111 und der Sihl gefällt. Die Spezialholzerei fand am Montag, 20. Februar 2012, statt.
Die Platanen werden später durch die gleiche Anzahl schlank aufwachsender Säuleneichen (Quercus robur «Fastigiata Koster») ersetzt. Diese imposante, mittelgrosse Eichenart wird 15 bis 20 Meter hoch. Sie fällt im Alter nicht auseinander, sondern bleibt säulenförmig.
Um die Holzereiarbeiten an diesem schwierigen Standort, eingeklemmt zwischen der Bahntrasse der SZU und der Sihlhochstrasse, speditiv ausführen zu können, kürzten Forstarbeiter den Baum in drei Schritten von oben nach unten; der abgetrennte Teil wurde mit Hilfe eines Helikopters des Typs Super Puma stehend ausgeflogen. Die Stämme wurden auf der Sihlhochstrasse abgesetzt und vor Ort zu Hackschnitzeln verarbeitet. Das stadteigene Energieholz wird unter anderem genutzt, um die Masoalahalle im Zoo Zürich zu heizen.
Die A3 wurde im Raum der Sihlhochstrasse in Fahrtrichtung Chur während den Überflügen jeweils für kurze Zeit gesperrt. Auf den Fahrplan der  S4  und  S10  der SZU hatten die Arbeiten keinen Einfluss.
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