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S-Bahn Zürich: Ehemaliger Goldküstenexpress verabschiedet

14. Juni 2009 @ 08:54 Uhr | NEU Ihr Kommentar | Seite als PDF | Meldung senden 

erstellt am 09. Dezember 2008 @ 16:42 Uhr
SBB CFF FFS (Text/Foto) / Sandro Hartmeier (Text)
Die so genannten «Mirage»-Triebzüge der S-Bahn Zürich wurden am Morgen des 9. Dezembers 08 mit einer kleinen Feier ausser Betrieb genommen. Damit endet eine 40 Jahre währende Geschichte, die von Höhen und Tiefen geprägt war.

Die «Mirage» ist allen Zürcher S-Bahn-Benützerinnen und -Benützern ein Begriff. Sie prägte mit ihrem damals noch dunkelroten Anstrich bis in die Neunzigerjahre hinein das Erscheinungsbild der rechtsufrigen Zürichsee-Linie. 1967 in Betrieb genommen, verblüffte die RABDe 12/12 mit ihrem hohen Beschleunigungsvermögen, was ihr auch ihren Spitznamen einbrachte.

Am Dienstagmorgen wurde die «Mirage» nach 40 Jahren Betrieb mit einer kleinen Feier im Bahnhof Museumsstrasse des Hauptbahnhofs Zürich ausser Dienst gestellt. Gerade in letzter Zeit wurde immer deutlicher, dass die einst topmodernen Züge nicht mehr heutigen Ansprüchen genügen. Auch gestaltete sich die Ersatzteilbeschaffung zunehmend schwierig bis fast unmöglich. «Mit höchstens einem halben weinenden Auge dürfen wir heute die Mirage-Triebzüge aus der S-Bahn-Zürich verabschieden», sagte Dominik Brühwiler, Leiter Verkehrsplanung des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV).

Obwohl die «Mirage» aus heutiger Sicht mit beengten Platzverhältnissen, einer ruckartigen Beschleunigung und dem eigenartigen Geruch der Bremsen auffiel, erinnerte Werner Schurter, Leiter SBB Regionalverkehr Zürich, an die geschichtliche Bedeutung des Zugs: «Heute ist ein eisenbahnhistorischer Tag. Die Mirage war die Ur-S-Bahn. Die Zürcher Bahnwelt verliert ein Gesicht, das sie 40 Jahre lang geprägt hat.»

In den vergangenen Jahren verkehrte die «Mirage» vornehmlich als S16 auf der Strecke Herrliberg–Zürich–Schaffhausen–Thayngen. Sie wurde am 9.12.08 aus dem laufenden Fahrplanbetrieb verabschiedet. Um bei Engpässen beim Rollmaterial noch auf die «Mirage» zurückgreifen zu können, wird sie nur Stück für Stück dem Abbruch zugeführt. Der Zug 510 007 tratt im Oktober 08 und der Zug 510 003 im Januar 09 die letzte Fahrt zur Verschrottung bei der Firma Gotthard Schnyder AG in Emmen an. Einige dieser Züge sind in letzter Zeit noch mit FZPF, AFZ, und teilweise Videoüberwachung ausgerüstet worden. 10 Einheiten bleiben als, derzeit noch betriebsfähige, Not-Reserve erhalten: RABDe 510 000, 001, 008, 009, 011, 013, 014, 015, 016 und 017.

Update Der Verein Zugkraft Mittelland wollte einen RABDe 510 der Nachwelt erhalten, dass Projekt wurde inzwischen aber aufgegeben. Die SBB hätten dem Verein eine der Mirage-Kompositionen für 25’000 Franken verkauft.

Siehe auch

  • Goldkuestenexpresszüge der SBB [Fan-Webseite]
  • Bahnbilder von Reinhard Reiss [Fotos unter News, Galerie „Januar 2009″]
  • Le Portail Ferroviaire Suisse – Chemin de fer fédéraux suisses (SBB-CFF-FFS) RABDe 510 014-4
  • RailPictures.Net – SBB RABDe 510 at Winterthur
  • www.bahnbilder.ch [Fotos vom letzten Einsatztag eines Mirage-Zuges auf der S16 am 12.12.08!]
  • www.trainpassion.ch – Fotos vom 16.10.08
  • Tages Anzeiger – Goldküstenexpress wird verschrottet
  • Zürichsee-Zeitung Rechtes Ufer – «Mirages» werden ausgemustert – Öffentlicher Verkehr: Eine zuletzt ungeliebte Bekannte verlässt das rechte Ufer
  • ZO-Online – Letzter Halt: Hügler-Schrottplatz – Eisenbahnfahrzeuge werden zu Alteisen
  • Flattr this

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      Alles zum Verein und zum Projekt auf: http://www.info.zkml.ch
      Bei Fragen an den Projektleiter: patrick.meier@zkml.ch

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