SBB FLIRT «Mouette» starten Test- und Zulassungsfahrten [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 7. Dezember 2021 veröffentlicht.

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Der RABe 523 501 ist der erste SBB Fernverkehrs-FLIRT der neuen «Mouette»-Flotte. / Quelle: SBB CFF FFS

Pünktlich zu Weihnachten waren sie da: Die neuen SBB FLIRT «Mouette». Die ersten Stadler-Züge haben das Werk verlassen und sind seit dem 1. Dezember 2021 auf Test- und Zulassungsfahrten.

Per 2023 verkehren die Neulinge mit Fernverkehrsstandard auf der Linie des Flugzugs Basel SBB – Zürich Flughafen und ab Dezember 2025 zwischen Basel SBB – Delémont – Biel/Bienne.

Die ersten drei fertiggestellten Züge RABe 523 502, 503 und 501 befanden sich am 9. Februar 2022, wohl für statische Tests, in Winterthur Güterbahnhof.

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Blick in die 1. Klasse des neuen SBB FLIRT «Mouette» für den Fernverkehr. / Quelle: SBB CFF FFS

Testfahrt des SBB RABe 523 501 zwischen Sulgen und Romanshorn:


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9 Kommentare

  1. Die Ablösung des ICNs durch die Mouettes auf der Strecke Basel SBB – Delsberg – Biel wird zu einer massiven Kapazitätsverringerung führen (von 476 Plätzen zu 181 Plätzen). Es mag sich dabei um eine Nebenlinie handeln, ich frage mich allerdings, ob diese Rechnung aufgeht. Wird etwa die Frequenz erhöht?

  2. Ist der Zug auch für Frankreich zugelassen? So wäre es möglich den Zug in Delmont zu Flügeln (Basel-Delemont-Biel/Belfort).

  3. Eine Zulassung für Frankreich würde aber wegen der erneuerten Linie Delle–Belfort und der geplanten Anbindung des EuroAirport Basel sicher Sinn machen und wäre von StadlerRail sicher auch zu schaffen. Direkte Verbindungen von Belfort über Belfort-Montbéliard TGV, Délemont, Biel nach Bern würden sicher Sinn machen. Aber vielleicht steigt ja da die BLS oder die SOB ein, die sind beweglicher als das scherfällige Schlachtschiff SBB.

  4. Die SBB werden nicht darum herumkommen zeitnah auch auf den Linien Basel–Délemont–Biel und auf der Jurasüdfusslinie schnelle Verbindungen mit gesetzeskonform barrierenfrei zugänglichen Zügen anzubieten. Das ist mit den ICN nicht möglich. Was der ICN durch schnelleres Fahren in den Kurven an Zeit gewinnt verliert er an den Halten durch den langwierigen und beschwerlichen Passagierwechsel über die unmöglich engen und steilen Einstiege. Hinzu kommt noch die ungünstige Anordnung der 1. Klasse und des Speisewagens in der Zugmitte und die damit für die Mehrheit der Passagiere der 2. Klasse längere Wege auf den Perrons mit sich bringt. Auch der immer wichtiger werdende Veloselbstverlad ist beim ICN ein leidiges Thema bzw. eine Katastrophe. Die ICN wurden bereits seiner Zeit an den Bedürfnissen der Passagiere vorbei rein auf kurze Fahrzeiten hin konstruiert. Sie sind heute rollende Fossile aus einer Zeit als es sich die Bahn noch meinte, sich leisten zu können, die Passagiere als lästige Beförderungsfalle von oben herab zu behandeln. Mit den den barrierefreien, breiten Einstiegen verkürzen die Passagierwechselzeiten bei den FLIRT Mouette gegenüber den ICN massiv, so dass die Fahrzeiten zusammen mit dem besseren Beschleunigungsvermögen wieder eingehalten werden können. Das ermöglicht auch einen vernünftigen Veloselbstverlad. Auch die FLIRT Mouette können in Zwei- oder sogar in Dreifachtraktion verkehren, was die Frage des Platzangebotes entschärft.

  5. Wer auch immer die Ergonomie der Zweitklasssitze für die Mouette-Züge verbrochen hat, gehört natürlich nicht mit mittelalterlichen Methoden gerädert und geviertelt: So etwas gehört nicht ins 21. Jahrhundert! Stattdessen sollte man diesen Menschen dazu verdonnern, sich eine ganze Stunde lang auf seine die Gegenwart und Zukunft der Bahnreisen im Jura fortan prägenden Foltersitze zu setzen: eine zeitgemässe und doch drakonische Massnahme mit maximaler abschreckender Wirkung! Die Rückenlehne ist zu hoch angelegt und konkav verformt, so dass das Kreuz der/des Verurteilten tief ins Polster einsinkt und, einmal unten angekommen, der laufenden Zermalmung unter dem Eigengewicht zugeführt werden kann – Strafjustiz as a service! Oberhalb der Lücke der fehlenden Kreuzpolsterung ist ein fieser Rammbock verbaut und drückt mitten auf den zurückgebogenen Teil der Wirbelsäule, genauer: zwischen Wirbel L4 und L5. Die Schultern des Sitzdesignsünders wiederum werden wie von teuflischen Zauberhänden nach vorne in Bussstellung gedrückt. Die zu lange Sitzfläche verlagert zu guter Letzt noch etwas mehr Gewicht auf das malträtierte Kreuz und maximiert das Schmerzpotential dieser mit riesigem Abstand miserabelsten Ergonomie, die mir in einem öffentlichen Verkehrsmittel jemals begegnet ist.

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