Stadler: Stellungnahme zur Geschäftstätigkeit in Russland, Ukraine & Belarus [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 28. Februar 2022 veröffentlicht.

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Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Russland, Ukraine und Belarus möchte Stadler zu seiner aktuellen Geschäftstätigkeit in dieser Region Klarheit schaffen.

Stadler hat bisher noch keinen Auftrag aus der Ukraine erhalten. Zurzeit hat Stadler auch keine Aufträge aus Russland im Auftragsbestand und erwartet dementsprechend auch keine Zahlungsausfälle. In der Vergangenheit hat Stadler zwei kleinere Aufträge (11 Doppelstocktriebzüge und 23 Strassenbahnen) aus Russland abgewickelt, deren Fahrzeugunterhalt lokal erfolgt.

Bislang gab es aufgrund der politischen Situation keine Beeinträchtigung der Produktion in Belarus. Dennoch hat sich Stadler im Rahmen des Risikomanagements auf verschiedene Szenarien und mögliche Sofortmassnahmen vorbereitet. Dank der flexiblen Fertigung innerhalb der Gruppe kann Stadler Produktionsverlagerungen aus Belarus in die Europäische Union zeitnah umsetzen.

Als nicht regierungsnahes Unternehmen ist Stadler bisher von keinen Sanktionen betroffen.

Wir beobachten die Lage laufend. Sollten sich zukünftige Sanktionen und Embargos auf Stadler auswirken, setzt Stadler diese selbstverständlich konsequent um. So lange die möglichen Sanktionen nicht definiert und in Kraft gesetzt wurden, können konkrete Auswirkungen und Massnahmen nicht eingeschätzt und umgesetzt werden.

Stadler baut seit acht Jahren in Fanipol, knapp 30 Kilometer ausserhalb von Minsk, Züge und Strassenbahnen vorwiegend für den lokalen Markt sowie für die GUS-Region und weitere internationale Märkte. Von den ursprünglich 1500 Mitarbeitenden wurden aufgrund der Auslastungssituation bereits in den letzten Monaten rund 300 Stellen reduziert. Die aktuelle Produktionskapazität des Werks in Belarus beträgt weniger als zehn Prozent der gruppenweiten Kapazität. Zurzeit sind noch unter zwei Prozent des Auftragsbestands von rund 18 Milliarden Schweizer Franken (Stichtag 30.06.2021) in Belarus in Abwicklung.

Das Stadler Werk in Fanipol (Minsk):


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6 Kommentare

  1. Tja! Für alle im Enddarm von Diktator und Putin-Komplizen Lukaschenko zirkulierenden Geschäftemacher wir es jetzt logischerweise ungemütlich.

  2. Wieso SRAIL immer noch zögert, den Laden bei MINSK dicht zu machen und sich von Lukaschenko französisch zu verabschieden ist mie als SRAIL Aktieninhaber schon länger emrh als rätselhaft. Herr Spuhler, zwigen Sie endlich Courage! Oder ist der Wertverlust noch zu wenig hoch?

  3. Mit dem Komplizen Lukaschenko des Kriegsverbrechers und Kriegstreibers Putin als Duzfreund und Geschäftspartner steht man beim Charakter- und Sozialkompetenz-Test «Zeig-mir-Deine-Freunde-und-ich-sage-Dir-wer-Du-bist» schon ganz besonders armselig da. Bei aller Bewunderung für die Qualität der Züge von StadlerRail kommt man deshalb nicht um die Erkenntnis herum, dass dieser Fisch vom Kopf her gewaltig stinkt. Analysten mit Anspruch auf Seriosität werden in Zukunft nicht mehr darum herumkommen, solche toxischen Freundschaften in ihrer Bewertungen von Aktien und Unternehmen einzubeziehen und das ist gut so.

  4. Die Öffentlichkeit wartet immer noch gespannt auf eine unmissverständlich Verurteilung von Lukaschenkos Komplizenschaft bei Putins Kriegsverbrechen an der ukrainischen Bevölkerung und den Rückzug von StadlerRail aus der weissrussischen Diktarur. Das Problem lässt sich nicht einfach durch vielsagendes Schweigen aussitzen, das müsste eigentlich längst klar sein. Der feige Eindruck, den das hinterlässt wird stündlich kläglicher und der Reputationsschaden samt Einfluss auf den Aktienkurs grösser. Auch die peinlichen Bilder von den Umarmungen Lukaschenkos werden weiter im Netz zirkulieren.

  5. Vielleicht hätte man in Bussnag im Voraus überlegen müssen, ob man wirklich genügend lange Löffel hat um die Suppe mit dem Satan Lukaschenko aus dem selben Tofz zu löffeln. Jetzt wo die Finger bzw. der gute Ruf angeschmort sind ist es zu spät, der Schaden ist angerichtet.

  6. Geehrter Herr Belser, Es reicht!! Sie können ruhig mit Ihren geschäftsschädlichen und primitiven Kommentaren aufhören. Herr Spuhler mit der Firma Stadler hat nur kleine Aufträge für Russland und Belarus ausgeführt und hat sich auch sofort bei Kriegsbeginn zurückgezogen. Man kann dies verurteilen oder eben auch nicht. Da gäbe es noch viele andere Firmen die mit dem russischen Schlächter und seinem belarussischen Handlanger noch ganz andere Geschäfte getätigt haben (Vielleicht auch der Hersteller Ihres Fahhrades). Ich jedenfalls wünsche Herrn Spuhler und der Firma Stadler viel Erfolg mit seinen innovativen Produkten und von Ihnen Herr Belser wünsche ich mir, dass Sie in Zukunft Ihre Hirnzellen einschalten, bevor Sie solchen Blödsinn schreiben.

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