Multimodale Mobilität: Eine Chance für kundenorientierten öV

An der Vereinsversammlung Ch-integral vom 16. Juni 2021 stand der einfache Kundenzugang zu multimodaler Mobilität im Zentrum. Die Veranstaltung bot spannende Experten-Referate und Erfahrungsberichte, welche das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten. In der Podiumsdiskussion stellten sich die Referentinnen und Referenten der Frage: «Wie bringen wir multimodale Angebote einfach zum Kunden?».

An der virtuell durchgeführten Branchentagung im Rahmen der ordentlichen «Vereinsversammlung Ch-integral» stand die Kundin respektive der Kunde im Zentrum der Referate und Diskussionen. Thomas Hug, Co-Gründer von www.urbanista.ch, zeigte anhand von drei Personas die verschiedenen Kundenbedürfnisse von morgen auf. Er rief die Branche auf, den «Land-Leandro» nicht zu vergessen, «das Bezahlen als negatives Erlebnis möglichst zu vermeiden» und Experimente zu wagen. Auch Kathrin Raess, Leiterin Projekte & BI bei Alliance Swisspass, meinte: «Um den öV-Anteil am Modalsplit erhöhen zu können, muss der Zugang zum öffentlichen Verkehr auch in den ruralen Gegenden vereinfacht werden».

Einblicke in die multimodale Praxis

Damit auch Personen erreicht würden, welche bisher wenig Kontakt mit multimodaler Mobilität hatten, seien die physischen Angebote im öffentlichen Raum entscheidend, erläuterte Daniela Wieser, Referatsleiterin Multimodale Mobilität bei den Wiener Linien. Der öffentliche Raum als knappes Gut muss jedoch möglichst effizient genutzt werden. Paul Schneeberger, Geschäftsführer der Städtekonferenz Mobilität, plädierte deshalb für gemeinsame Angebote statt einem Nebeneinander verschiedener Verkehrsträger.

Zum abwechslungsreichen Programm gehörten auch drei Praxisbeispiele multimodaler Mobilität aus den eigenen Reihen, welche mit Videoeinspielungen vorgestellt wurden. Rahel Känel, Projektleiterin bei Yumuv, vertrat ein solches Projekt in der abschliessenden Podiumsdiskussion. Helmut Eichhorn, Geschäftsführer der Alliance Swisspass, wollte von den Gästen und den Zuschauenden unter anderem wissen, ob multimodale Angebote eine Konkurrenz zum öV seien.

Zahlreiche Publikumsfragen an der Podiumsdiskussion

Es gingen zahlreiche Publikumsfragen ein, zum Beispiel: «Wie steht es um die multimodale Mobilität in ländlichen Gebieten?», «Welche multimodalen Mobilitätslösungen gibt es für Familien mit Kindern?» oder «Welche Tariflogik ist kompatibler für das multimodale Pricing?».


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