Start Privatbahnen

Südostbahn treibt Planung für neue Doppelspur zwischen Schindellegi-Feusisberg und Biberbrugg voran

1
SOB RABe 526 Traverso Schindellegi_Markus Schaelli_5 12 19
Ein SOB Traverso bei Schindellegi. Hier soll die Strecke zukünftig als Doppelspur verlaufen. / Quelle: Markus Schaelli

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) plant den Bau einer zweiten Spur auf dem rund 2,8 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Schindellegi-Feusisberg und Biberbrugg. Die Bauarbeiten sind ab 2024 geplant und dauern rund drei Jahre.

Die 2,8 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Schindellegi-Feusisberg und Biberbrugg ist ein Nadelöhr auf dem Streckennetz der Südostbahn. Auf dem heute einspurigen Streckenabschnitt verkehren stündlich zwei Züge des Voralpen-Express (St. Gallen – Arth-Goldau – Luzern), vier Züge der S40 (Rapperswil – Einsiedeln) und vier Züge der S13 (Wädenswil – Einsiedeln). Damit ist die Streckenkapazität weitgehend ausgeschöpft. Der Einspurabschnitt wirkt sich bereits bei kleineren Verspätungen eines einzelnen Zuges stark auf die weiteren Verbindungen auf dem Streckenabschnitt und folglich auf die Anschlüsse in den Knotenpunkten Wädenswil, Einsiedeln, Pfäffikon SZ und Arth-Goldau aus. Ziel des Doppelspurausbaus ist es, die Fahrplanstabilität in der Region zu verbessern und mehr Kapazitäten für zukünftige Angebote zu schaffen.

Die Südostbahn hat nun das Auflageprojekt für den Bau der Doppelspur zwischen Schindellegi-Feusisberg und Biberbrugg beim Bundesamt für Verkehr (BAV) eingereicht. Nach der Prüfung durch das zuständige Bundesamt wird das Projekt im Verlauf dieses Jahres öffentlich aufgelegt.

Ein SOB Flirt auf der Brücke bei Schindellegi. Hier soll zukünftig eine neue Doppelspur-Brücke entstehen. / Quelle: Markus Schaelli

Die zweite Spur führt parallel zum bestehenden Gleis von Schindellegi-Feusisberg nach Biberbrugg. In Schindellegi entsteht über die Sihl eine neue Doppelspur-Brücke, die für den gesamten Bauablauf taktbestimmend ist. Eine neue Doppelspur-Brücke erweist sich als wirtschaftlichste Lösung, weil die bestehende Brücke in den kommenden Jahren aufgrund ihres Alters und im Hinblick auf die Erdbebensicherheit ohnehin saniert werden müsste. Entlang der Kantonsstrasse H8 wird das zweite Gleis mehrheitlich bergseitig realisiert. Im anspruchsvollen Gelände sind dafür aufwändige Stützbauwerke notwendig. Im Rahmen des Projektes werden zudem Optimierungen an den Gleisanlagen vorgenommen und Bahnübergänge aufgehoben.

Der Kostenvoranschlag für das Gesamtprojekt beträgt 95 Millionen Franken. Diese Kosten werden vom Bund im Rahmen des Bahnausbauschrittes STEP 2035 finanziert. Die Bauarbeiten sind ab 2024 geplant und werden rund drei Jahre Zeit in Anspruch nehmen. Die meisten Bauarbeiten finden unter laufendem Bahnbetrieb statt. Während der zwei geplanten Totalsperren von zwei bis vier Wochen werden Bahnersatzbusse verkehren.

Informationen für Anwohnerinnen und Anwohner
Die Anwohnerinnen und Anwohner werden am Dienstagabend, 7. Juni 2022, über das Projekt informiert. Die Projektpräsentation der Veranstaltung sind ab Mittwoch, 8. Juni 2022, unter www.sob.ch/doppelspur abrufbar.

Meinung

Eigene Meinung zum Thema?

Jetzt kommentieren

1 Kommentar

  1. Das Beseitigen dieses Nadelöhrs auf dem SOB-Netz mit seinen vielen Koten und Anschlüssen wird die Fahrplanstabilität merklich verbessern.

Kommentar schreiben: Antwort abbrechen