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Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter sind der Angriffe überdrüssig – “Stop Agressions”! – ein klares Signal
erstellt am 27. November 2008
Die Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter in der Westschweiz trugen am Freitag,
28. November, eine rote Armbinde mit der Aufschrift “Stop Agressions”. Sie wehrten sich damit gegen die andauernden Gewalttaten gegen Zugpersonal und fordern von der SBB ein klares Durchsetzen der an sich festgelegten Massnahmen.
Wochenende für Wochenende gibt es neue Angriffe auf Zugpersonal in der Westschweiz: Verschiedentlich sind Zugbegleiter und Zugbegleiterinnen so schwer verletzt worden, dass sie mehrere Wochen nicht arbeiten konnten.
„Den Kolleginnen und Kollegen reicht es“, sagt SEV-Interimspräsident Giorgio Tuti. „An Beschimpfungen und Pöbeleien haben sie sich längst gewöhnen müssen. Sie können es aber nicht akzeptieren, dass sie sich auch an Schläge, Tritte und Spucke gewöhnen sollen!“
Darum trugen die Westschweizer Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern bei der Arbeit die Armbinden “Stop Agressions” und machten damit die Reisenden direkt auf das Problem aufmerksam. Mit dieser Aktion zeigten sie auch ihre Solidarität mit allen Kolleginnen und Kollegen, die Opfer von Gewalt geworden sind.
Der Zugpersonalverband ZPV, ein Unterverband der Verkehrsgewerkschaft SEV, fordert die SBB auf, die Doppelbegleitung konsequent umzusetzen. Dazu braucht es mehr Personal, denn es kommt nicht in Frage, dass die Sicherheit unter fehlendem Zugpersonal leidet. Heikle Züge müssen systematisch von der Bahnpolizei begleitet werden. Die SBB muss umgehend Sofortmassnahmen umsetzen.
“Handeln wir, bevor ein Kollege oder eine Kollegin mit dem Leben bezahlt!”, fordert der ZPV seine Mitglieder auf. „Wir wollen einen gewaltfreien öffentlichen Verkehr!“
- SEV – «Stop agression» – es reicht!
- Neu Tages Anzeiger – «Durchgreifen soll die Polizei, sonst ist das lebensgefährlich» (mit Fotos)
- Tages Anzeiger – Koksen, Morddrohungen, Schläge: Bahnfahren wird zum Risiko
Medienstelle SEV
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