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Appenzell tanzt STADLER-TANGO

24. Juni 2014 @ 20:22 Uhr | NEU Ihr Kommentar | Seite als PDF | Meldung senden 

erstellt am 23. Januar 2014 @ 11:26 Uhr
Stadler Rail Group / Appenzeller Bahnen
AB Appenzeller Bahnen TANGO von STADLERStadler Rail hat die Ausschreibung der Appenzeller Bahnen AB für 7 Tango-Stadtbahn-Züge gewonnen. Die Züge werden auf der neuen Durchmesserlinie Trogen – St. Gallen – Appenzell zum Einsatz kommen. Der Auftrag inkl. Ersatzteilpaket hat ein Volumen von gegen CHF 60 Mio.. Mit dem Entscheid für den Tango setzen die AB auf ein in den Regionen Basel und Genf bestens bewährtes Fahrzeug. Das Interieur wird den längeren Strecken und dem hohen touristischen Potential der AB entsprechend komfortabel ausgestattet. Die Produktion erfolgt im Stadler-Werk in Altenrhein SG.

Die neuen Züge erlauben der AB, mit der Inbetriebnahme der neuen Durchmesserlinie im Herbst 2017 auf beiden Ästen denselben Fahrzeugtyp einzusetzen. Bisher verkehren auf dem Ostast St. Gallen – Trogen tramähnliche Züge, während auf dem Westast St. Gallen – Appenzell Zahnradzüge notwendig sind. Die neue Linie wird den einzigen Zahnradabschnitt beseitigen. Der Tango vereint alle Vorteile von Vollbahnzügen und Trams.

Hoher Reisekomfort
Dieser Stadtbahnzug weist dank vollwertiger, luftgefederter Drehgestelle einen hohen Fahrkomfort auf. Gleichzeitig verfügt er über alle notwendigen Eigenschaften für einen effizienten und sicheren Betrieb eines Trams im innerstädtischen Bereich. Für den Linienabschnitt Richtung Trogen ist neu, dass es auch eine 1. Klasse geben wird. Dies stellt für den Abschnitt nach Trogen eine deutliche Aufwertung dar. Die Züge haben 133 Sitzplätze in der 2. Klasse und 12 Sitzplätze in der 1. Klasse.

Der Tango weist einen sehr hohen Niederfluranteil auf. Nur bei den vier Motordrehgestellen am Ende der Halbzüge befinden sich leicht erhöhte Bereiche. Alle vier Türen pro Seite befinden sich im Niederflurteil, was ein hindernisfreies Reisen für jedermann ermöglicht. Das ist für Reisende mit schwerem Gepäck, Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen ein grosser Fortschritt.

Bewährte Technik
Die AB setzen mit dem Tango auf bewährte Technik aus der Ostschweiz. Dieses Fahrzeug steht seit fünf Jahren bei der Basellandtransport BLT (38 Züge) und den Genfer Verkehrsbetrieben TPG (32 Züge) sehr erfolgreich im Einsatz. Es ist sowohl bei den Fahrgästen wie auch bei den Betreibern äusserst beliebt. Zumindest teilweise ist die Situation in Basel vergleichbar mit der AB: Die BLT-Trams verkehren auf dem Abschnitt Barfüsserplatz – Schifflände mitten durch das Zentrum der Stadt, auf den dichtest befahrenen Gleisen der Schweiz. Dieselben Fahrzeuge verkehren indes auch auf sehr langen Überlandstrecken durch die Kantone Baselland und Solothurn sowie kurze Abschnitte in Frankreich.

Beim Crashkonzept kommt eine moderne Lösung zum Einsatz, die sich bei der BLT bereits im Ernstfall bewährt hat. Die entsprechende Gestaltung der Front minimiert die Unfallfolgen und verhindert grössere Schäden. Das Fahrzeug verfügt über diverse weitere moderne Elemente wie beispielsweise Klapptritte zur Spaltüberbrückung beim Einstieg, eine vollständige Klimatisierung, moderne Fahrgastinformation oder grosszügige Multifunktionsabteile.


Medienmitteilungen Appenzeller Bahnen:
Neue Tango Züge für die Durchmesserlinie Appenzell-St.Gallen-Trogen (DML)

Der Verwaltungsrat der Appenzeller Bahnen hat den Zuschlag für die sieben neuen Züge der DML an die Firma Stadler Rail AG erteilt. Die Züge basieren auf den bereits in Basel und Genf erprobten Tango Fahrzeugen. Die DML-Infrastrukturprojekte werden im Detail ausgearbeitet. Die Arbeiten beim grössten Teilprojekt, der Ruckhaldetunnel, sollen in Kürze ausgeschrieben werden. Bis im Spätsommer 2014 erwarten die AB die Baubewilligung für die Durchmesserlinie durch das Bundesamt für Verkehr.

Nachdem im November 2012 die Kantone St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden die Kredite in ihren Parlamenten genehmigt haben und auch die Landsgemeinde des Kantons Appenzell Innerrhoden im April 2013 den Kredit genehmigte, wurde die Projektleitung mit der Ausarbeitung der Detailprojekte beauftragt. Gleichzeitig wurde die Ausschreibung für sieben neue Züge auf der DML gestartet, welche künftig ohne Zahnradantrieb die DML befahren werden.

Tango Züge von Stadler Rail
Der Zuschlag über den Bau von sieben neuen Zügen erhielt die Firma Stadler Rail. Die Züge haben sich bereits bei den Genfer Verkehrsbetrieben und der Basellandtransport bewährt. Mit einem hohen Niederfluranteil und einem 1. Klasse-Abteil werden die neuen Kompositionen im Viertelstundentakt zu den Hauptverkehrszeiten zwischen Trogen und Teufen verkehren. Mit der DML werden zu den Hauptverkehrszeiten auch Eilzüge von und nach Appenzell angeboten. Das Design der neuen Fahrzeuge wird im Projektverlauf noch definitiv festgelegt. Aktuell prüfen die AB den Verkauf der bestehenden fünf Fahrzeuge der Trogenerbahn, um allenfalls eine einheitliche Flotte über 12 Fahrzeuge bestellen zu können. Die AB rechnen bei der neuen DML-Flotte mit einem Investitionsvolumen von gegen 60 Mio. Franken.

Update Kein WC in den Fahrzeugen
Die Fahrzeuge auf der Linie Trogen – St.Gallen – Appenzell werden auch in Zukunft ohne WC verkehren. Nach sorgfältigen Abklärungen haben die Appenzeller Bahnen entschieden, vor allem aus Platzgründen auf den Einbau von Toiletten zu verzichten. Dafür werden die AB gemeinsam mit den Standortgemeinden nach Lösungen für stationäre WC-Anlagen an den Haltestellen suchen.

Im Zusammenhang mit der Bestellung haben die AB in den vergangenen Wochen verschiedene Varianten für den Einbau von Toiletten abgeklärt. Nach einer umfassenden technischen Analyse mit dem Hersteller Stadler stellen die AB fest, dass für den Einbau einer Standard- oder auch einer behindertengerechten Universaltoilette bis zu 10% der Sitzplätze wegfallen würden. Dieser Anteil ist deshalb so hoch, weil die künftigen DML-Fahrzeuge eine maximale Breite von 2.40 Meter aufweisen. Dies entspricht der üblichen Breite von Tramfahrzeugen, die in den Agglomerationen auch auf langen Strecken ebenfalls ohne Toiletten unterwegs sind. Ausserdem entstehen mit dem Einbau einer WC-Kabine schlechte Sichtverhältnisse im Zug; die Durchgangsbreite wird stark eingeschränkt und eingeengt. Daneben verursachen der Einbau und der Unterhalt von Toiletten in Eisenbahnfahrzeugen sehr hohe Investitions- und Unterhaltskosten. Externe Entleerungsanlagen müssten eigens erstellt werden. Diese Kosten-Nutzen-Überlegungen haben zum Entscheid geführt, aus wirtschaftlichen Gründen auf Toiletten in den neuen DML-Zügen zu verzichten.

Die AB werden künftig mit den Standortgemeinden punktuell nach Lösungen für Toiletten an den Bahnhöfen suchen, um so den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden gerecht zu werden.

Grundwasser im Gebiet Ruckhalde
Die Projektarbeiten für den Ruckhaldetunnel schreiten voran. Mit dem Tunnel soll die heute oberirdisch geführte Strecke künftig ohne Zahnrad bewältigt werden können. Vertiefte Abklärungen haben ergeben, dass das Grundwasservorkommen unter der Ruckhalde bedeutend ist. Damit ein kontrollierter Tunnelbau möglich ist und dieses Grundwasser nicht verschmutzt wird, werden temporäre Brunnenschächte im Riethüsli erstellt. Das Grundwasser wird abgepumpt und unterhalb der Tunnelbaustelle wieder dem Grund zugefügt.

Die Grundwasserbehandlung wurde öffentlich aufgelegt. Es sind keine Einsprachen eingegangen. Die AB sind in engem Kontakt mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV), welche die Baubewilligung für sämtliche Bauprojekte erteilen wird. Die AB erwartet die Baubewilligung bis im Spätsommer 2014. Der Spatenstich für den Tunnel in der Ruckhalde soll im Herbst 2014 erfolgen. Die Eröffnung der DML wird nach rund drei Jahren im Herbst 2017 erwartet.

Detailinformationen

Die DML kurz erklärt?
Mit der DML ist es künftig möglich zwischen Trogen und Teufen zu den Hauptverkehrszeiten einen Viertelstundentakt anzubieten. Dazu sind Infrastrukturmassnahmen auf der Linie St. Gallen – Trogen und St.Gallen – Gais – Appenzell notwendig. Das grösste Teilprojekt ist der Ruckhaldetunnel, welcher die notwendige Fahrzeitverkürzung für die Einführung eines Viertelstundentaktes bringt. Die heute getrennten Linien im Bahnhof St.Gallen werden verbunden, womit die Standzeiten der Züge und damit die unproduktiven Stunden wegfallen.

Die DML fügt sich künftig in das S-Bahn Konzept St.Gallen ein. Der Angebotsausbau in Richtung Appenzellerland ergänzt das Angebot der S-Bahn.

Fahrplan
Strecke jetzt mit DML Einsparung
Teufen–Spisertor 34 min 20 min 14 min
Speicher–Riethüsli 32 min 25 min 7 min

Ausgewählte Infrastrukturmassnahmen

  • Neuer Tunnel im Riethüsli von rund 700 Meter Länge mit neuer Haltestelle im Quartier Riethüsli
  • Ausbau Güterbahnhof zu einer Doppelspur mit neuer Haltestelle
  • Verbindung der heute getrennten Linien im AB−Bahnhof St.Gallen
  • Weitere Doppelspurausbauten zur Entspannung des Fahrplans

Siehe auch

 

Weblinks

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