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Alpentransitbörse: eine zugkräftige Idee

19. Dezember 2008 @ 07:43 Uhr | Ihr Kommentar | Seite als PDF | Meldung senden 

erstellt am 15. Dezember 2008

Update (ots) Die Berggebiete leiden stark unter den Abgasen und dem Lärm von Lastwagen. Mit einer Alpentransitbörse wird der LKW-Verkehr ökologisch, marktgerecht und effizient reduziert. Der ÖBB-Zug “Alpentransitbörse” trägt seit Sonntag, 14. Dezember 2008, das innovative Konzept einer solchen Börse quer durch Österreich.

Am Brenner, Tauern, Gotthard und Mont-Blanc belastet der LKW-Transitverkehr Bevölkerung und Umwelt in einem kaum erträglichen Mass. Der Strassengüterverkehr ist deshalb zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung des Alpenraums zu reduzieren. Die Alpentransitbörse (ATB) ist ein geeignetes Instrument, um den Gütertransport von der Strasse auf die Schiene zu verlagern.

Die ATB funktioniert so: Die Anzahl LKW-Fahrten durch die Alpen wird beschränkt. Nur wer ein Durchfahrtsrecht hat, darf mit dem Lastwagen einen Alpenübergang benutzen. Die Durchfahrtsrechte sind frei handelbar. Die ATB ist ein markwirtschaftliches und nicht diskriminierendes Instrument.

Die Idee einer Alpentransitbörse ist vom Schweizer Verein “Alpen-Initiative” in die politische Diskussion eingebracht worden. Nun hat der Verein den ÖBB-Fernverkehrszug IC 543 auf den Namen “Alpentransitbörse” getauft. Der Zug fährt vom 14. Dezember 2008 an täglich von Salzburg nach Wien. In Österreich empfiehlt der VCÖ die Einführung einer Alpentransitbörse. Auch Bundesratspräsident Jürgen Weiss (ÖVP) macht sich stark für eine ATB. Anfang 2008 haben Regierungsvertreter aus den Regionen entlang der Transitkorridore Brenner, Gotthard, Fréjus und Mont-Blanc die ATB als marktbasierte Massnahme gefordert.

Der Verein Alpen-Initiative finanziert sich über Mitgliederbeiträge und Spenden. Er hat die so genannte Alpen-Initiative lanciert, die 1994 vom Volk gutgeheissen wurde. Seither verlangt die Schweizer Verfassung (Grundgesetz), dass der alpenquerende Güterverkehr auf die Schiene verlagert wird.

Alpen-Initiative (Text) / PHOTOPRESS/Franz Neumayr (Foto)




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