Bahnhof Winterthur: Projektwettbewerb Bahnhofplatz Süd
erstellt am 09. Dezember 2008 @ 09:02 Uhr
Stadt Winterthur (Text) / DesignRaum GmbH (Visualisierung)
Der Umbau des Bahnhofplatzes Süd gehört zur Masterplanung Stadtraum Bahnhof und ist als Teilprojekt im beantragten Rahmenkredit enthalten. Der Platz genügt aus gestalterischer und funktionaler Sicht schon lange nicht mehr den heutigen Anforderungen. Deshalb wurde ein offener und anonymer Projektwettbewerb zur Erreichung von Projektvorschlägen durchgeführt. Aus 30 Projekten hat das Beurteilungsgremium das Projekt “in between” des Winterthurer Architekturbüros Stutz + Bolt + Partner zur Weiterbearbeitung empfohlen. Der Stadtrat ist dieser Empfehlung gefolgt.
Der Bahnhofplatz Süd gilt als Zentrum des öffentlichen Verkehrs in Winterthur und ist für die Bevölkerung und Gäste der Stadt ein wichtiger Aufenthalts-, Umsteige- und Durchgangsraum. Der Platz genügt aus gestalterischer und funktionaler Sicht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Beläge im Bereich der Busdurchfahrt sind stark beschädigt und können nur noch behelfsmässig repariert werden. Mit der Neugestaltung und Aufwertung des Bahnhofplatzes Süd soll eine optimale Lösung für eine gute Platzgestaltung mit hoher Aufenthaltsqualität, eine funktionale Halte- und Umsteigestelle für den Busbetrieb und eine geschickte Führung der erheblichen Fussgängerströme erreicht werden. Der Bahnhofplatz wirkt zudem als Drehscheibe zwischen Altstadt, Sulzerareal, Archareal und Hauptbahnhof und soll eine seiner Bedeutung würdige Aufwertung erhalten, so dass er zukünftig als Visitenkarte einer aufstrebenden Stadt wahrgenommen wird.
In der Masterplanung Stadtraum Bahnhof ist das Teilprojekt Bahnhofplatz Süd sehr bedeutend. Für den Vorsteher des Departements Bau, Stadtrat Walter Bossert, ist der Busbahnhof ein wichtiges städtebauliches und verkehrstechnisches Bindeglied zwischen den Teilprojekten Archareal und Gleisquerung. Die geschätzten Kosten von 11,1 Millionen Franken für die Instandstellung und Neugestaltung des Platzes sind im Rahmenkredit enthalten, welcher der Stadtrat zuhanden des Grossen Gemeinderates verabschiedet hat.
Zur Erreichung qualitativ hochwertiger Projektvorschläge führte die Stadt einen offenen, anonymen Projektwettbewerb durch. 30 Projekte wurden eingereicht. Bei der Gestaltung der Überdeckung der Wartezonen reichten die Lösungen von der “neuen Leere”, über “Perron-Lösungen” bis zu einer vollständigen Überdeckung des Platzes. Mit dem Siegerprojekt “in between” des Winterthurer Architekturbüros Stutz + Bolt + Partner wird gemäss dem Beurteilungsgremium die Wechselwirkung zwischen dem Stadtraum Bahnhofplatz Süd und der neuen Überdachung auf hohem Niveau bewältigt. Das Beurteilungsgremium hat deshalb diesen Projektentwurf zur Weiterbearbeitung empfohlen. Michael Hauser, Stadtbaumeister und Moderator der Juryierung findet, dass sich die vorgeschlagene Dachform, obwohl sie kräftig und sehr eindrücklich ist, mit ihrer Umgebung sehr gut verträgt, was für die architektonische und städtebauliche Qualität dieses Vorschlages spricht.
Für Stadtrat Matthias Gfeller erfüllt das Siegerprojekt die Anforderungen im Hinblick auf das künftige Liniennetz und den Betrieb von Stadtbus sowie in Bezug auf die anvisierte Verkaufs- und Mobilitätszentrale. Der Vorsteher des Departements Technische Betriebe erwartet zudem eine Busbeschleunigung bei der Ein- und Ausfahrt auf den Bahnhofplatz durch das Verschieben des Fussgängerstreifens in die Mitte des Busbahnhofes zum Archplatz.
Projekt “in between”
Architektur: Stutz + Bolt + Partner Architekten, Winterthur
Bauingenieurwesen: Dr. Schwartz Consulting AG, Zug
Visualisierungen: DesignRaum GmbH, Winterthur
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